Wesermarsch Das ist ein Ausrufezeichen – und nichts anderes: Die Fußballer der SG Großenmeer/Bardenfleth haben am Mittwochabend das Auswärtsspiel gegen den TuS Jaderberg mit 5:0 (2:0) gewonnen. Mit vier Siegen aus vier Spielen sind sie Tabellenführer der 1. Kreisklasse. Derweil gelang der Reserve des TuS Elsfleth ein Befreiungsschlag: Sie landete einen 7:0 (2:0)-Heimsieg gegen den stark gestarteten Aufsteiger FSV Warfleth.

TuS Elsfleth II - FSV Warfleth 7:0 (2:0). Die Zuschauer kamen von Anfang an auf ihre Kosten. In den ersten zehn Minuten vergaben die Gastgeber drei riesige Torchancen. In den darauffolgenden zehn Minuten gelang den Warflethern dasselbe Kunststück. Dann beruhigte sich die Partie – ehe Malte Knop Elsfleth mit einem direkten Freistoß in Führung schoss und Sascha Klostermann kurz darauf nachlegte. Damit hatten die Elsflether für klare Verhältnisse gesorgt. Nachdem Klostermann in der 49. Minute das 3:0 geschossen hatte, „war von Warfleth nichts mehr zu sehen“, meinte Elsfleths Vereinssprecher Hergen Speckels – selbst nachdem Elsfleths Marcel Freier in der 57. Minute die Ampelkarte gesehen hatte. Die Gastgeber überzeugten mit starken Kontern und schossen einen Kantersieg heraus. „Warfleth hatte einen sehr schlechten, Elsfleth einen sehr guten Tag“, sagte Speckels.

Tore: 1:0 Malte Knop (29.), 2:0, 3:0 Sascha Klostermann (32., 49.), 4:0, Dominik Hagenah (69.), 5:0 Konstantin Mohr (87.), 6:0 Klostermann (90.).

TuS Jaderberg - SG Großenmeer/Bardenfleth 0:5 (0:2). Die von Verletzungen geplagten Gastgeber bestimmten die Anfangsphase. „Wir haben gut begonnen“, sagte Tobias Büsing, der den verhinderten Jaderberger Coach Lutz Bruns vertrat. Die erste große Möglichkeit vergab Jaderbergs Jan-Eric Mahnkopf.

Anschließend sei das Spiel ausgeglichen gewesen, sagte Büsing. „Allerdings hatte Großenmeer die größeren Chancen.“ Die Gegentore seien aber ausschließlich nach Jaderberger Fehlern gefallen, sagte er. Letztlich sei die Niederlage verdient, sagte Büsing. Sie sei aber um zwei oder drei Tore zu hoch ausgefallen. „Aber damit müssen wir leben“, meinte Büsing, der die Entscheidung von Schiedsrichter Rodion Wouters, Jaderbergs Nils Janßen in der 82. Minute die Rote Karte zu zeigen, überzogen nannte.

Tore: 0:1, 0:2 Henning Bunjes (22., 31.), 0:3 Sven Oberländer (53.), 0:4, 0:5 Dennis Oberländer (79., 90.).

FSV Warfleth - SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor (Freitag, 19.30 Uhr. Malte Rathke). Die Warflether haben keine Zeit zum Durchatmen – aber schon früh die Chance, die Klatsche vom Mittwochabend wettzumachen. Schweis Trainer Heinz Ullriche hat einen Heidenrespekt vor dem FSV. „Das ist eine unangenehme und kampfstarke Mannschaft, die hervorragenden Konterfußball spielt“, sagt er. Gerade vorne sei der Aufsteiger gut besetzt.

Derweil sucht seine Mannschaft noch nach dem Rhythmus. Doch das sei schwierig. „Wir haben große Personalprobleme“, sagt Ullrich. Marcel Becker hat es besonders heftig erwischt: Er hat sich in einem Testspiel eine schwere Knieverletzung zugezogen und fällt lange aus.

SV Brake III - 1. FC Nordenham II (Sonntag, 12 Uhr. Sr.: Hartmut Baake). Die Frage nach dem Favoriten erübrigt sich. Die Braker sind die einzige punktlose Mannschaft der Liga, der FCN hat zwei Mal gespielt und zwei Mal gewonnen. Allerdings scheut sich FCN-Coach Nico Verhoef vor vollmundigen Ankündigungen. „Ich bin deshalb so vorsichtig, weil man in dieser Klasse nie weiß, wie die gegnerische Elf besetzt ist.“

TuS Elsfleth II - SG Burhave/Stollhamm (Sonntag, 13 Uhr. Sr.: Jürgen Schulte). Die Elsflether haben am Mittwoch ihren Befreiungsschlag geschafft, die Burhaver sehnen ihn herbei. Mit einem Punkt ist der Titelanwärter des Vorjahres Vorletzter. Trainer Jürgen Penshorn weiß, warum es derzeit nicht läuft: „Im Abschluss fehlt uns die Kaltschnäuzigkeit“, sagt er. Konditionell sei alles im Lot. Deshalb hat er sich in dieser Woche vor allem als Psychologe betätigt und viel mit seinen Spielern gesprochen. Das Ziel ist sonnenklar: „Der Knoten muss endlich platzen.“

TuS Elsfleth - SV Phiesewarden (Sonntag, 15 Uhr. Sr.: Hassan Baghal). Mit dem 1:0-Sieg in Burhave bestätigten die Elsflether am vergangenen Wochenende ihren Aufwärtstrend im Vergleich zur vergangenen Saison. Und auch die Phiesewarder sind ordentlich gestartet. „Die Ergebnisse passen“, meint Co-Trainer Christian Kuhlmann. Die Mannschaft befinde sich auf einem guten Weg, zumal sie sogar noch Luft nach oben habe, macht Kuhlmann kein Geheimnis darum, dass den Phiesewardern noch ein wenig Kondition fehle.

SG Neustadt/Oldenbrok/Ovelgönne - Spielvereinigung Berne II (Sonntag, 15 Uhr. Sr: Michael Möser). Bernes Trainer Torsten Bruns haderte am Wochenende mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Die 1:2-Pleite gegen Warfleth sei unnötig gewesen. Und deshalb wird auch an der Marschroute nichts geändert. Auch beim Titelanwärter in Ovelgönne solle seine Elf ihr Spiel durchziehen. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, sagt er. „Vielleicht können wir die Ovelgönner ja ärgern, aber dazu müssen wir unsere Chancen nutzen.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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