NORDENHAM Turnen kann manchmal ziemlich schmerzhaft sein. Daniel Hein kann ein Lied davon singen. Mit Abschürfungen an den Armen trat er in Schneverdingen beim Landesentscheid im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ an. Und das war besonders am Barren eine unangenehme Angelegenheit. „Da muss man eben die Zähne zusammenbeißen“, wiegelt der Elfjährige besorgte Nachfragen ab. Genau das tat er. Und so leistete Daniel Hein einen wichtigen Beitrag, um das Team des Gymnasiums aufs Siegertreppchen zu hieven. Denn beim Wettkampf in Schneverdingen war die Mannschaft nicht zu schlagen. Sie sicherte sich in ihrer Altersklasse den Titel des Schullandesmeisters (die NWZ berichtete).

Natürlich freuen sich Daniel Hein, Lukas Höpken (12), Maximilian Völker (13) und Delf Peters (15) über den großen Erfolg. Ein kleiner Wermutstropfen für das Quartett ist allerdings die Tatsache, dass im Landesentscheid Endstation ist. Wie Trainer Wolfgang Stelling erklärt, gibt es zurzeit nicht genügend Schülermannschaften im Turnen. Gerne hätten sich die Jungs bei einem Bundesfinale, das traditionell in Berlin ausgetragen wird, mit anderen Teams aus ganz Deutschland gemessen. Daraus wird leider nichts. Immerhin: Wolfgang Stelling ist guter Hoffnung, dass es im nächsten Jahr klappt. Er geht davon aus, dass 2010 wieder ein solches Finale stattfindet. Und dann könnte die Viererbande aus Nordenham dabei sein. Voraussetzung ist natürlich, dass es dem Stelling-Quartett erneut gelingt, sich im Landesentscheid durchzusetzen.

Hambüchen als Vorbild

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Obwohl es in diesem Jahr mit Berlin noch nicht klappte zeichnet sich nach den Worten von Wolfgang Stelling ab, dass Turnen auch bei den Jungen wieder im Aufwind ist. Ein wichtiger Grund dafür ist die Sogwirkung, die erfolgreiche Leistungssportler wie Fabian Hambüchen haben. So wie Steffi Graf und Boris Becker in den Achtzigerjahren dem Tennissport in Deutschland einen Boom bescherten, so profitiert auch der Turnsport von der Popularität eines Fabian Hambüchen. Bei den Jungs aus Nordenham gilt der sympathische Lockenkopf aus Bergisch Gladbach als Vorbild. Auch bei Maximilian Völker: „Klar guck ich mir die Wettkämpfe von ihm an. Leider wird ja nicht so viel Turnen im Fernsehen übertragen“, bedauert der 13-Jährige.

Lob für den Trainer

Erfolgreiche Turner zu werden, vielleicht einmal selbst bei großen Meisterschaften mitzumachen, dieser Traum spukt allen Mitgliedern aus dem Team des Gymnasiums ein wenig im Hinterkopf herum. Dass man für eine solche Karriere hart arbeiten muss, ist Daniel, Lukas, Maximilian und Delf klar. Und deshalb sind sie froh, einen Trainer wie Wolfgang Stelling zu haben. Der 62-Jährige legt großen Wert auf Disziplin. Aber damit haben die Jungs kein Problem. Im Gegenteil. „Der Trainer muss streng sein, sonst bringt es nichts“, plaudert Lukas Höpken über den Turnvater aus Nordenham. Aber alle fügen einmütig hinzu: „Wolfgang Stelling ist nicht nur streng, er ist auch sehr nett.“

Und diese Mischung könnte das Erfolgsrezept des Mannes sein, der in den vergangenen 35 Jahren schon fünf Schülermannschaften zum Bundesfinale nach Berlin geführt hat und dem es immer wieder gelingt, den Ehrgeiz der Jungen und Mädchen anzustacheln. Drei bis viermal in der Woche, vor Wettkämpfen auch bis zu fünfmal, trainieren die Turner. Das geht natürlich nicht im Rahmen des Unterrichts. So treffen sich die Turner regelmäßig bei den Übungsstunden des SV Nordenham, wo Wolfgang Stelling als Trainer tätig ist.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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