Hannover Manchmal wächst ein Sportler über sich hinaus. Wenn’s gut lauft, hat er auch noch das nötige Schlachtenglück, das – glaubt man den Worten des Fußballtrainers Ottmar Hitzfeld – man nun mal braucht, um erfolgreich zu sein. Fryderyk Jäger vom SV Brake hat am Wochenende bei den Hallenlandesmeisterschaften der Leichtathletikverbände Niedersachsen und Bremen in Hannover einen dieser Tage erlebt. Der 16-jährige Sprinter aus der Unterweserstadt gewann den Titel über die 60 Meter in der Altersklasse U 18 .

Große Konkurrez

Die Konkurrenz war groß: 36 Läufer kämpften um die Medaillen. Zu ihnen zählte auch der große Favorit Leon Zauske. Der Sportler der LG Hannover hat schon bei deutschen Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Seine Bestzeit: 7,05 Sekunden. Aber er sollte später auf die Teilnahme am Endlauf verzichten. „Leon hat sich an diesem Tag nicht so wohl gefühlt“, sagte Ewa Jäger, Fryderyks Mutter und Trainerin.

Aber zunächst sah sie, dass ihr Sohn schon früh für einen Paukenschlag sorgte: Er lief in 7,21 Sekunden die beste Vorlaufzeit. Seinen Zwischenlauf gewann er mit 7,20 Sekunden – wieder war niemand schneller. Im Finale setzte Fryderyk noch einen drauf. Er gewann in 7,16 Sekunden. Damit überquerte er die Ziellinie genau eine Hundertstel Sekunde früher als der Silbermedaillengewinner Tim Struckmann. „Das war ein unglaubliches Kopf-an-Kopf-Rennen“, sagte Ewa Jäger.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Qualifikation verpasst

Doch ausgerechnet in der Stunde des großen Triumphes musste der Braker Sprinter eine kleine Enttäuschung verkraften. Fryderyk verpasste die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft um – wie sollte es auch anders sein – gerade mal eine Hundertstel Sekunde. „Das ist hart, aber nun einmal nicht zu ändern“, sagte Fryderyks Mutter. Dennoch überwog die Freude über den Gewinn des Titels.

Wegen der großen Konkurrenz sei der Sieg schon überraschend, sagte Ewa Jäger. „Eigentlich haben wir uns im Weitsprung mehr ausgerechnet.“ Mit 6,13 Metern blieb Fryderyk als Sechster ein wenig hinter seinen eigenen Erwartungen zurück. „Da hat er sich ein bisschen geärgert. Aber in der Vorbereitung hat er wohl zu viele Dinge geändert.“ Gleichwohl sei es gar nicht mal so schlecht, dass er jetzt auch schon diese Erfahrung gemacht habe.

Anfang des Jahres hatte Fryderyk in Bremen mit 6,52 Metern eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt. Diese Weite hätte bei den Landesmeisterschaften in Hannover zur Bronzemedaille in seiner Altersklasse gereicht – eine Tatsache, die sein großes Potenzial bestätigt.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.