FEDDERWARDERSIEL Als großes gesellschaftliches Ereignis hat der Klootschießer- und Boßelverein Fedderwardersiel am Sonnabend die Weihe seiner neuen Fahne zelebriert. Der Vorsitzende Söhnke Thaden freute sich über die rund 160 geladenen Gäste, die in den „Hof Iggewarden“ gekommen waren. Pfarrer Hartmut Blankemeyer weihte die neue Vereinsfahne in Anwesenheit vieler befreundeter Vereine und der Verbandsvertreter.

Die Festansprache hielt der Bürgermeister der Gemeinde Butjadingen und ehemalige Vorsitzende des Klootschießer-Kreises I Butjadingen, Rolf Blumenberg. Er versuchte Antworten auf die Fragen nach dem Sinn von Vereinsfahnen und der Zukunftsfähigkeit für den Verein zu beantworten.

Fahnen hatten in früheren Zeiten militärische Bedeutung und waren nicht zuletzt Markierungszeichen im Feld. Vereinsfahnen standen für Ehre, Treue und Kameradschaft und waren Orientierungspunkte und ein Symbol für Werte. Die Fahnen und die dazugehörigen Fahnenweihen seien seit nunmehr 150 Jahren Bestandteil des Vereinslebens, sagte Blumenberg.

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Ohne Werte und Regeln sei ein funktionierendes Vereinsleben auch in 100 Jahren nicht denkbar. Die Fahne sei die Seele des Vereins und stehe für bleibende Ziele und Regeln, die sich die Mitglieder gegeben haben. Die Fahne sei demnach die Konstante im Verein und ein Zeichen für die Solidarität und ein Bekenntnis zu den Traditionen. Nun sei auch der Boßelverein Fedderwardersiel durch die Fahne vollständig geworden, sagte Blumenberg.

Klootschießervereine stünden heute noch im Mittelpunkt der Dörfer, die ansonsten an gesellschaftlichem Leben sehr viel ärmer geworden seien. Um so wichtiger seien die Vereine, der Wettstreit und auch das gesellige Miteinander danach. „Ich trinke lieber einen Schluck zu viel als zu klauen", fasste Blumenberg sein Plädoyer für das Vereinsleben zusammen.

„Zusammegehen und zusammenstehen" war das Motto von Pastor Blnkemeyer bei seiner offiziellen Fahnenweihe. Mit dem Entschluss die Fahne zu bestellen hätten die Mitglieder zusammengestanden und sich mutig in die Zukunft gewendet. Die Fahne bringe die Menschen zusammen und stehe für eine Gemeinschaft. Nach der Weihe erhoben sich alle Anwesenden und sangen das Butjarland-Lied.

Anschließend sprach Uwe Jürgens, 2. Vorsitzender des Klootschießer-Landesverbandes Oldenburg, sein Grußwort und lobte den würdigen Rahmen. Geschenke überbrachte auch der 3. Vorsitzende des Kreises I, Karl-Heinz Husmann – unter anderem eine „adlige Holzkugel". Auf die Gäste wartete ein leckeres Buffet und für die spätere Tanzmusik sorgte die Band „Esprit", die zum Festball aufspielte.

Der Klootschießer- und Boßelverein Fedderwardersiel ist einer der jüngsten Vereine im Landesverband Oldenburg und wurde 1955 ursprünglich als reiner Frauenverein gegründet. Erst seit 1993 dürfen auch Männer eintreten. Heute zählt der Verein rund 100 Mitglieder, von denen die Hälfte männlich ist.

Schon vor sieben Jahren entstand die Idee zur neuen Fahne, wurde aber zunächst wieder verworfen, da das Geld für die rund 3000 Euro teure Anschaffung fehlte. Erst dank der Geldgeschenke bei der 50-Jahr-Feier vor zwei Jahren und der Ausrichtung der Kreismeisterschaften im vergangenen Jahr sowie weiteren Sponsorengeldes konnten die Mitglieder ernsthaft an die Investition für eine neue Fahne denken. Dabei wurde das Motiv der bisherigen Vereinsfahne – ein Kutter vor untergehender Sonne – beim Neuentwurf aus der Feder von Kurt Henken beibehalten.

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