Lemwerder Die Regionalliga-Faustballer des Lemwerder TV sind nach dem vierten Spieltag Tabellensechster. Am Sonntag gewann das Team von Trainer Uwe Kienast in eigener Halle zunächst gegen den TSV Bardowick mit 3:2. Anschließend unterlag es dem Tabellenschlusslicht Wardenburger TV mit 1:3. Die Lemwerderaner belegen mit 6:10 Punkten Platz sechs der neun Teams umfassenden Staffel.

TSV Bardowick - Lemwerder TV 2:3 (9:11, 11:8, 11:3, 2:11, 5:11). Die Gäste waren zu Beginn präsenter und gingen mit 6:3 in Führung. Aber dann leisteten sie sich zu viele Fehler, die der LTV nutzte, um der Partie eine Wende zu geben. Mit guten Annahmen und Rückschlägen gewann er den ersten Satz.

In den beiden folgenden Sätzen spielten die Lemwerderaner schwach. Sie brachten die Vorlagen nicht nah genug an die Leine. Deshalb fehlte den Angriffen die Durchschlagskraft. Die Gäste entschärften viele Rückschläge. Hinzu kamen Angabefehler. Der LTV gab die Sätze zwei und drei ab.

„Es musste sich etwas ändern, wenn wir dieses Spiel nicht verlieren wollten“, sagte Coach Kienast. Anschließend schlugen seine Spieler die Angriffe konsequent auf die beiden Rückschläger der Gäste. Das zeigte Wirkung. Lemwerder spielte wie ausgewechselt. Das Team sicherte das Feld ab, die Vorlagen kamen punktgenau, und die Angriffe waren variabel. Mit guten Absprachen und einer großen Laufbereitschaft drehte der LTV das Spiel. Dementsprechend groß war der Jubel der Spieler. „Man merkte, wie der Druck von ihnen abfiel“, sagte Kienast und sprach von einem Wechselbad der Gefühle.

Wardenburger TV - Lemwerder TV 3:1 (11:4, 11:7, 3:11, 11:4). Der LTV produzierte von Beginn an viele leichte Fehler. Er gab den ersten Satz laut Coach Kienast „ohne große Gegenwehr sang- und klanglos“ ab. Im zweiten Satz präsentierte er sich gefestigter. Das Abwehrverhalten war gut, „aber im Angriff hakte es ein ums andere Mal“, sagte Kienast. Nach dem 7:7 leistete sich der LTV drei Fehler und schenkte den Gästen damit den zweiten Durchgang.

Kienast reagierte und stellte um – mit Erfolg. Sein Team spielte fortan sicherer und mit der nötigen Körperspannung. Im Angriff trumpfte Daniel Bartelt mit Übersicht und Raffinesse auf, die Abwehr entschärfte einige Bälle mit spektakulären Flugeinlagen. Der LTV verkürzte nach Sätzen.

Aber im vierten Satz stotterte Lemwerders Motor. „Wir haben die Wardenburger mit eigenen Unzulänglichkeiten und Unkonzentriertheiten aufgebaut und ihnen den Satz praktisch geschenkt“, sagte Kienast.

„Es fehlte heute bei uns die gewisse Lockerheit, auch mit eigenen Fehlern umzugehen. Die Jungs haben sich zu sehr unter Druck gesetzt“, sagte Kienast, nahm sich aber auch selbst in die Verantwortung, weil er in beiden Spielen bei der Aufstellung nicht immer richtig gelegen habe. „Auch ich muss noch dazulernen.“

LTV: Daniel Bartelt, Patrick Bartelt, Patrick Suhren, Florian Martin, Lasse Kienast, Matti Kienast, Sebastian Drees.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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