Osnabrück /Brake Die Landesliga-Fußballer des SV Brake müssen am Sonntag Farbe bekennen. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Sebastian Schütte gastieren sie beim SC Türkgücü Osnabrück. Anpfiff der Partie ist um 14 Uhr im Stadion Schinkelberg an der Weberstraße.

Unentschieden (2:2 und 4:4) endeten die Duelle der Teams in der vergangenen Saison. Türkgücü steht mit 18 Punkten auf Platz fünf. Die Gastgeber benötigen die Punkte, um oben anzugreifen. Die Braker wollen Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln.

Das 2:8 am Sonntag gegen Vorwärts Nordhorn führte zur Trennung von Schütte. Letztlich hatte er einfach nicht die notwendigen Ergebnisse liefern können. Mit diesem Erfolgsdruck muss jeder Übungsleiter leben. Schüttes Nachfolger soll am Sonntag in Osnabrück schon auf der Trainerbank sitzen.

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Fakt ist: Zwischen Trainer und Mannschaft stimmte die Chemie nicht. Schütte beklagte unter anderem fehlende Akzeptanz seiner modernen Trainingsmethoden in Mannschaft und Umfeld. Auf der anderen Seite muss sich der Coach ankreiden lassen, dass er die Gegner nach den Spielen meist als Top-Mannschaften bezeichnete, seine Elf kämpfe aber vom ersten Spieltag an nur gegen den Abstieg. Damit nahm er seiner Mannschaft eine Menge Selbstvertrauen.

Nordhorn kam mit Leichtigkeit zu acht Toren – manchmal erst im dritten Versuch ohne Gegenwehr. Die Braker Spieler wirkten gedanklich nicht auf der Höhe.

Christopher Nickel hatte schon nach dem 2:2 gegen den VfL Oythe gesagt: „Die Trainingsarbeit während der Woche spiegelt sich im Punktspiel wider.“ Die Leistung gegen den VfL war durchschnittlich.

Bjarne Wiesehan legte nach dem 2:8 gegen Nordhorn nach: „Spätestens nach dem 2:5 macht eine clevere Mannschaft hinten dicht.“

Bersenbrücks Trainer Farhat Dachech hat zudem nicht ganz unrecht mit der Aussage, dass es Brake in der Defensive an Spielern mit der nötigen Schnelligkeit fehlt. Deutlich wurde dieses Manko auch gegen Nordhorn. Schwach getretene Flanken nach Standards nutzte der Gegner zu gefährlichen Kontern.

„Wir werden Brake nicht an dem Ergebnis gegen Nordhorn messen. Denn der Schuss kann schnell nach hinten losgehen“, sagt Nihat Dery, Trainer des SC Türkgücü Osnabrück. „Die 90 Minuten werden eine Eigendynamik genommen haben. Das passiert“, meint der Trainer, und stellt ausdrücklich klar, dass alle Mannschaften in der Landesliga stark seien.

Auch Türkgücü hatte in der vergangenen Saison ein Tief wie Brake. Erst nach einer 0:6-Niederlage gegen den VfL Oythe endete eine Serie von sechs sieglosen Spielen. Danach ging es mit dem am 30. November 1986 gegründeten Fußballverein bergauf.

Während Derya keine Ausfälle beklagt, hat Brake eine lange Verletztenliste. Daniel Hämsen und Tilmann Bischoff, der am Knie operiert werden muss, fallen bis zur Rückserie aus. Julian Lachnitt, Thorsten Hagels, Fabian Milz und Bjarne Wiesehan verletzten sich gegen Nordhorn.

Ihr Mitwirken in Osnabrück ist ungewiss. Sebastian Brehmer und Christian Hillje, die gegen Nordhorn privat verhindert waren, werden wieder dabei sein.

Türkgücü gewann am Vorsonntag in Friesoythe mit 3:1 dank einer starken ersten Halbzeit. Stürmer Furkan Güraslan führt mit zwölf Treffern die Torjägerliste der Landesliga an„ Er hat gegen Friesoythe nicht getroffen, weil er sehr mannschaftsdienlich agiert hat“, sagt Derya.

Wie in Brake arbeitet auch Türkgücüs Fußballvorstand nur kommisarisch. Zwar wurde im vergangenen Februar ein neuer Vorstand gewählt, doch per Gerichtsbeschluss sind die Wahlen für ungültig erklärt worden, da einigen Vereinsmitglieden das Stimmrecht fehlte. Am 6. Dezember wird in Osnabrück daher neu gewählt.

Vorbildlich ist die soziale Arbeit im Verein. Am Tag der deutschen Einheit gab es unter anderem ein Integrationsfest, welches großen Anklang fand. Nicht mehr dabei ist der Ex-Schalker Torjäger Ali Göl, der Türkgücü in die Landesliga geschossen hatte. Er spielt mittlerweile für die Alt-Herrenmannschaft des VfL Osnabrück.

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