Diepholz /Elsfleth Sie haben’s im Hinspiel gemacht. Und auch im Rückspiel gaben sie sich keine Blöße: Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB besiegten die HSG Barnstorf/Diepholz. Am Samstagabend fuhren sie mit einem 30:26 (12:12) Erfolg im Gepäck zurück in die Wesermarsch. Damit setzten sie ihre Aufholjagd im Abstiegskampf fort.

Weil aber alle beim ETB wissen, dass der Weg zum Klassenerhalt noch lang und hart werden wird, hält sich die Euphorie in Grenzen. Abteilungsleiter Sascha Klostermann betonte zwar, dass das Team eine Vier-Punkte-Partie gewonnen habe und im Jahr 2020 noch ungeschlagen sei. Jubelarien blieben aus. Auch Elsfleths Spieler Béla Rußler vermied emotionale Ausbrüche. „Wir haben zwei Punkte geholt. Das ist in Ordnung.“

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Beide Teams verzeichneten zuletzt einen Aufwärtstrend. Der ETB holte aus den ersten beiden Spielen nach der Winterpause 3:1 Punkte. Barnstorf blickte auf zwei Siege und eine couragierte Leistung bei der Niederlage gegen Klassenprimus Cloppenburg zurück. Aufseiten der Gäste fehlte in Person von Markus Zindler eine der wichtigsten Offensivoptionen. Der verletzte Philipp Bolte übernahm das Coaching von der Bank aus und unterstützte Spielertrainer Florian Doormann. „Florian hatte den Hut auf, aber es ist wichtig, dass draußen einer sitzt, der beobachtet und gegebenenfalls eingreifen kann“, sagte Rußler.

Die erste Halbzeit

Die Barnstorfer nahmen Doormann von Beginn an in Manndeckung. „Dadurch hatten wir viel Platz – gerade am Kreis“, sagte Rußler. Martin Wille nutzte das aus, indem er viele Siebenmeter herausholte. Es gab laut Rußler aber auch ein Aber. „Zwischendurch hat unser Spiel ein wenig gestockt, weil wir mit dieser Variante der Barnstorfer nicht unbedingt gerechnet haben“, sagte er. Zur Pause stand es 12:12.

Die zweite Halbzeit

Es blieb spannend. Zwischendurch setzte sich der ETB mal ab 21:18 (41). Aber Barnstorf blieb dran und ging in der 53. Minute mit 26:25 in Führung. „Wir haben zwar sehr konzentriert gespielt, aber zwischenzeitlich fehlte uns mal das Tempo“, sagte Rußler.

Doch dann machten die Elsflether, um es mal umgangssprachlich zu sagen, die Schotten dicht. Sie ließen in den letzten sieben Minuten keinen Gegentreffer mehr zu, traf aber selbst fünf Mal. In die Karten gespielt habe dem ETB die Zwei-Minuten-Strafe gegen Kevin Heemann, der sich ungerecht behandelt gefühlt und das deutlich formuliert habe, sagte Rußler.

Die ANalyse

„Es war schon überraschend, dass wir unseren Stiefel in allen Phasen heruntergespielt haben“, sagte Rußler. „Wir sind nie hektisch geworden.“ Das Team habe eine große Ruhe ausgestrahlt. „Das ist ein großer Schritt nach vorne in unserer Entwicklung.“

Die Tabellensituation

Der ETB ist vom letzten Tabellenplatz auf den vorletzten Rang geklettert. Neues Schlusslicht ist die TSG Hatten/Sandkrug, deren Spiel gegen Bissendorf ausgefallen ist. Die Elsflether verkürzten den Abstand auf eine Gruppe mit vier Teams, die 11:21 Punkte auf dem Konto haben, bis auf zwei Zähler. Diese Mannschaften hatten am Samstag allesamt verloren. Rußler freute sich deshalb über einen Spieltag, der „endlich mal“ im Sinne des ETB gelaufen sei.

Die Statistik

Elsflether TB: Kevin Danzielzik, Marcel Völkers, Matthias Wagenaar, Malte Jansen, Florian Doormann (10 Tore/6 Siebenmeter), Jannes van Dreumel (5), Martin Wille (3), Lasse Pape, Bastian Rambau, Béla Rußler (4/1), Christopher Santen (7), Fynn Oberegger (1), Justus Pille (1).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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