Lemwerder /Hannover Die in der 2. Bundesliga Nord spielenden Faustballerinnen des Lemwerder TV haben am Sonntag einen Sieg gefeiert und ein Spiel verloren. Am dritten Spieltag in Hannover besiegten sie zunächst den TK Hannover II mit 3:1, ehe sie dem Spitzenreiter Ohligser TV mit 0:3 unterlagen. Mit 6:6 Punkten ist das Team des Trainertrios Sandra Weigt/Arthur Dick/Patrick Bartelt Tabellendritter.

Das in der Regionalliga um Punkte kämpfende Männerteam des LTV musste indes zwei empfindliche Heimniederlagen hinnehmen. Es verlor gegen den Tabellenführer TV Brettorf III und den Tabellendritten MTV Hammah jeweils mit 0:3. Mit 4:8 Punkten belegen die Lemwerderaner den sechsten Tabellenrang.

Frauen

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2. Bundesliga Nord: TK Hannover II - Lemwerder TV 1:3 (7:11, 5:11, 11:9, 7:11). Der LTV begann mit Janika und Marie Seemann in der Abwehr. Saskia Gelhaus und Anika Langpaap waren für den Angriff verantwortlich, Darja Kohlwes für die Mitte.

Der LTV begann stark. Er überzeugte in den ersten beiden Sätzen mit Spielstärke und guter Kommunikation. Langpaap punktete sowohl im Rückschlag als auch in der Angabe. Lemwerder gewann die ersten beiden Sätze souverän.

Den dritten Satz sicherten sich die Hannoveranerinnen. Laut Gelhaus hatte sich der LTV einige Eigenfehler geleistet. Zudem habe die Konzentration nachgelassen – Absprachen fehlten.

In der Mitte des dritten Satzes stellte der LTV um: Gelhaus übernahm die Angabe. Langpaap konzentrierte sich auf den Rückschlag. Dennoch verlor Lemwerder den Satz unglücklich.

„Danach haben wir uns wieder zusammengerissen“, sagte Gelhaus. Das Team aus der Wesermarsch machte im vierten Satz den Deckel drauf. Pech: Weil Gelhaus im ersten Satz eine Kontaktlinse verloren hatte, musste Maja Stuke für kurze Zeit aufs Feld. Sie spielte sich damit fest und darf laut Gelhaus nicht mehr in der Zweiten spielen.

Lemwerder - TV Ohligser TV 0:3 (10:12, 5:11, 6:11). Seemann und Stuke bildeten die Abwehr. Langpaap und Kohlwes griffen an. Gelhaus spielte in der Mitte. Erneut erwischte der LTV einen guten Start. Er führte schon mit 10:6, leistete sich dann aber einen Eigenfehler nach dem anderen und gab den Satz doch noch ab.

Das zeigte Wirkung:  Im zweiten Satz lag der LTV schnell mit 0:5 zurück. „Wir sind nicht ins Spiel gekommen“, sagte Gelhaus. Die Kommunikation stimmte nicht, die Vorlagen kamen nicht an die Leine, und auch im Abschluss haperte es. Der Tabellenführer glich nach Sätzen aus.

Dann übernahm Langpaap die Angabe, Gelhaus zeichnete fortan für den Rückschlag verantwortlich. Der LTV kämpfte und hielt mit. In vielen langen Ballwechseln hätten am Ende Kleinigkeiten den Unterschied gemacht, sagte Gelhaus.

Mit der Gesamtleistung an diesem Sonntag war sie zufrieden. „Aber gegen Ohligs war mehr drin. Insbesondere den ersten Satz hätten wir gewinnen müssen“, sagte sie, lobte Maja Stuke und die Tatsache, dass das Team viele kurze Bälle geholt habe. „Ein besonderes Lob hat sich Marie verdient, die wirklich eine tolle Leistung gezeigt hat.“

Männer

Regionalliga: Lemwerder TV - MTV Hammah 0:3 (9:11, 6:11, 8:11). Patrick Bartelt übernahm die Angabe, Daniel Bartelt den Rückschlag. Matti Kienast lief als Steller auf. Patrick Suhren und Sebastian Drees spielten in der Abwehr.

Der LTV ging mit 8:4 in Führung. „Die Abwehr stand gut und geordnet, doch im Angriff schlichen sich kleine Fehler ein“, sagte Lemwerders Trainer Uwe Kienast. Zudem fehlte den Angaben bald die Präzision. Prompt verlor der LTV den ersten Satz.

„Auch der zweite Satz war geprägt von Eigenfehlern“, sagte der Coach, der Florian Martin für Daniel Bartelt brachte und ein wenig umstellte. Überdies spielten die Gastgeber die Vorlagen zumeist auf Nummer sicher. Die Distanz zur Leine war laut Kienast deshalb zu groß. Die Angreifer konnten nur mit hohem Risiko Druck ausüben. Das rächte sich.

Im dritten Satz spielte Daniel Bartelt für seinen Bruder Patrick. Die Partie war ausgeglichen. Der LTV führte zwischenzeitlich mit 8:7. Aber erneut stellte er sich mit Flüchtigkeitsfehlern selbst ein Bein.

Coach Kienast war zwar mit dem Abwehrverhalten zufrieden, bemängelte aber Defizite beim Stellen, Blocken und im Angriff. Außerdem hätten einige Spieler keine positive Spannung aufbauen können. „Hammah ist auf jeden Fall ein Team, dass wir mit einer guten geschlossenen Mannschaftsleistung schlagen können.“

Lemwerder TV - TV Brettorf II 0:3 (3:11, 6:11, 7:11). Der LTV lief zu Beginn mit Patrick Bartelt und Matti Kienast im Angriff, Daniel Bartelt in der Mitte und dem Abwehrduo Florian Martin/Sebastian Drees auf. Das Spiel prägte aber Brettorfs Schlagmann Tobi Kläner. Der Ex-Nationalspieler habe sein Team ein ums andere Mal genarrt und mit präzisen, harten Schlägen immer die Lücke gefunden, sagte Coach Kienast. Im ersten war der LTV chancenlos.

Im zweiten Satz führte er dank einiger sehenswerter Punkte von Daniel Bartelt schon mit 5:4. Aber die Gäste schlugen zurück und bauten die Führung nach Sätzen aus.

Im dritten Satz spielten Patrick Suhren und Lasse Kienast in der Abwehr. Mit gekonnten Annahmen brachte Lasse Kienast frischen Wind ins Spiel. Das Team spielte mutig, präziser und hielt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit (4:3, 6:6, 7:8). Aber mit zwei kurzen Bällen entschied Kläner das Spiel schon im dritten Satz.

„Ich glaube, dass das zweite Spiel den Jungs viel Spaß gemacht hat, auch wenn sie es verloren haben“, meinte Trainer Uwe Kienast. „Zu sehen und mitzuerleben, wie man eine gute Abwehr ausspielen kann, bringt die Jungs voran. Aus solchen Spielen können wir nur lernen. Punkte müssen wir allerdings gegen andere Teams holen.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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