Wesermarsch Diese Niederlage werden die Fußballerinnen des SV Brake lange in Erinnerung behalten – und nicht, weil sie die erste in einem Punktspiel der Saison 2016/2017 war. Im Heimspiel gegen die SG Gehlenberg-Neuvrees/Hilkenbrook/Rastdorf führte die Mannschaft von Trainer Jonny Peters am Sonntag nach sechs Minuten mit 2:0. Anschließend brach sie ein und verlor gegen den Aufsteiger mit 2:8 (2:4).

In der Kreisliga unterlag die SG Großenmeer/Bardenfleth der SG STV/ESV Wilhelmshaven auswärts mit 1:3. Die SG ESV/1. FC Nordenham verlor gegen den Polizei SV Oldenburg daheim mit 3:4.

Bezirksliga

SV Brake - SV Gehlenberg-Neuvrees/Hilkenbrook/Rastdorf 2:8 (2:4). Brakes Coach Peters war bedient. „Die ersten Minuten waren okay“, sagte er. Seine Mannschaft lag nach sechs Minuten mit 2:0 vorne. Aber: „Danach ging bei uns gar nichts mehr.“ Die überragenden Stürmerinnen Isabelle Sommerer (vier Tore) und Lina Hansa (drei Tore) spielten mit der Braker Abwehr Katz und Maus. Sommerer sei die schnellste und technisch stärkste Spielerin die er bisher in der Bezirksliga gesehen habe, sagte Peters.

Doch seine Mannschaft habe Gehlenbergs Stürmerin auch zum Toreschießen eingeladen. „Wir standen einfach zu weit weg vom Gegner und haben die Wege frei gemacht“, sagte Peters. Dass seine Elf besser spielen könne, habe sie schon gezeigt, meinte er. „Aber uns fehlt die Beständigkeit, um uns oben festzusetzen. Wir sind eben ein Überraschungsei.“

Tore: 1:0 Sabrina Warns (2.), 2:0 Jennifer Corssen (6.), 2:1 Isabelle Sommerer (8.), 2:2 Lina Hansen (15.), 2:3 Sommerer (25.), 2:4 Michelle Bruns (30.), 2:5, 2:6 Sommerer (53., 64.), 2:7, 2:8 Hansen (87., 89.).

Rote Karte: Lan Jie Pham (SV Brake, 43., Notbremse)

SV Brake: Laura Ruck - Lan Jie, Katarina Dzambas, Irina Katzendorn, Liza Seelemeyer, Kerryn Heise, Marieke Schnare, Louisa Hollmann, Alina Wieting, Jennifer Corssen, Sabrina Warns; Selina Schinkel, Ivana Rostalski, Rachel Menze

Kreisliga

SG STV/ESV Wilhelmshaven - SG Großenmeer/Bardenfleth 3:1 (2:0). 90 Minuten lang suchten die Großenmeererinnen ihren Rhythmus – aber sie fanden ihn nicht. Und sie hatten Pech: In der elften Minute lenkte Nina Schröder eine Ecke der Wilhelmshavenerinnen ins eigene Tor. Anschließend spielten die Großenmeererinnen zwar nach vorne. Indes waren Chancen Mangelware. Es kam, wie es kommen musste. Nach einer Parade von Großenmeers Torhüterin Martina Vögel staubte Kim Schreier zum 2:0 ab (44.).

In der Pause besannen sich die Großenmeererinnen. Sie spielten nach dem Wechsel engagiert. Das zahlte sich aus: Pauline Lenz erzielte in der 48. Minute den Anschlusstreffer. Die Großenmeererinnen dominierten anschließend, standen sich aber mit zahlreichen Fehlpässen selbst im Weg. Die Wilhelmshavenerinnen hatten auch das nötige Glück: Emine Cetin nutzte einen Abpraller im Großenmeerer Strafraum zum 3:1 (63.). Anschließend mühten sich die Großenmeererinnen zwar, noch einmal heranzukommen. Aber es lief einfach nicht rund.

Tore: 1:0 Nina Schröder (11., Eigentor), 2:0 Kim Schreier (44.), 2:1 Pauline Lenz (48.), 3:1 Emine Cetin (63.).

SG: Martina Vögel - Annika Bunjes, Julia Mönnich, Julia Ficke, Nina Schröder, Tina Schröder, Kerstin Hayen, Jurkea Maas, Pauline Lenz, Hanna Gebken, Ann-Kathrin Lameyer; Annika Rogge, Julia Wefer, Kaatje Scheibel.

SG ESV/1. FC Nordenham - Polizei SV Oldenburg 3:4 (1:2). Die Nordenhamerinnen gingen durch Nicola Schulz früh in Führung (4.) und dominierten anschließend. Zur Pause lagen sie aber mit 1:2 zurück. Nordenhams Trainer Karl-Heinz Drieling fühlte sich und sein Team ungerecht behandelt. „Beide Gegentreffer sind aus klaren Abseitspositionen gefallen“, sagte er. Kurz nach der Pause kassierten die Nordenhamerinnen das 1:3. Drieling sprach erneut von einem irregulären Treffer. Dem Tor sei ein klares Foul an einer Nordenhamerin vorausgegangen, sagte er. Doch das blieb ungeahndet. „Das ging gar nicht. So macht das keinen Spaß“, schimpfte Drieling.

Seine Mannschaft spielte zwar unverdrossen nach vorne und schnupperte bis zum Schluss an einem Punkt. Aber am Ende stand sie mit leeren Händen da. Drieling war dennoch mit der Leistung seiner Elf zufrieden. „Wir waren die bessere Mannschaft.“

Tore: 1:0 Nicola Schulz (4.), 1:1, 1:2, 1:3 Daniela Kollmann (26., 34., 48.), 2:3 Dominique Minssen (53.), 2:4 Kollmann (83.), 3:4 Neele Büsing (85.).

SG: Tilischa Pump - Fenja Stache, Lena Stührenberg, Nicola Schulz, Jessica Schumacher, Neele Büsing, Kim Schau, Sandra Bienert, Ricarda Wetsch, Dominique Minssen, Sabine Meiners; Nathalie Finger, Sopie von Nethen, Tomke Schöckel, Ilka Diekmann.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham

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