Monheim /Wesermarsch Die Taekwondoka aus der Wesermarsch haben sich am Wochenende zum Auftakt der Wettkampfsaison der International Taekwondo Federation Deutschland (ITF) in exzellenter Frühform präsentiert. Bei den ITF-Open in Monheim, einem Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften, zeigten die Sportler des Budo- und Fitnesscenters Dojang Nordenham und der Vereine SV Nordenham und TuS Schwei starke Leistungen.

Bernd Strahlmann, Trainer der Sportlerinnen und Sportler des Nordenhamer Budo- und Fitnesscenters Dojang, freute sich über ein herausragendes Gesamtergebnis seiner acht Schützlinge. Die Vorbereitung habe sich gelohnt „Kein Kämpfer ist leer ausgegangen.“

Auch Anatoli Behnke, der an diesem Wochenende Markus Waibel vertrat und für die Kämpfer der Start- und Trainingsgemeinschaft Nordenham/Blexen/Schwei verantwortlich war, zeigte sich „sehr zufrieden“. Zugleich wies er darauf hin, dass viel seiner Sportlerinnen und Sportler derzeit gesundheitlich angeschlagen seien.

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Eindrucksvolle Serie

Der 13-jährige Danilo Smailov (1. Kup) von der Sportschule Dojang dominierte den Tul-Wettbewerb. Im Halbfinale schlug er Kay Mosmann (Barmer TV 1846). Im Finale ließ er Maik Krieger von der HSG Friesoythe keine Chance. „Damit ist Danilo Smailov im vierten Jahr ohne Niederlage im Tul“, sagte Strahlmann. „Das ist schon sehr stark.“

In der Klasse Tul weiblich (bis 5. Kup) starteten vier Teilnehmerinnen vom Dojang. Emily Smailov, Rebekka Kostuk, Jana Lisa Knaus und Milena Horst waren in dem 15-er-Feld gesetzt und feierten Vorrundensiege. Dann setzte sich Emily gegen Jana Lisa durch, Rebekka gewann gegen Milena. Im Finale bezwang Emily ihre Clubkollegin Rebekka. Platz drei ging an Jana Lisa und Milena Horst. Das Podest war ausschließlich mit Dojang-Schülerinnen besetzt – „ein sehr schöner Umstand“, meinte Strahlmann.

Janic Horst stieß im Formenlauf (bis 5. Kup) ebenfalls bis ins Halbfinale vor. Dort gewann er gegen Jonas Danel (1. Walsumer JC 1961). Im Finale zog er gegen Ken Jabke vom TSV Schmiden den Kürzeren. Janics Gegner habe die größere Stabilität in den Techniken gezeigt, bilanzierte Strahlmann.

Ahmad Al Kadri landete auf Rang drei seiner Klasse. Er unterlag dem späteren Sieger Marcel Diemer vom Yom Chi Kwan Ditzingen. Im Kampf (bis 6. Dan/bis 78 Kilogramm) verlor Ahmad das Halbfinale gegen das Kader-Mitglied Robin Mayer (Bielefelder KSC). Er belegte Platz drei.

Die zwölfjährige Julianna Smailov feierte ihr Turnierdebüt. Sie belegte im Tul und im Kampf jeweils Platz zwei. Im Tul hatte sie Pech. „Julianna wurde ein Formenlauf abverlangt, den sie noch gar nicht laufen kann“, sagte Strahlmann. „Das war ein Fehler im System.“ Und der sei zu spät erkannt worden. Im Kampf siegte sie in der Vorschlussrunde gegen Marei Smilla Westphal (TSV Gellersen). Im Finale war Laren Alababd Alshwikh (Sportschule Damato) zu stark. „Aber der zweite Rang war für den ersten Start schon ein tolles Ergebnis“, sagte Strahlmann.

Janic Horst hatte bei seinem Debüt im Kampf laut Strahlmann Startschwierigkeiten. „Die werden sich aber mit der wachsenden Erfahrung legen“, meinte der Trainer. Janic verlor im Halbfinale gegen Tim Riedel von der Sportschule Sportur.

Seine neunjährige Schwester Milena bezwang im Halbfinale Sophie Gargeraki (Sportschule Damato). Das Finale verlor sie gegen Sofya Sokhatskaya (Barmer TV). Strahlmann sprach von einer tollen Platzierung.

Danilo Smailov zog mit einem Sieg gegen Livon Sarkisyan (Barmer TV) ins Finale ein. Dort unterlag er Akbal Ege (Budokan Sportclub Dortmund). In einem zähen Kampf hatten beide defensiv agiert. Der Dortmunder war laut Strahlmann effektiver und gewann verdient.

Emily Smailov besiegte im Halbfinale Alexandra Jalamov (Barmer TV). Das Finale verlor die Achtjährige gegen Jasmin Garske (Sportschule Damato). Rebekka Kostuk belegte Platz drei. Sie hatte grippebedingt nicht trainieren können. Ihr fehlte im Turnier die Kraft. Die neunjährige Jana Lisa Knaus leer aus. „Sie hat allerdings sehr gute Anlagen“, sagte ihr Trainer.

Kraftvoller Auftritt

Derweil traf Maira Gloystein vom SV Nordenham (1. Dan) im Tul ausschließlich auf Kadermitglieder. Zunächst besiegte sie Lina Bouymejjan von der Sportschule Damato. Im Viertelfinale setzte sie sich gegen Leonie Sewing (Sportschule Damato) durch. Das Finale gegen Collin-Sophia Damato (Sportschule Damato) gewann sie mit einem kraftvollen Auftritt deutlich.

Im ersten Kampf (bis 3. Dan/bis 55 kg) wuchs Maira gegen Lea Krieger von der HSG Friesoythe über sich hinaus. Sie fand und nutzte die Lücken in der Deckung ihrer Gegnerin. Die zusätzlichen Trainingseinheiten mit dem SVN-Boxtrainer Ali Karaboyun machten sich bezahlt.

Im Finale trat sie nach einer zweiminütigen Pause gegen ihre Kaderkollegin Lina Bouymejjan an. Lina kämpfte von Beginn an entschlossen und punktete früh. Zwar steigerte sich Maira, aber Lina feierte einen verdienten Sieg. Dennoch: Maira sammelte wichtige Punkte für die Deutsche Meisterschaft im Herbst. Nach den Worten von Behnke verzichtet sie auf eine Teilnahme an der Europameisterschaft, weil sie sich auf das Abitur vorbereitet.

Ihr Vereinskollege Johann Laverenz belegte im Tul (bis 5. Kup) Platz drei. Er hatte sein Viertelfinale gegen Ken Jabka vom TSV Schmieden verloren. Lars Spohler vom SV Nordenham feierte sein Turnierdebüt und verbuchte in seiner Klasse (bis 1. Kup) einen Podestplatz. Henning Ratjen vom TuS Schwei und Horst Koch vom SV Nordenham (bis 3. Kup) hatten dagegen ein paar Probleme. Immerhin: Koch war noch bis ins Viertelfinale vorgedrungen.

Angeschlagener Kämpfer

Ratjen, der angeschlagen in das Turnier gegangen war, musste auch im Kampf (bis 4. Dan/bis 85 Kilogramm) seinen Auftritt in die Schublade „Erfahrungen sammeln“ einordnen. Sein Gegner von der Sportschule Höxter, Georgios Stalioglu, setzte genaue Treffer und gewann.

Johann Laverenz hingegen zog bis ins Finale ein und konnte dies in seiner Klasse für sich entscheiden. Horst Koch (3.Kup/bis 75 kg) belegte Platz drei. Der zehnjährige Neueinsteiger Timo Becker vom TuS Schwei kämpfte erstmals auf einem Turnier und belegte den dritten Platz (bis 5.Kup, bis 143 cm). Coach Behnke meinte, dass sich Timo erst noch auf der Matte zurechtfinden müsse. „Er hat seine Sache aber gut gemacht.“

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