Rodenkirchen Klaus Mahnken war 14, als er sein erstes Boot kaufte: ein ehemaliges DLRG-Rettungsfahrzeug mit 6-PS-Außenbordmotor. Als er 25 war, wurde er zum Vorsitzenden des Abser Wassersportvereins gewählt. Jetzt ist er 49 und fährt inzwischen sein 23. Boot, aber Vorsitzender des Vereins ist er immer noch – fast schon sein halbes Leben lang.

Sie geben einander Stabilität: der Verein und sein Vorsitzender. Keiner hat es auch nur annähernd so lange auf dem Posten ausgehalten wie Klaus Mahnken. Im Juni wird der Abser Wassersportverein 40 Jahre alt. Er ist der älteste Verein seiner Art in Stadland.

Die Liebe zur See liegt in der Familie: Klaus Mahnkens Vater Erwin war Seemann. Er arbeitete auf einem Schlepper in Bremerhaven – sechs Tage an Bord, sechs Tage Freizeit. Die Freizeit verbrachte er auch auf dem Wasser: Er fing Weseraale und räucherte sie für den Eigenbedarf.

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Jetzt hat Klaus Mahnken selbst ein Angelboot, ein offenes, motorisiertes Fahrzeug, mit dem er bei Hitze auf die Weser rausfahren oder zum Strand übersetzen und baden kann. „Herrlich“, schwärmt Klaus Mahnken.

Zwischen Rettungs- und Angelboot liegen Kajütboote, eine Segelyacht und ein Motorboot. Bis zu den Ostfriesischen Inseln und weiter ist er gefahren, doch jetzt lassen berufliche und andere Anforderungen dem PAG-Mitarbeiter keine Zeit mehr dafür.

Zeit ist für Wassersportler ein Schlüsselwort. Manfred Hullmann hat sie reichlich, seit er Rentner ist. Musste er früher seine Touren genau planen, damit er rechtzeitig wieder zur Arbeit zurück ist, geht er jetzt gerne mal 6 Wochen am Stück unterwegs – zum Beispiel über die Müritz und diverse Kanäle nach Berlin, von da aus über den Mittellandkanal in Richtung Westen oder zu den holländischen Kanälen bis aufs Ijsselmeer und zurück.

Das Zentrum des Vereins ist ein ausgebauter Bauwagen mit sturmfestem Zeltvordach auf der Nordseite des Sieltiefs, den im Winter eine Hebevorrichtung vor Sturmfluten schützt. 75 Mitglieder zählt der AWV, 28 von ihnen haben ein Boot. Zwei Drittel der Skipper fahren ein Motorboot, die anderen segeln. „Der Verein ist eine große Familie für uns“, sagt Manfred Hullmann, der froh ist, dass seine Frau Ella auch gern mit an Bord seines 9,50 Meter langen Motorboots „Sabrina“ kommt: „Wenn deine Frau nicht mitmacht, kannst du das Boot gleich wieder verkaufen.“

Bei Klaus Mahnken macht auch der Sohn Jonas mit. „Der kommt ganz seinem Vater“, sagt Mahnken stolz. Genau genommen hat er ihn schon überholt, denn Jonas besitzt mit elf Jahren das zweite Schlauchboot. Die „Black Shark“ ist 3,50 Meter lang, hat einen Festrumpf und einen 5-PS-Außenborder. Bei seinem jüngsten Geburtstag konnte er seine Gäste damit spazierfahren. Aber auch allein fährt Jonas Mahnken gern auf dem Sieltief und dem Weserarm Schweiburg. „Einfach fahren, wohin dich das Wasser trägt“, rät der Vater seinem Sohn.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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