Berne „Sport ist viel mehr als nur Leibesertüchtigung“, hieß es in der Ansprache des Vorsitzenden des Kreissportbundes, Wilfried Fugel. Er wartete, genau wie die stellvertretende Bürgermeisterin Elke Belsemeyer und zahlreiche Gäste, ganz gespannt darauf, einen Blick in das neue Sportstudio „360°“ zu werfen.

Dafür, was alles aus wenigen finanziellen Mitteln und vielen engagierten Mitgliedern entstehen kann, trat der Stedinger Turnverein (STTV) nun im Rahmen eines feierlichen Sektempfangs eindrucksvoll den Beweis an. „360° ist ein Rundumpaket, bei dem es ab jetzt fit und rundum gesund heißt“, machte die Vorsitzende des STTV, Annika Ulbrich, bei der Begrüßung im noch nicht ganz fertiggestellten Bewegungsraum neugierig auf das, was sich hinter der mit blauem Samt verhüllten Tür befand.

Viele moderne Fitnessgeräte für den Gesundheitssport, eine finnische Sauna mit gemütlichem Ruheraum und dazu ein Team von hochmotivierten Übungsleitern und Servicekräften kann der STTV nun seinen Mitgliedern bieten, hieß es. Gerade in Zeiten, wo Rückenschmerzen fast schon als Volkskrankheit zu bezeichnen seien, biete das Fitnessstudio mit flexiblen Trainingszeiten ganz neue Möglichkeiten, berge jedoch gleichzeitig, zum Leidwesen der regelmäßig stattfindenden Sportgruppen, auch Gefahren. Anstatt der sozialen Aspekte könnte es dann eines Tages nur noch heißen: bezahlen, Sport treiben und dann wieder nach Hause gehen, warnte Wilfried Fugel.

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Eine Gefahr, der der STTV jedoch mit dem großen Engagement der Mitglieder völlig gelassen entgegen sehen kann. Gemeinsam wurden in den vergangenen fünf Jahren selbst die höchsten Hürden genommen, um das als Vision von Markus Schnare geborene Projekt zu verwirklichen. Am Ende waren alle vom „Baufieber“ angesteckt, denn um den Bau möglichst preiswert fertigzustellen, war viel Eigenleistung gefordert.

3000 ehrenamtliche Stunden seien sehr hoch angesetzt, warnte damals der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Hans-Werner Bergner, erinnerte sich Markus Schnare an den Tag, als er ihm seine Pläne zur Beantragung von Fördergeldern vorlegte. Der STTV schaffte es jedoch, die als hoch angesetzte Zahl mehr als zu verdoppeln und kam bis jetzt auf 6500 Stunden, freute sich Schnare über das gemeinsam Erreichte.

Mit 48 100 Euro hatte der Kreissportbund das Bauvorhaben unterstützt. Weitere finanzielle Mittel gab es neben den 20 000 Euro der Gemeinde von der Lotto-Toto-Stiftung, die 48 000 Euro zum Bau beisteuerte. Aber auch private Spender hatten den Verein immer wieder unterstützt. 24 606,56 Euro, eine Zahl die Annika Ulbrich noch einmal unter Applaus wiederholen musste, seien so zusammengekommen. Zahlreiche Firmen hatten mit Sonderkonditionen, der Überlassung von Arbeitsmaterialien- oder Geräten einen erheblichen Teil zum Gelingen des Projekts beigetragen, das Annika Ulbrich und Markus Schnare mit dem Durchschneiden eines Bandes offiziell eröffneten.

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