NORDENHAM Der Bezirksligist TV Esenshamm ist der Nordenhamer Stadtmeister 2011 im Hallenfußball. Ein Titel mit etwas bitterem Beigeschmack, denn im direkten Aufeinandertreffen mit dem späteren Zweiten 1. FC Nordenham leisteten sich die Turnierleitung und Schiedsrichter Michael Wendland einen Fehler. Bei Esenshamm sah Torhüter Lars Zimmermann nach einer üblen Grätsche an Frederik Lachnitt die Rote Karte.

Gemäß dem Regelwerk für dieses Turnier hätte der TVE die Begegnung danach mit drei Feldspielern beenden müssen, doch Esenshamm konnte nach drei Minuten wieder komplett agieren und gewann diese Begegnung noch mit 3:1.

Unter den etwa 260 zahlende Zuschauern und dem FCN stieß diese Entscheidung des Unparteiischen auf völliges Unverständnis. FCN-Obmann Horst Wulf legte sofort Protest beim Veranstalter SV Phiesewarden ein – vergeblich. SVP-Spartenleiter Bernd Lubitz verwies auf die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters und erteilte einer möglichen Wiederholung des Spieles eine Absage.

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Wendland entschuldigte sich: „Ich habe mich an die Hallenregeln des Deutschen Fußballbundes gehalten, die auch für Niedersachsen gelten. Danach darf eine Mannschaft nach einer Roten Karte nach drei Minuten wieder mit vier Feldspielern agieren.“

Andere Ausschreibung

Die Ausschreibung für das Turnier gab jedoch klar vor, dass bei einer Roten Karte die Mannschaft erst in der nächsten Begegnung wieder komplett antreten darf. FCN-Trainer Sven Schmikale war erbost: „Das ist doch eine Farce. Wozu gibt es Regeln? Auch hat der TVE schon nach zwei Minuten wieder in voller Besetzung spielen können.“ TVE-Spartenleiter Siegfried Adamietz lehnte ein mögliches Wiederholungsspiel ab: „Wir hatten uns nichts vorzuwerfen, da wir den Anweisungen von Wendland gefolgt sind.“ Sein Trainer Wolfgang Rohde ergänzte: „Die Emotionen waren durch das Foul von Zimmermann ohnehin hoch gekocht. Bei einer Wiederholung hätte es üble Fouls geben können.“ Von der in dieser Szene überforderten Turnierleitung, die durch ihre Zuständigkeit den Unparteiischen auf den Regelverstoß aufmerksam hätte machen müssen, gab es keinen Einwand.

Schmikale regte sich aber schnell ab: „Wir haben trotz allem ein ordentliches Turnier gespielt.“ Er nannte auch den Grund, dass in den insgesamt 15 Spielen technisch kein hochklassiger Fußball geboten wurde: „Der Fußball ist athletischer geworden. Technisch gute Akteure kriegen doch gleich auf die Socken.“ TVE-Trainer Wolfgang Rohde stellte fest: „Wir haben alle unsere Spiele gewonnen und sind somit verdient Sieger.“

Titelverteidiger wird Dritter

Der TSV Abbehausen hätte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen können, wenn er die abschließende Begegnung des Turniers gegen den TV Esenshamm gewonnen hätte. Der TVE behielt jedoch mit 3:1 die Oberhand. TSV-Spieler Ruben Rebmann meinte: „Wir haben nicht zu unserer gewohnten Form gefunden. Es war der Wurm drin.“ Am Ende wurden die Grün-Gelben Dritter vor einer A-Junioren-Stadtauswahl, der neben drei Niederlagen Siege gegen den ESV Nordenham und den SV Phiesewarden glückte.

Die Kreisklassisten ESV Nordenham und SV Phiesewarden verkauften sich teuer, fanden sich aber am Ende der Abschlusstabelle wieder. SVP-Trainer Ercan Turan stand verletzungsbedingt im Abschlussspiel gegen den FCN (Endstand 1:8) nur noch ein Auswechselspieler zur Verfügung. ESV-Trainer Erkan Özcan nahm den letzten Platz locker: „Wir wollten wir hier offensiv mitspielen.“

Kevin Ahlers von den A-Junioren wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Mit sieben Treffern gewann Christopher Nickel vom 1. FC Nordenham den Torjägerpreis.

Ein Einlagespiel der Frauenmannschaft des 1. FC Nordenham/ESV Nordenham – aufgeteilt in Jung und Alt – gewann die Jugend mit 5:2.

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