Brake Die Anzeigetafel zeigte das Endergebnis der Begegnung der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SV Brake und dem SV Ofenerdiek in roten Zahlen gnadenlos an: Die Braker hatten am Sonntag ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus der Huntestadt mit 1:3 (0:2) verloren. Gästetrainer Brian Adamovic, der das Amt beim SVO erst während der vergangenen Woche übernommen hatte, lag mit seiner Aussage richtig: „Wir haben in der Abwehr nicht viel zugelassen und waren vorne im Torabschluss sehr effektiv.“

Rot gilt als Farbe des Feuers und des Blutes. Feuer – und die damit verbundene Energie – ließ der SVB in seiner Spielweise völlig vermissen, denn wiederholt wurde mit wenig Kreativität der Querpass gesucht.

Blau waren die Fußballschuhe des Braker Spielgestalters Normen Preuß, der trotz einer hartnäckigen Muskelverletzung im Hüft-/Leistenbereich in der Schlussphase eingewechselt wurde. Mit ihm entstand endlich einmal Torgefahr, die seine Mitspieler zuvor gänzlich vermissen ließen.

Ergebniskosmetik

Miklas Kunst sorgte mit seinem Kopfballtreffer (86.) für Ergebniskosmetik. Da seine Nebenleute Jan Speer und Ilhan Tasyer im Sturm ohne Wirkung blieben, erlebte Gäste-Torwart Gunnar Wellhausen einen ruhigen Nachmittag. Sein Können musste er nur sehr selten abrufen. „Wir haben uns die ersten zwei Gegentore wieder bei Standardsituationen gefangen“, ärgerte sich der 31-jährige Braker Fußballtrainer Loay Mohammed. Jeweils nach einer Ecke von Christoph Schmidt trafen Jannik Brandt und Stephan Hortmann-Scholten per Kopf zur 2:0-Führung.

Thomas Hortmann-Scholten ließ nach einem Konter spät das 3:0 folgen, ehe Kunst traf. Glück und Unglück hatten gleich zwei Braker Akteuren. Sezgin Tavan wurde zur Halbzeit für Philipp Winkler eingewechselt, um dann wieder in der Schlussphase für Normen Preuß zu weichen. „Wir wollten offensiver spielen in der Schlussphase“, begründete Mohammed diese Auswechslung. Pech dann für Yildirim, der sich kurz nach seiner Einwechslung einen Ballverlust leistete. Der SVO konterte blitzschnell und erhöhte auf 3:0. Kurz darauf bereitete der Ex-Esenshammer jedoch das Tor von Kunst mit einer Direktabnahme vor.

Zweikampfstarke Gäste

„Wir sind bei der Trainersuche am Ball“, sagte Thade Daniel, Vorstandsmitglied der SVB-Fußballsparte. Zu Namen sagte er nichts. Gegen das engmaschige SVO-Abwehrnetz tat sich Brake schwer. Eins-gegen-eins-Situationen verbunden mit Torgefahr gab es zu selten. Die entscheidenden Zweikämpfe gewann zumeist der Gast.

Abramovic stellte mit Jannik Brandt seinen torgefährlichesten Torschützen in die Innenverteidigung: „Das hat er unter meiner Leitung bei den Turn- und Sportfreunden Eversten auch schon gespielt. Wir haben die meisten Gegentore in der Liga gefangen, da gilt es, mit allen geeigneten Maßnahmen erstmal kein Gegentor zu fangen.“ Brandt tauchte stets bei Standards im Braker Strafraum auf und belohnte sich mit dem Führungstreffer.

Tore: 0:1 Brandt (23., 0:2 S. Hortmann-Scholten (33.), 0:3 T. Hortmann-Scholten (84.), 1:3 Kunst (87.).

SVB: Langerenken; Schwarze, Winkler (46. Tavan, 79. Preuß), Pleus, Landwehr, Mathes, Cichon, Kühl, Kunst, Tasyer, Speer (74. Yildirim).

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