Elsfleth Ulrich Adami ist als ein Mann klarer Worte bekannt. So redete er auch am Sonntagabend nicht lange um den heißen Brei herum, nachdem seine Oberliga-Handballer am drittletzten Spieltag zu Hause gegen den SV Beckdorf mit 20:23 (11:12) verloren hatten. „Das war für uns der Abstieg“, meinte der Coach. Und tatsächlich sieht es jetzt düster aus. Die Konkurrenz punktete wieder einmal fleißig, weshalb der ETB mittlerweile zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat. Zudem hat er das von allen betroffenen Teams schlechteste Torverhältnis.

Weil ja auch die Beckdorfer noch mitten im Abstiegskampf stecken, ging es in der Partie in der Stadthalle vom Anpfiff an gleich hoch her. Beim Fußball würde es heißen: „Ihr müsst Gras fressen.“ Hier hieß es einfach nur: „Hindert den Gegner am Torewerfen. Egal wie.“

Die guten Schiedsrichter hatten aber alles im Griff. Sie ließen zwar viel laufen, behandelten beide Teams aber nach den gleichen Maßstäben. Bis zum 5:5 lief alles ausgeglichen. Doch dann nutzten die Gäste eine Elsflether Schwächephase, um auf vier Tore davonzuziehen. Allerdings ließen sich die Hausherren nicht abschütteln. Bis zur Pause waren sie wieder auf 11:12 dran.

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„Das wird noch ein hartes Stück Arbeit“, sagte ein ETB-Fan in der Halbzeit. Doch zunächst wurde er in freudige Laune versetzt. Justus Pille und Tizian von Lien brachten die Elsflether erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Doch je länger die Begegnung dauerte, desto planloser gerieten die Angriffsversuche.

„Wir haben den Ball nicht schnell genug laufen lassen und uns zu sehr in Einzelaktionen verstrickt“, erkannte auch Adami. Bei den Beckdorfern lief zwar auch nicht alles rund. Aber sie hatten Stefan Völkers in ihren Reihen. Der erst vor Kurzem reaktivierte Ex-Zweitligaspieler übernahm beim SVB die Verantwortung und warf seine Mannschaft wieder nach vorne.

Bis zum 17:18 blieben die Elsflether noch dran. Nicht zuletzt wegen aufkommender Hektik und zu früh abgeschlossener Angriffe verbauten sie sich aber ein besseres Ergebnis. Die offene Manndeckung in den letzten 90 Sekunden gab der Partie auch keine Wendung mehr.

„Wir werden natürlich weiter kämpfen und alles für den Klassenerhalt geben“, sagte Adami. Aber wenn am kommenden Wochenende kein Auswärtssieg beim bereits fest stehenden Meister SG VTB Altjührden herausspringt, war es da wohl vorerst mit Oberliga-Handball in Elsfleth.

ETB: Völkers, Danielzik - Zindler (5), Santen (4), Pille (4/3), von Lien (3), Oberegger (3), van Dreumel (1), Janßen, Sibahi, Pape, Rambau, Wille, Bolte.

Spielstationen: 4:4 (9.), 5:9 (19.), 11:12 (30.), 14:15 (42.), 17:18 (49.), 19:22 (56.), 20:23 (60.).

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