Nordenham Der JFV Leer hat am Wochenende überraschend den Klaus Stüdemann-Wintercup für A-Jugend-Fußballmannschaften gewonnen. Im Finale setzte sich der Tabellenführer der Landesliga Weser-Ems gegen den Regionalligisten JFV Nordwest aus Oldenburg deutlich mit 6:3 durch. Überragender Mann im Endspiel war Marek Janssen, der gleich drei Tore markierte und sich mit insgesamt zehn Treffern auch die Torjägerkanone sicherte.

Normalerweise hätte Leer bei der 27. Auflage des Nordenhamer A-Jugend-Turniers gar nicht teilgenommen. Erst durch die kurzfristige Absage des Titelverteidigers Holstein Kiel rückten die Ostfriesen ins Teilnehmerfeld. In den Vorrundenspielen am Sonnabend rissen sie keine Bäume aus. Zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bescherten dem JFV den fünften und damit letzten Platz.

Plötzlich im Halbfinale

Doch am zweiten Turniertag steigerten sich die Leeraner enorm. Sie gewannen sowohl ihre Qualifikations- als auch Zwischenrundengruppe ohne Niederlage. Plötzlich stand die Mannschaft der Trainer Michael Zuidema und Sigurd de Buhr im Halbfinale. „Das ist für uns schon ein großer Erfolg, zumal uns noch vier gute Hallenspieler verletzt fehlen“, sagte Zuidema.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Doch der Siegeszug war damit noch nicht beendet. In der Vorschlussrunde besiegte Leer den Lüneburger SK mit 3:2. Im Finale traf der Landesligist dann auf den JFV Nordwest, der in der Runde der letzten vier Hertha 03 Zehlendorf mit 1:0 nach Neunmeterschießen bezwungen hatte.

In einem mitreißenden Endspiel ging Nordwest kurz nach der Pause mit 2:1 in Führung. Doch angepeitscht vom „Zehner“ Marek Janssen spielte sich Leer in einen Rausch. Nach dem 6:3-Sieg war auch Zuidema hin und weg von seiner Mannschaft. „Für einen Landesligisten haben wir sensationell gespielt“, sagte der Erfolgscoach.

Aber auch sein Gegenüber Stephan Ehlers vom JFV Nordwest war zufrieden mit seiner Mannschaft. „Klar ist es ärgerlich, ein Endspiel zu verlieren. Aber wir haben mehr erreicht, als wir erwartet haben. Außerdem soll Hallenfußball in erster Linie Spaß machen“, sagte Ehlers.

Mit am Start war auch eine U20-Auswahl des gastgebenden 1. FC Nordenham. Am Sonnabend blieb die Mannschaft, die von Rainer Wittje trainiert wurde, als einziges Team ohne Punktgewinn. Doch in der Qualifikationsrunde am Sonntagmorgen steigerte sich der FCN. Ein 1:0-Erfolg gegen den Blumenthaler SV reichte für den Einzug in die Zwischenrunde. Dort besiegten die Nordenhamer sogar SC Borea Dresden, der tags zuvor in der Vorrunde noch ungeschlagen Gruppensieger war. Für den Halbfinaleinzug reichte es aber nicht. „Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Allerdings können wir mehr, als wir gezeigt haben“, sagte Wittje. Jannik Richter durfte sich trotzdem freuen. Der Nordenhamer wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt.

Hinter den zehn teilnehmenden Mannschaften liegen zwei Tage intensivster Fußballspiele. Es ging teilweise zwar recht ruppig zu, aber es blieb alles im Rahmen. „Die Spiele liefen größtenteils fair ab“, sagte Schiedsrichter Nils Möhlmann, der sich bei der Leitung der Begegnungen mit Peik Beißel und Jürgen Schulte abwechselte.

Lob für FCN-Beirat

Über jeden Zweifel erhaben war wieder einmal das Organisationsteam, dass sich aus dem Beirat des FCN zusammensetzt. „Alles ist gut verlaufen“, sagte Uwe Ladwig von der Turnierleitung. Eine große Tombola, ein Gewinnspiel und eine reichlich bestückte Caféteria ließen keine Wünsche offen. Auch die Unterbringung der Vereine im Landhotel Butjadinger Tor fand bei den Teams großen Anklang. „Die Turnierorganisation war perfekt“, sagte Siegertrainer Michael Zuidema aus Leer stellvertretend für alle Mannschaften.

Das spielerische Niveau hingegen blieb phasenweise hinter den Erwartungen zurück. „Es hat immer noch Spaß gemacht zuzugucken. Aber die Spiele waren nicht mehr ganz so gut wie in den Jahren zuvor“, sagte Zuschauer Olek Cebulski.

Apropos Zuschauer: Die Resonanz war trotz der namhaften Vereine enttäuschend. Die starken Mannschaften und erst recht der Ausrichter hätten deutlich mehr Interesse verdient gehabt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.