Rodenkirchen Trotz ihres Haushaltsnotstandes hat die Gemeinde Stadland ein erstes Großprojekt so gut wie abgeschlossen: Der Kunstrasen im Sportzentrum Rodenkirchen ist erneuert. Damit kann das erste Heimspiel der ATR-Fußballer in der neuen Saison wie geplant am Sonntag, 13. August, ausgetragen werden.

Es war noch Geld übrig

Kämmerer Gerd Schierloh freut selbstverständlich besonders, dass der Kostenrahmen von 400 000 Euro eingehalten worden ist. Zwar stehen noch einige Rechnungen aus, aber überraschende Kostensprünge erwartet Schierloh nicht mehr, wie er der NWZ sagte. Das Geld hatte der Rat schon für 2016 zur Verfügung gestellt, es war als Haushaltsrest auf dieses Jahr übertragen worden.

Als es um die Frage ging, wie die Erneuerung des Kunstrasens finanziert werden kann, hatte sich der Allgemeine Turnverein Rodenkirchen (ATR) als Hauptnutzer des Platzes zunächst bereiterklärt, den Platz zu pachten und die Finanzierung selbst zu übernehmen. Aber nachdem der Vorstand weitere Informationen eingeholt und noch einmal mit spitzem Bleistift nachgerechnet hatte, kam er zu der Überzeugung, dass ein solches Vorhaben den ATR überfordern würde.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Deshalb übernahm die Gemeinde die Finanzierung und beauftragte nach einer Ausschreibung eine Firma aus Halle in Westfalen mit den Arbeiten. Der ATR hätte den Auftrag wohl an ein anderes Unternehmen vergeben, ist aber mit dem Ergebnis zufrieden, wie der stellvertretende Vorsitzende René Schäfer sagt.

Der neue Kunstrasen unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten vom bisherigen Belag, erläutert René Schäfer. Vor allem hat er keine kurzen, sondern lange Halme. Wirkte der alte Kunstrasen eher wie ein Teppich, so erinnert der neue mit seinen langen Halmen stark an einen Naturrasen. Neu ist auch, dass die jeweils vier Meter breiten Bahnen zwar untereinander verklebt sind, aber nicht, wie beim alten Belag, mit dem Boden. Deshalb beschwert Quarzsand den Rasen, darüber liegt Gummigranulat.

Jede Woche abbürsten

Weil der neue Rasen lange Halme hat, muss er auch nicht mehr bewässert werden. Damit entfallen ein Arbeitsgang und die Kosten für das Wasser. Dafür muss ein Mitarbeiter des Vereins aber die Auflage einmal wöchentlich abbürsten, weil sie sich durch den Spielbetrieb ungleich verteilt. Zudem hat sich der ATR bereiterklärt, zur Entlastung des Bauhofes an der Pflege des Platzes mitzuwirken.

In puncto Sauberkeit will die Gemeinde aber noch eine Problemzone beseitigen: den Gehweg von der Großsporthalle – dort sind Umkleiden und Duschen – zum Kunstrasenplatz. Der Bauhof hatte die in die Jahre gekommenen Gehwegplatten entfernt und durch ein Mineralgemisch ersetzt. Dieses Gemisch verhielt sich aber nicht nach Plan: Es wurde nicht fest, sondern blieb staubig, was dazu führt, dass jeder, der es auf dem Weg zum Platz nutzt, Dreck mitschleppt.

Auch diese Baustelle soll vor dem ersten Anpfiff am 13. August abgearbeitet sein.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.