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ABBEHAUSEN Es fehlen nur noch ein paar Bilder im Panini-Album. Aber Henrike Bultmann ist zuversichtlich, dass sie die auch noch bekommt. Zum Glück hat sie eines von Alexandra Popp. Das ist die Lieblingsspielerin der Zehnjährigen. Warum gerade Alexandra Popp? „Weil sie gut spielt, ist doch klar“, sagt Henrike und zieht sich die Stutzen hoch. Sie kennt sich aus, spielt bei den E-Mädchen des TSV Abbehausen, meistens im Mittelfeld. Gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen ist sie Kreisliga-Meister geworden. Und wie: Alle zehn Spiele haben sie gewonnen, 114 Tore geschossen und gerade einmal 5 kassiert.

Der Fußball ist angekommen bei den Mädchen und Frauen. Als Sascha von Minden vor 15 Jahren die erste Mädchenmannschaft übernahm, war das noch anders. Gemeinsam mit Reiner Heidemann und vielen anderen hat er eine Abteilung innerhalb der Abteilung aufgebaut. Inzwischen kicken beim TSV 50 Mädchen und 20 Frauen. In vielen Vereinen noch vor Jahrzehnten belächelt, ist der Mädchenfußball zu einer festen Größe geworden, nicht nur beim TSV Abbehausen. Und die Erfolge der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft haben dazu beigetragen, dass der Fußball bei den Mädchen immer populärer wird.

Henrike ist nicht die einzige bei den TSV-Mädchen, die sich im Frauenfußball auskennt. Auch Lotta Freese schaut sich die Spiele der Frauen-Nationalmannschaft an. Sie findet Birgit Prinz gut. Die Torjägerin steht auch bei Sarah Kruse von den D-Mädchen hoch im Kurs, „weil sie kämpferisch ein Vorbild ist.“ Das findet auch Pia Ahlers, obwohl die Zwölfjährige lieber den Männern beim Fußballspielen zuguckt. Und am roten Trikot, das sie am liebsten beim Training trägt, ist unschwer zu erkennen, für wen ihr Fußball-Herz schlägt: für Bayern München. Ihre Lieblinge sind Schweinsteger, Robben und Co.

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Henrike findet den Frauenfußball besser: „Die Männer passen den Ball tausendmal zurück. Die Frauen machen das nicht.“ Die anderen Mädchen in ihrer Mannschaft schauen Frauen und Männern gleich gerne zu. Nur eines finden sie „fies“: Dass die Männer beim Fußball viel mehr Geld verdienen.

Leonie Schüler von den D-Mädchen steht auf Kim Kulig, „weil die so gut dribbeln kann.“ Auch Regina Keierleber steht auf elegante Dribblings. Deshalb mag sie den wuseligen Marko Marin von Werder Bremen so gern. In einer Hinsicht ist sie dem Ballkünstler von der Weser aber weit voraus. Regina hat 40 Tore in der abgelaufenen Saison geschossen.

Einige TSV-Mädchen haben übrigens schon ein WM-Spiel im Stadion gesehen. Sie waren in Wolfsburg bei der Partie Mexiko gegen England. Nächsten Mittwoch fährt der Verein mit den Mädels wieder nach Wolfsburg – zum Spiel Schweden gegen England.

Die Trainer Rainer Ahlers und Sascha von Minden gehen davon, dass nach den Sommerferien weitere Mädchen zum Fußball kommen, wenn die deutsche Mannschaft erfolgreich spielt. Und daran haben ihre Schützlinge keinen Zweifel. Henrike, Lotta, Pia und alle anderen sind sich sicher: Deutschland wird Weltmeister.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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