Brake Mit einem 4:1 (1:0)-Erfolg gegen Kickers Wahnbek haben die Landesliga-Fußballer des SV Brake am Sonntag ihr Saisonziel – den Klassenerhalt – so gut wie erreicht. Durch diesen Sieg ist der Vorsprung auf den Tabellenkeller fast uneinholbar auf 15 Zähler angewachsen. „Nun wollen wir in den drei noch ausstehenden Begegnungen auch die 50-Punkte-Marke knacken“, sagte der Braker Co-Trainer Denis Tanriverdi, der den beruflich ortsabwesenden Cheftrainer Dennis Ley vertrat.

Die beiden Kontrahenten boten den Zuschauern ein kleines Spektakel: Neben den fünf Toren gab es drei Platzverweise, einen Elfmeter und viele verbale Scharmützel. Normen Hartmann (45.) köpfte Brake nach einem Torwartfehler von Vivian-Phil Bartz in Führung. Muhdi Torabian (68.) glich für spielstarke Ammerländer aus. Nur 60 Sekunden später traf der eingewechselte Christopher Nickel zum 2:1 für die Gastgeber. Julian Lachnitt (78.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 3:1. Wiederum Nickel (84.) rechtfertigte mit dem 4:1 sein Mitwirken.

„Wir lassen Brake erstmal spielen“, hatte Claaßen vor dem Anpfif gesagt. Weit gefehlt: Die Kickers-Abwehr stand hoch. Es gab eine ausgeglichene Begegnung.

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Turbulent verlief die 53. Minute: Der Braker Arthur Hoffmann und der Gästespieler Jannik Brandt sahen beide nach einem Zweikampf die Rote Karte. „Mein Foul an Brandt war nicht großartig regelwidrig. Dagegen hat Brandt mich danach geschubst“, schilderte Hoffmann die Szene. Kickers-Trainer Frank Claaßen und Tanriverdi waren einer Meinung: „Gelb für beide wäre die richtige Lösung gewesen.“ Torhüter Bartz (77.) sah bei den Gästen wegen einer Notbremse ebenfalls die Rote Karte. Lachnitt verwandelte den daraus resultierenden Foulfelfmeter.

Wahnbek beendete das Spiel mit nur acht Feldspielern. Claaßen nahm Maschalino Dusbaba für Bartz vom Feld. Ersatztorhüter Max Braun kam so zu einem Einsatz. „Entscheidendes fiel fast alles gegen uns. Wir waren nicht die drei Tore schlechter“, meinte Claaßen, der beim 0:1 ein Foulspiel vom Torschützen Hartmann gesehen hatte.

In den ersten zehn Minuten nach der Pause hatte Wahnbek eine sehr starke Phase, die Braker Abwehr schwamm. Tanriverdi erkannte richtig: „Das stimmte bei uns die Ordnung im Zentrum der Abwehr nicht.“

Eine weitere Schlüsselszene war die 69. Minute: Brake gelang nach dem Ausgleich postwendend die Führung: „In Halbzeit zwei hat sich unsere spielerische Qualität durchgesetzt“, urteilte Tanriverdi. Einem Tor von Christian Hillje (72.) wurde die Anerkennung verweigert, weil er Bartz das Leder aus der Hand geschlagen haben soll. Eine umstrittene Entscheidung.

In Überzahl spielte Brake clever. Mit aller Macht wollte der SVB kein weiteres Tor bei geöffneter Abwehr erzielen. Vielmehr gab es einen geordneten Spielaufbau. Es wurde bis zum finalen Pass gewartet. Daniel Hämsen, Christian Hillje und Sebastian Brehmer hätten in der Schlussphase weitere Treffer erzielen können. Gefährlich wurde Brake dann, wenn nur mit einem Kontakt gespielt wurde. Allerdings muss die Elf vor allem in den Heimspielen daran noch feilen. Der Mannschaft war es egal: Noch auf dem Spielfeld feierte sie den wohl perfekten Klassenerhalt und Platz sechs mit Sekt.

Wahnbeks Vereinspräsident Thorsten Klang blickte nach der Partie in die Zukunft. „Wenn wir nicht absteigen sollten, ist es nicht sicher, dass wir uns freiwillig zurückziehen.“ Bekanntlich wird der Verein von der Steuerfahndung geprüft. Coach Frank Claaßen wird nach dieser Saison – so der so – aus beruflichen Gründen pausieren.

Tore: 1:0 Hartmann (45.), 1:1 Torabian (68.), 2:1 Nickel (69.), 3:1 Lachnitt (78. Foulelfmeter), 4:1 Nickel (84.).

SVB: Wieting; Lachnitt, Hoffmann, Hartmann, Wiesehan, Brehmer, Hämsen, Schwarze (88. Luca), Helmcke (83. Palahnyuk), Pleus (60. Nickel), Hillje.

  Das Spiel SC Melle gegen Türk Gücü Osnabrück, das beim Stande von 1:1 wegen Fan- und Spielerausschreitungen abgebrochen wurde, wird mit drei Punkten und 5:0-Toren für Türk Gücü gewertet.

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