Hannover /Lemwerder Am 26. April hätten die Deutschen Marathonmeisterschaften im Rahmen des Hannover Marathons einschließlich des Halbmarathonwettbewerbs und des 10-Kilometer-Laufs über die Bühne gehen sollen. Sie fielen wegen der Corona-Pandemie aus. Stattdessen boten die Veranstalter eine „Stay-at-home“-Variante an. Daran nahmen auch Martin Michel und Torsten Bruns von der SG akquinet Lemwerder teil.

Michel benötigte 3:11:48 Stunden. Damit lief er inoffiziell eine persönliche Bestzeit. „Herausragend“, meinte sein Trainer Karl Spieler. Bruns benötigte laut Spieler starke 3:25:58 Stunden. Seine Frau Sarah Bruns lief den Halbmarathon in 2:20 Stunden. Torsten Bruns blieb nur knapp über der Zeit, die er 2019 in Frankfurt gelaufen war.

„Erst wollte ich eigentlich nur den Halbmarathon laufen, aber Karl hat mich motiviert, doch ruhig die ganze Strecke zu versuchen“, sagte Michel, der in Sandkrug wohnt. „Ich bin es etwas ruhiger angegangen und hatte mir eine Pace zwischen 4:30 und 4:36 Minuten pro Kilometer und eine Zielzeit zwischen 3:10 und 3:15 Stunden vorgenommen.“ Das habe er problemlos umsetzen können.

„Dieser Lauf war für mich wichtig, da ich seit dem Wettbewerb Frankfurt im vergangen Oktober keinen vollen Marathon mehr gelaufen bin. Da ich dort noch Verletzungsprobleme hatte, konnte ich alle Selbstzweifel aus dem Weg räumen.“ Er sei froh und dankbar, dass er mit dem Training, der Ernährung und den Schuhen derzeit wohl alles richtig mache. „Das macht Hoffnung, beim nächsten regulären Wettkampf eine persönliche Bestzeit erzielen zu können.“

Der Wettbewerb in Hannover mit seinen Vereinskollegen wäre ihm lieber gewesen. „Aber die Idee der Organisatoren, den Marathon aufgrund der Corona-Krise als individuelles Event auszurichten, fand ich sehr charmant.“

Ein Marathon sei immer eine große Belastung für den Körper, daher sollte er nicht sinnlos gelaufen werden, sagte er. „Ich möchte ein Zeichen dafür setzen, dass körperliche Aktivität und Fitness in Zeiten der Corona-Krise wichtiger denn je sind.“

Torsten Bruns sagte, dass er sich vier Monate lang auf den Wettbewerb vorbereitet habe. Er benötigte eine Bestätigung für die Trainingsarbeit und den Zeitaufwand. Das Wetter sei herausragend gewesen. „Ich hatte mir zwei Punkte auf meiner Heimstrecke rund um Berne zur Verpflegung ausgesucht, bei denen ich immer wieder vorbeigekommen bin.“ Alles habe sehr gut funktioniert.

„Ich bin stolz, einen Marathon ohne Zuschauer, Atmosphäre und vor allem allein gelaufen zu sein. Laufen ist auch eine Kopfsache Die Zeit war nicht das wichtigste, sondern das Durchhalten stand für mich an erster Stelle.“ Dass eine klasse Zeit herausgesprungen sei, habe ihn euphorisiert. Zu wissen, dass der Trainingsaufwand sich gelohnt habe, lasse ihn zuversichtlich in die Zukunft schauen. Seine Frau Sarah sei mit ihrer Zeit und Leistung ebenfalls sehr zufrieden.

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