Brake Das 0:3 beim SV Wilhelmshaven führte dazu, dass der SV Brake die Rote Laterne der Fußball-Landesliga übernommen hat. Die Kreisstädter sind als einziges Team punktlos. Am Sonntag (15 Uhr, Stadion an der Bahnhofstraße) will die Elf von Trainer Sebastian Schütte gegen den SV Bad Rothenfelde die ersten Punkte sammeln. Gelingt dies nicht, wird der SVB auf unbestimmte Zeit im Tabellenkeller bleiben. SVR-Trainer Günter Baerhausen wird Brake nicht unterschätzen: „Wir wollen nicht das erste Team sein, dass gegen Brake Punkte lässt. Wir werden die Aufgabe mit einer vernünftigen Einstellung angehen.“

Mutloser Auftritt

Brakes Auftritt in Wilhelmshaven war mutlos. Die Negativserie hat psychisch Spuren hinterlassen. Fehlendes Selbstvertrauen ist allen anzumerken. Im Jadestadion schlichen die Spieler mit hängenden Köpfen vom Platz.

Brakes Spiel fehlt das erforderliche Maß an Aggressivität. In Wilhelmshaven produzierten die Braker eine Fülle von leichten Abspielfehlern. Damit machten sie den Kontrahenten stark. Norbert Herrmann, Sportliche Leiter des SV Wilhelmshaven, hatte Recht: „Wir kamen von Minute zu Minute besser ins Spiel.“ Gegen die Kritik, zu wenig Laufbereitschaft gezeigt zu haben, wehrte sich Brakes Offensiv-Ass Christian Hillje in dieser Woche aber vehement.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Derweil lobt Coach Müller seine Innenverteidiger Bjarne Wiesehan und Julian Lachnitt. Wiesehan musste verletzungsbedingt zur Halbzeit durch Normen Hartmann ersetzt werden. Der Braker Trainer hatte auch eine teils gute Defensivarbeit gesehen: „Der SVW hat sich doch keine Chancen aus dem Spiel heraus erarbeitet.“

Die ersten beiden Gegentore resultierten aus Standardsituationen. „Beide Male waren Abwehrspieler den Torschützen zugeordnet“, moniert der Coach ein halbherziges Zweikampfverhalten. Das 0:1 ging auch auf die Kappe von Torhüter Patrick Lahrmann, der bei der Ecke auf der Linie kleben blieb und im Torraum nicht entscheidend eingriff.

Bad Rothenfelde ist eine unbequeme Truppe. Die Spieler von Trainer Günter Baerhausen verstehen es hervorragend, aufkommenden Spielfluss beim Gegner schnell zu unterbinden. Auch SVW-Trainer Dario Fossi hält das Team aus dem Teutoburger Wald für spielstark: „In der Mannschaft stimmt die Ordnung.“

Mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden belegt der SVR den achten Tabellenplatz. Das Torverhältnis ist mit 10:10 Treffern ausgegleichen. „Wir führen gerade einen personellen Tapetenwechsel durch. Acht Spieler sind gegangen, neun Akteure müssen wir ersetzen“, begründet der SVR-Coach die Tabellensituation.

Baerhausen weiß, dass ein angeschlagener Kontrahent wie Brake schnell zur alten Form zurückfinden kann: „Da reicht manchmal ein Funke aus irgendeiner Situation heraus – und es läuft wieder.“ Mit den Spielern Patrick Fiß, Torsten Kuhlmann und Artöm Pfannenstiel verfügt Baerhausen über eine erfahrene und torgefährliche Offensive. Die meisten Saisontore hat der junge Mike Eger (drei Treffer) bisher erzielt.

Moral stimmt

Beim 2:2 gegen Hansa Friesoythe kassierte das Team zwei Kopfballgegentore. Aber die Moral in der Baerhausen-Elf stimmte. Das Team holte gleich zweimal einen Rückstand auf. Baerhausen zog vor der Leistungsstärke der Friesoyther seinen Hut: „Die waren wirklich gut.“ Diese Meinung hatte der neutrale Beobachter beim Spiel in Wilhelmshaven über Brake nicht. Viele der 251 zahlenden Zuschauer waren verblüfft vom schwachen Auftritt des SVB.

Zwar ist die Saison noch jung, Tendenzen lassen sich aber schon erkennen. Punkte, die zu Beginn geholt werden, können schließlich Gold wert sein, wenn die lange Saison an den Kräften nagt.

Brake wird sich auf ein offensivstarkes Rothenfelde einstellen müssen: „Defensiv können wir gar nicht spielen“, sagt Baerhausen, der sich im übrigen immer mal wieder das eine oder andere Scharmützel mit Schüttes Vorgänger Dennis Ley geliefert hat. Aber er zollt Ley Respekt. „Der hat wirklich klasse Arbeit gemacht.“ Der SVB wird sein Kämpferherz auspacken müssen, um Rothenfelde zu schlagen. Das ist keineswegs unmöglich: Defensiv scheint der SVR verwundbar.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.