Jaderberg Der Platz am Jaderberger Zoo ist bei vielen Fußballern aus der Wesermarsch unvergessen. „Die Reithalle stand wirklich sehr nahe am Spielfeld. Zum Glück hat sich dort wohl nie ein Fußballer am Mauerwerk verletzt“, erinnert sich zum Beispiel der 83-jährige Georg Cierpka vom TSV Abbehausen.

Gefährlich hätte es für die Spieler der Fußballmannschaften und Verkehrsteilnehmer durchaus auch werden können, wenn Bälle auf die angrenzende Fahrbahn der Tiergartenstraße flogen. Aber damals sei der Verkehr in Jaderberg noch überschaubar gewesen, relativiert Alfred Wefer.

Notlösung

Im Jahr 1973 hatte die Gemeinde Jade den Platz an der Reithalle als Notlösung zwischenzeitlich wiederherrichten lassen, weil der Platz an der Hauptschule bei Regenwetter unbespielbar war. „Aber die Kicker spielen nicht gerne auf diesem Platz, weil hier Gefahren lauern“, schrieb die NWZ am 28. Juni 1973.

Das Spielfeld bestand aus Gras, Sand, Schotter und Schlacke. Ein Netz trennte den Platz von den privaten Nachbargrundstücken auf der südlichen Stirnseite des Spielfeldes. Gepflegt wurde das Sportgelände von den Fußballern des Vereins. Otto Bramstedt erzählt: „Zunächst war das Fußballspielen zu den Kirchzeiten verboten. Es wurde nur nachmittags gespielt.“ Die Regelung wurde laut Alfred Wefer später aufgehoben.

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Zwei Zinkwannen

Er erinnert sich noch gut an die Umkleideräume in der Nähe der Futterküche der Reithalle. „In der Futterküche waren zwei Zinkwannen aufgestellt mit kaltem Wasser.“ Werner Weiß vom SV Nordenham schmunzelt, wenn er daran zurückdenkt. „Wir sind immer ungeduscht heimgefahren, weil es kein warmes Wasser gab.“ Auch aus den Duschen, die später eingebaut wurden, sei nur kaltes Wasser gekommen, sagt Alfred Wefer.

Der 63-jährige Holger Beyer aus Großenmeer spielte als Jugendlicher mit dem Bardenflether TB am Jaderberger Zoo. „Ich erinnere mich daran, dass unsere Umkleide einige hundert Meter weg vom Sportfeld entfernt lag und wir erst nach dem Umziehen mit dem Auto zum Sportplatz gebracht wurden.“ Tanja Schuhmacher bestätigt das. Die Vorsitzende des TuS Jaderberg sagt: „War die Reithalle besetzt, kam es schon mal vor, dass sich die Fußballer in der damaligen Grundschule rund 300 Meter entfernt umkleiden mussten.“

Eine große Kuhle

Während sich der 68-jährige Peter Heyer aus Brake noch daran erinnert, dass in Jaderberg ein Stahlnetz als Tornetz gedient habe, ist dem früheren Torwart des SV Nordenham, Heinz Völkers, eine große Kuhle mitten auf dem Platz im Gedächtnis hängengeblieben. „Wir haben es hingenommen. Wir waren froh, überhaupt spielen zu können. Unsere Ansprüche waren nicht groß.“ In Erinnerung geblieben ist ihm TuS-Spieler Erich Schindler: „Der hatte einen derart harten Schuss, dass er einen Torwart damit sogar aus einem Kilometer in Schwierigkeiten gebracht hätte.“ Otto Bramstedt meint, das Schindler „wohl damals der schnellste Linksaußen in der Wesermarsch“ gewesen sei.

Die Schiedsrichter freuten sich, wenn sie am Zoo pfeifen durften. Harald Lüers vom TuS Elsfleth pfiff dort viele Partien: „Wir hatten in der Reithalle einen separaten Umkleideraum. Besser ging es nicht.“

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