Elsfleth In schöner Regelmäßigkeit treten die Handballerinnen des Elsflether TB das Gaspedal voll durch. Und zwar meistens in den Partien gegen die Spitzenteams der Landesliga Bremen. Aber sie haben eine lästige Angewohnheit: Im anschließenden Spiel latschen sie meist mit ganzer Kraft grundlos auf die Bremse. Da bleibt nach 14 Saisonspielen eigentlich nur die Hoffnung, dass die Bremsbeläge inzwischen so verschlissen sind, dass sie die SG Dangastermoor/Obenstrohe an diesem Sonntag ab 17 Uhr vor eigener Kulisse in vollem Tempo überrollen – aus Versehen. Schließlich glich ihr Auftritt am vergangenen Wochenende beim 25:25 gegen den Tabellenzweiten HSG Bützfleth/Drochtersen einem Stresstest für die Tachonadel.

Beachtlicher Teilerfolg

Mit gerade mal sechs Feldspielerinnen hatten sie einen beachtlichen Teilerfolg erzielt. „Die Stimmung war schon vor dem Spiel gut“, sagt Kreisläuferin Shelby Lameyer. „Wir hatten ja nichts zu verlieren und sind ohne Angst ins Spiel gegangen.“ Warum es gegen vermeintlich schwächere Teams hakt? „Vielleicht machen wir uns da einfach zu viel Druck“, sagt sie. In jedem Fall sehnt sich der ETB nach Konstanz.

Gegen Bützfleth sei man als Team aufgetreten. „Wir wussten genau: Wenn eine den Kopf in den Sand stecken wird, werden wir verlieren. Also haben wir uns gegenseitig immer wieder aufgemuntert, zumal wir auch gegen das Publikum spielen mussten.“

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Auch taktisch habe das Team clever agiert. Die Gastgeberinnen hatten Elsfleths Haupttorschützin Laura Lissewski (9,64 Tore pro Spiel) an die kurze Leine gelegt. „Dadurch hatten die anderen viel Platz – und den haben wir auch genutzt“, sagt Lameyer.

Am Sonntag spielt der ETB gegen einen Gegner, der zuletzt das Schlusslicht Altenwalde mit 24:23 besiegt hat. Obenstrohes Melanie Coquille zählt zu den besten Abschlussspielerinnen der Liga. Sie wirft durchschnittlich 9,25 Tore pro Partie, kann aber schon seit längerem nicht mehr mitspielen. Inga Frenzel steht ihr in nichts nach. Mit durchschnittlich acht Toren pro Spiel gehört auch sie zu den offensiven Ausnahmeerscheinungen in der Liga. „Wenn wir sie in den Griff kriegen, sieht es schon gut aus“, sagt Lameyer.

Denkwürdiges Hinspiel

Frenzel hatte im denkwürdigen Hinspiel ihr Team mit 18 Toren zu einem 39:37-Sieg geworfen. Auf Elsflether Seite hatten Charlotte Sommer mit 15 Toren und Laura Lissewski mit 13 Toren ebenfalls überragende Leistungen im Angriff gezeigt. „Da haben wir insgesamt gar nicht mal so schlecht ausgesehen“, sagt Lameyer.

Die Partie am Sonntag ist richtungsweisend. Der ETB, der wieder mit Ruth Nowack spielen wird, ist Viertletzter und belegt den ersten Nichtabstiegsplatz. Er hat 11:7 Punkte und damit einen Punkt Vorsprung vor dem Abstiegsrelegationsplatz und drei Zähler Vorsprung vor dem ersten direkten Abstiegsplatz. Die SG Obenstrohe/Dangastermoor reist als Tabellenachter mit 13:13 Punkten an.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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