Zwei Jahre lang trainierte Dennis Ley die Fußballer des SV Brake und hielt sie in der Landesliga. Seinen größten Erfolg als Coach erzielte er aber jetzt mit der Leher Turnerschaft Bremerhaven. Nach dem 9:8-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den Bremer SV im Bremer Verbandspokal hat sich Ley mit seinem Team für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert.
Frage: Glückwunsch zu diesem großen Erfolg. Aber wieso hat das nicht mit dem SV Brake geklappt?

Ley: In Niedersachsen ist das alles ein bisschen schwieriger. Da muss man sich erst über den Bezirkspokal für den Verbandspokal qualifizieren. Im Bremer Verband ist das einfacher. Als Bremen-Ligist waren wir automatisch für den Verbandspokal gesetzt.

Frage: Der Finalgegner, der Bremer SV, hat eine überragende Saison gespielt – holte aus 30 Spielen 29 Siege und ein Unentschieden. Wie haben sie ihre Mannschaft auf das Endspiel vorbereitet?

Ley: Wir haben im Training viel Wert auf das spielerische Element gelegt. Wir wussten aber, dass wir einen richtig guten Tag erwischen mussten, um mithalten zu können.

Frage: Mit welchem Ziel sind Sie ins Finale gegangen?

Ley: In den beiden Punktspielen haben wir 1:6 und 0:9 verloren. Wir wollten eigentlich nur ein vernünftiges Ergebnis erzielen und ein würdiger Endspielgegner sein.

Frage: Haben Sie denn überhaupt an einen Sieg geglaubt?

Ley: Ehrlich gesagt, nein.

Frage: Was ging in Ihnen vor, als Marcel Kwant den entscheidenden Elfmeter zum 9:8 verwandelte?

Ley: Alle sind gleich Richtung Fan-Tribüne gelaufen, um zu feiern. Ich bin in die andere Richtung gegangen. Ich bin normalerweise eher ruhig, aber in dem Moment hatte ich einen emotionalen Ausbruch. Ich konnte es einfach nicht fassen. Es sind auch ein paar Tränen geflossen. Deswegen war ich auch froh, dass ich in dem Moment ganz alleine war.

Frage: Am 11. Juni findet die Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals statt. Haben Sie einen Wunschgegner?

LEy: Ich persönlich eigentlich nicht. Aber bei uns im Umfeld hätten alle natürlich gerne einen namhaften Gegner, am liebsten Bayern oder Dortmund. Für Hobbysportler wie uns ist es eine einmalige Sache, sich mit Vollprofis messen zu dürfen.

Frage: Haben Sie noch Kontakte nach Brake?

Ley: Ja. Nicht jede Woche, aber hin und wieder schon. Besonders jetzt nach dem Pokalsieg haben sich viele ehemalige Spieler und auch Funktionäre bei mir gemeldet und uns gratuliert. Das hat mich wahnsinnig gefreut. Das bedeutet ja auch, dass ich in Brake ganz gute Arbeit geleistet habe – auch zwischenmenschlich hat es gepasst. Ich verfolge alle Ergebnisse der Braker. Das Interesse am SVB ist immer vorhanden gewesen.

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