Esens /Wesermarsch Der Blick zurück stimmt wehmütig – das bisher letzte große Duell ist schon fünf Jahre her. Am 4. und 5. Februar des Jahres 2012 ging es im Feldländerkampf zur Sache. Bei Bilderbuchwetter standen sich in Utgast (Esens) die Klootschießer aus den Landesverbänden Oldenburg und Ostfriesland gegenüber.

Groß war der Jubel im Oldenburger Lager nach zwei Tagen mit toller Feldkampfatmosphäre. Alle drei Ländervergleiche (Männer, Junioren, Jugend) hatten die Oldenburger gewonnen. Die Jugend siegte mit drei Schoet, die Junioren gewannen mit einem 90 Meter großen Vorsprung. und die Männer hatten in einem Krimi mit 1,20 Metern die Nase vorne.

Knisternde Spannung

Im Wettkampf der Männer knisterte es in der Endphase vor Spannung. Die Ostfriesen hatten vorgelegt. Der letzte Wurf musste die Entscheidung bringen. Timo Petznik aus Grabstede gab sich selbstsicher und flüchtete. Die Kugel wurde zwar von einem Schlachtenbummler gestoppt. Trotzdem ertönten nach der Messung Siegesschreie im Oldenburger Lager. Eine Wiederholung des Wurfes war überflüssig.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter "Wesermarsch kompakt" der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Für die Oldenburger war es bei den Männern der vierte Sieg in Folge. Erstmals konnten sie alle drei Wettbewerbe an einem Veranstaltungswochenende an einem Ort gewinnen. Dies war den Ostfriesen auch schon mal gelungen – in der Wesermarsch. Am 19. Februar 1994 gewannen sie in Seefeld zunächst mit den Junioren und der Jugend. Einen Tag später legten die Männer in Schweewarden nach.

In diesem Jahr haben die Friesensportler bis zuletzt auf eine Neuauflage des Feldkampfs gehofft. Doch daraus wird wohl nichts. Aus Sicht der Friesensportler ist das zu bedauern: Das Feldkampfflair würde dem Klootschießen, einer technisch anspruchsvollen Disziplin, sicherlich neue Impulse verleihen.

Der erste Vergleich zwischen Ostfriesland und Oldenburg stieg am 28. Januar 1937 in Hohenberge/Varel. Ostfriesland gewann mit einem Vier-Meter-Vorsprung. Es sollte elf Jahre bis zum nächsten Vergleich dauern. Am 25. Februar 1948 setzten sich die Ostfriesen mit einem Schoet durch. So spät im Jahr sollte nie wieder ein Feldkampf stattfinden.

Mitte Dezember

Es gab auch schon ein Treffen im „alten Jahr“ vor Weihnachten. Am 14. Dezember 2002 traten die Jugendlichen und Junioren in Ardorf an. Einen Tag später warfen die Hauptmannschaften in Schweinebrück. Das war der letzte Vergleich mit zwei Veranstaltungsorten an einem Wochenende.

Zwei Mal warfen die Friesensportler „zwischen den Jahren“, wie der Volksmund sagt. Am 30. Dezember 1995 warfen die Männer in Werdum, eine Woche später, am 7. Januar 1995, die Jugendlichen und Junioren in Conneforde. Nach dem Werfen in Werdum sollte es vier Jahre bis zum nächsten Feldkampf im Januar des Jahres 2001 in Jever dauern.

Im ewig „jungen Duell“ haben die Ostfriesen in allen drei Altersklassen die Nase vorn, auch wenn die Oldenburger zuletzt aufgeholt haben. In der Männerstatistik führt Ostfriesland mit 14:12 Siegen. Bei den Junioren (10:6) und den Jugendlichen (20:13) ist der Vorspung deutlicher.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.