WESERMARSCH Das Mädchen mit dem roten Sportshirt möchte so gerne weiter Tennis spielen. „Nach der Schule hab‘ ich aber Schwimmen“, sagt sie. „Und mit dem Turnen bei Herrn Stelling möchten wir auch nur ungerne aufhören“, fügt ihr Vater hinzu.

Eine Koordinierung ist für Angelika Schulz, die Jugendwartin des SV Nordenham, aufgrund der vollen Terminpläne bei den Kindern nicht leicht, zumal das kleine Mädchen nun auch noch eine Träne ans Tageslicht bringt. „Ich möchte aber so gerne Tennis spielen“, sagt sie. Alles nicht so einfach.

Vereine helfen tatkräftig

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Personen wie Angelika Schulz ist es zu verdanken, dass solche organisatorischen Probleme im Hintergrund bestmöglich gelöst werden. Sie unterstützt gemeinsam mit Heike Harms die Jugendarbeit der SVN-Tennistrainer Andreas Waller, Helga Brendel und den jugendlichen Helfern Maximilian Eger und Oliver Kolwitz. Gerade jetzt, zum Beginn der Wintersaison, gibt es einiges zu tun: „Den Trainingsplan ändere ich täglich", sagt Schulz. Hinzu kommt die Arbeit am Telefon, wenn die Termine von den Vereins- oder Kreismeisterschaften abgesprochen werden müssen.

Nach dem Weggang von Benjamin Stahl als Kreistrainer zentriert sich das Jugendtennis jetzt noch wesentlich intensiver auf die Vereine und damit auch auf ehrenamtliche Helfer wie Schulz und Harms.

Den Dank für ihr Engagement sehen sie in dem aufgehenden Konzept des Sportvereins sowie in den sportlichen Erfolgen der letzten Zeit: Rund 70 Kinder trainieren momentan bei Waller und Co., fast alle von ihnen nahmen an den Hallenvereinsmeisterschaften vor zwei Wochen teil. „Auch wenn solch eine Organisation viel Arbeit darstellt, ist es immer sehr nett“, freute sich Schulz nach den Vereinstitelkämpfen, die ein zentraler Bestandteil des Vereinslebens des SVN seien. Hinzu kommen fünf Titel, die der Verein bei den Kreismeisterschaften holte sowie die regionalen Erfolge von Hendrik Ostendorf, der im vergangenen Sommer einige gute Ergebnisse wie den Sieg beim sport-non-stop-Cup in Aurich einheimsen konnte.

Die Zentrierung auf das Vereinstennis fällt auch Jens Kuhle, dem Vereinstrainer des TK Nordenham, auf: „Das Kreistraining wurde von zu wenigen Leistungsspielern angenommen, wodurch es lediglich als Auffangbecken für gute Nachwuchsspieler aus den kleineren Vereinen diente.“ Aus der Sicht des TKN hätte man einfach bessere Möglichkeiten, passende Trainingsgruppen anzubieten, als es im Kreistraining der Fall war, stellt Kuhle fest.

Weitere Kooperationen

Seine Tennisschule revolutionierte die Jugendarbeit im Tennisklub, wodurch die Zahl der Trainingskinder innerhalb von anderthalb Jahren auf 81 anstieg – der Spitzenwert in der Wesermarsch. Wie auch die SVN-Trainer wird Kuhle vom Jugendwartposten unterstützt: Rolf Hübler, Kerstin Eppler und mehrere Helfer kümmern sich gemeinsam mit dem Coach um die Koordinierung. Herausgekommen ist ein viel versprechendes Modell: 45 Trainingsstunden füllt Kuhle in dieser Wintersaison mit gleichstarken Trainingsgruppen, was dazu führte, dass er mit Robert Helek seit dem 1. Oktober einen Co-Trainer einstellte, um alle Gruppen versorgen zu können. Ein besonderes Angebot des gebürtigen Pfälzers ist eine Kooperation mit dem Kindergarten Mitte: Jeweils mittwochs treten rund 30 Schulanfänger des Kindergartens beim Tennisklub an, um ihre koordinativen Fähigkeiten zu schulen und erste Erfahrungen mit dem Tennisschläger zu sammeln.

Während der SV Brake momentan ebenfalls stark auf Kindergarten- und Schultennis setzt, findet sich die drittgrößte Jugendtennissparte beim LTV in Lemwerder. Mit 36 Tennisspielern bis zum Alter von 18 Jahren liegt der Tennisverein knapp vor dem SVB (31 jugendliche Mitglieder), dem TuS Warfleth (23), SV Lemwerder (21), Berner TV (20), dem Blexer TB (16), TC Stadland (14) und TC Burhave (13). In der südlichen Wesermarsch spielt das Ende des Kreistrainings keine große Rolle, denn keiner der Vereine unterhalb von Stadland nahm am dreieinhalbjährigen Engagement unter Benjamin Stahl teil.

Stützpunkttraining kommt

Um gute Nachwuchsspieler aus der gesamten Region zu fördern, überlegten sich die Denker und Lenker des Tennisbezirks eine Wiedereinführung des Stützpunkttrainings: „Die Regionalisierung kommt“, weiß der Kreisvorsitzende Karl Brandau. „Im Moment planen die Kreise Wilhelmshaven, Friesland, Ammerland, Delmenhorst, Oldenburg-Stadt und unsere Wesermarsch eine gemeinsame Nachwuchsförderung.“ Ab 2010 oder 2011 wird sich zeigen, ob dieses Konzept aufgehen wird.

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