Lemwerder Dieses Team ist einfach klasse: Die Faustballerinnen des Lemwerder TV haben im Titelrennen der 2. Bundesliga Nord wieder erstklassige Karten. Sie nutzten am Sonntag ihren Heimvorteil und besiegten den als Tabellenführer angereisten Ohligser TV und den Tabellenfünften TV Voerde jeweils mit 3:1.

Vor dem abschließenden siebten Spieltag ist der Kampf um die beiden ersten Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga berechtigen, kaum zu überbieten. Weil der Wardenburger TV zwar mit 2:3 gegen Voerde verloren, aber ebenfalls einen 3:1-Sieg gegen den Ohligser TV gefeiert hatte und zugleich Bayer Leverkusen in Brettorf zwei 3:0-Siege einfahren konnte, haben die ersten vier Teams jeweils 18:6 Punkte auf ihrem Konto. Leverkusen ist Erster, Lemwerder Zweiter, Ohligs Dritter und Wardenburg Vierter.

Spannung pur

Lemwerder spielt Anfang Februar in Hannover gegen das Schlusslicht Spenge, ehe es zum Duell mit Wardenburg kommt. Die Leverkusenerinnen treffen in eigener Halle auf Ohligs und Brettorf II. Die Das Team aus Ohligs muss zudem gegen Voerde ran. Spannender geht es nicht.

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Lemwerder TV - Ohligser TV 3:1 (11:9, 13:15, 11:9, 11:8). Lemwerder spielte mit Anika Langpaap und Stephanie Suhren im Angriff, Saskia Gelhaus in der Mitte, Janika Seemann und Kira Hoffmann spielten hinten. Darja Seemann fehlte krankheitsbedingt. Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start. Nur kleinere Eigenfehler in längeren Spielzügen trübten das Bild. Die Spielerinnen hätten dann und wann nicht richtig zum Ball gestanden, bemängelte Patrick Bartelt, der mit Sandra Weigt und Arthur Dick Lemwerders Trainertrio bildet. Dennoch gewann der LTV den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Lemwerderanerinnen zunächst. Sie überzeugten vor allem in der Annahmen. Doch im Angriff habe die Durchsetzungskraft gefehlt, monierte Bartelt. „Die Vorlagen hätten noch etwas mehr an die Leine gebracht werden müssen“, sagte er. Das rächte sich. Der Spitzenreiter, der das Hinspiel in fünf Sätzen gewonnen hatte, glich nach einem umkämpften Durchgang aus.

Höhen und Tiefen

Auch im dritten Satz prägten Höhen und Tiefen Lemwerders Spiel. Aber die guten Aktionen überwogen. Mit konzentrierten Angaben und Rückschlägen gewann der LTV den dritten Satz.

Im vierten Durchgang feierte Andrea Besser ihre Rückkehr aufs Spielfeld nach ihrer Verletzungspause. Sie übernahm den Rückschlag – und feierte einen starken Einstand. Lemwerder band den Sack zu und feierte eine erfolgreiche Revanche. „Hätten wir nicht die Probleme bei den Annahmen, hätte das Ergebnis noch besser aussehen können“, sagte Bartelt.

Lemwerder TV - TV Voerde (3:1 (11:6, 11:8, 9:11, 11:7). Die Lemwerderanerinnen erwischten einen starken Start (5:0). „Der erste Satz lief fast zu gut, um wahr zu sein“, sagte Bartelt. Dann hätten sich zwar kleine Fehler eingeschlichen. Dennoch ging der LTV nach Sätzen in Führung. Im zweiten Satz feierte Marie Seemann dann ihr Debüt in der 2. Bundesliga. Zwar sei sie ein wenig nervös gewesen, „dennoch hat sie ihre Aufgabe gut gemacht“, sagte Bartelt. Von ihren Vorlagen profitierte insbesondere Anika Langpaap, die mit einigen Rückschlägen punktete. Zwar übertölpelten die Gäste den LTV immer mal wieder mit kurzen Bällen, trotzdem bauten die Gastgeberinnen ihre Führung nach Sätzen aus.

Annahmefehler

Im dritten Satz steckten die Lemwerderanerinnen in einem kleinen Tief. Mit unnötigen Annahmefehlern brachten sie sich selbst in die Bredouille. Bei den Aufschlägen fehlte die letzte Überzeugung. Voerde zwang den LTV in den vierten Satz.

Aber die Gastgeberinnen fingen sich. Das Trainerteam stellte um, und die Spielerinnen lösten ihre Blockaden in den Köpfen. Der LTV gewann den vierten Satz mit viel Kampf und geht selbstbewusst in den letzten Spieltag.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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