BLOHERFELDE /BRAKE Zur Pause war mit dem 3:0 der Pokalsieg für den VfL schon fast perfekt. Neuzugang Yaw Broni musste in Bloherfelde zuschauen.

von hergen hadeler BLOHERFELDE/BRAKE - Das Ergebnis hat gestimmt, doch die Beurteilung der Leistung eines Fußball-Bezirksoberligisten sieht anders aus. Mit einem 6:1-Sieg beim Bezirksklassen-Aufsteigers TuS Bloherfelde zog der VfL Brake zwar in die zweite Runde des Bezirkspokals ein, doch . VfL-Coach Ralf Voigt war trotz des klaren Spielausgangs überhaupt nicht zufrieden: „So ein Gegner muss doch 15 Gegentore kassieren. Die vielen Nachlässigkeiten in meiner Mannschaft haben mir überhaupt nicht gefallen." So krass sah es hingegen sein Libero Stefan Diekmann nicht: „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt. Mehr interessiert doch nicht.“

Brake ließ flüssige Kombinationen und Tempo im Spiel nach vorne fast vollständig vermissen. Oft wurde der Ball gehalten und auf direkte Pässe verzichtet. Auch wurde mit wenig Erfolg der Zweikampf gesucht. Zu selten konnten sich die VfL-Akteure entscheidend durchsetzen.

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„Mir haben sechs Stammspieler gefehlt. Dennoch habe ich einen Zwei-KlassenuUnterschied nicht festgestellt“, sagte TuS-Trainer Axel Wolff. Im Tor stand bei den Gastgebern mit Holger Fröhling der Keeper aus der Dritten Mannschaft, da der etatmäßige Stammkeeper Kai Motzkus verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte.

Beim VfL konnte Neuzugang Yaw Broni nicht mitwirken, da die offizielle Genehmigung durch den Niedersächsischen Fußballverband noch nicht vorlag. Stefan Franz verletzte sich kurz vor der Pause am Knie und musste durch Arthur Hoffmann ersetzt werden. Anthony Quayson, Necati Uluisik, Patrick Oltmanns, Sergej Schreiner, Tomek Aleksandrovicz und Stefan Diekmann schossen die Braker Tore. Froh über sein erstes Pflichtspieltor für den VfL war der Ghanaer Quayson: „Das nimmt Druck von einem Stürmer, der neu im Verein ist." Schreiner beschrieb sein Tor zum 4:1 wie folgt: „Eigentlich sollte das eine Flanke werden." Fröhling stand dabei zu weit vor seinem Tor.

Beide Teams trafen je in einer Szene den Pfosten. Ein Abseitstor für die Gastgeber in der Anfangsphase wurde vom Unparteiischen Detlef Köster zu Recht nicht anerkannt. Beim TuS spielte der Ex-Phiesewarder Marco Lichtenstein in der Abwehr einen guten Part gegen Anthony Quayson. Am heutigen Abend wird beim VfL Ex-Werder-Torhüter Stefan Brasas erwartet. Er wird einmalig die Torhüter trainieren. In der vergangenen Saison war Brasas noch Torwarttrainer beim Zweitligisten Spielvereinigung Unterhaching.

VfL: Stolzenberger; Meyer, Bruns, Martin, Diekmann, Oltmanns, Abbas, Uluisik (75. Aleksandrowicz), Quayson (65. Budde), Franz (46. Hoffmann), Schreiner.

Tore: 0:1 Quayson (23.), 0:2 Uluisik (36.), 0:3 Oltmanns (38.), 1:3 Kaval (61.), 1:4 Schreiner (63.), 1:5 Aleksandrovicz (80.), 1:6 Diekmann (87.).

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