Krakau /Elsfleth Jennifer Adami ist einfach nur hin und weg. „Dieses Ereignis werde ich in meinem Leben nie vergessen“, sagt sie. Die Handballerin des Elsflether TB hat am Sonntag den Finalsieg der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft hautnah in der Sporthalle in Krakau miterlebt. Am vergangenen Wochenende war sie mit ihrer Mutter Nathalie kurzerhand nach Polen geflogen, um das deutsche Team zu unterstützen. Nicht nur der Titel trug zum Gelingen des Kurztrips bei, auch die tolle Atmosphäre in der Halle hat einen bleibenden Eindruck bei beiden hinterlassen.

Ganz Deutschland fieberte am Fernsehbildschirm mit, als der krasse Außenseiter das Weltklasse-Team aus Spanien im Finale sensationell mit 24:17 besiegte. Die ARD zählte 12,98 Millionen Zuschauer – ein Marktanteil von 42,0 Prozent. Noch aufregender ist es natürlich, wenn man als Zuschauer in der Halle ist. „Die Stimmung war so schön“, schwärmt Jennifer Adami.

Dass sie und ihre Mutter das deutsche Team überhaupt zu Gesicht bekommen hatten, war nicht geplant. Den Flug hatten sie schon eine Woche vor den Halbfinals gebucht. Weil die deutsche Mannschaft zu den Außenseitern zählten, war von dem Einzug in die Vorschlussrunde nicht unbedingt auszugehen.

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Umso größer war die Freude, dass die DHB-Auswahl doch noch den Sprung unter die letzten Vier schaffte. Allerdings trafen die beiden Elsfletherinnen erst zehn Minuten nach dem Anpfiff des Halbfinals gegen Norwegen ein. „Aber es gab ja Verlängerung. Das hat dann dafür entschädigt“, sagt Jennifer Adami. Dabei hatte die Mutter-Tochter-Combo recht ungewöhnliche Plätze erwischt. Die beiden saßen zwar in der zweiten Reihe, waren aber komplett umgeben von norwegischen Fans. „Wir haben uns sogar mit einigen Norwegern angefreundet“, sagt Jennifer Adami. „Jeder hat natürlich sein eigenes Team angefeuert, aber wir haben uns auch jeweils für die anderen Fans mitgefreut.“

Ebenso großartig war auch die Atmosphäre beim Endspiel. Die Adamis wollten sich aber nicht damit zufriedengeben, auf der Gegentribüne Platz zu nehmen. Sie mogelten sich auf die Tribüne direkt hinter den Trainerbänken und saßen nur wenige Plätze weg vom Anhang der deutschen Nationalmannschaft.

Jennifer Adamis Lieblingsspieler Uwe Gensheimer hatte zwar die Teilnahme am Turnier wegen einer Verletzung absagen müssen, war aber als Zuschauer vor Ort. Und im Endspiel saß sie nur knapp fünf Meter neben ihm. „Er und auch die anderen Verletzten sind total mitgegangen und haben sich bei jeder guten Szene der deutschen Mannschaft riesig mitgefreut“, sagt sie.

Der schönste Teil der Polen-Reise stand den beiden Handball-Fans aber noch bevor. Nach dem Titelgewinn erklommen die Spieler die Tribüne, auf der neben den Adamis auch die Familien der neuen Europameister saßen. „Die waren so freundlich zu uns. Wir durften nicht nur Fotos mit ihnen machen, sondern sie haben sich auch die Zeit genommen, um sich ein bisschen mit uns zu unterhalten“, sagt Jennifer Adami. „Sie waren einfach total sympathisch.“

Ihre Mutter Nathalie war schon zuvor bei mehreren internationalen Titelkämpfen live vor Ort, für Tochter Jennifer war es das erste Mal – aber wohl nicht das letzte Mal. „So etwas möchte ich unbedingt noch öfter erleben.“

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