Blexen Bereits zum 35. Mal startete Sonntagmorgen die Deichwanderung zum Jahresabschluss. Grund genug für Theo Köhne, der die Veranstaltungen in allen Jahren organisiert hat, einmal Bilanz zu ziehen. Mehr als 1600 Wanderfreudige haben bislang an den Tagesausflügen entlang des Deiches vom Blexer Fähranleger bis nach Burhave teilgenommen. Im Schnitt sind das pro Jahr 50 Einheimische und Touristen.

In keinem Jahr ist die 16 Kilometer lange Wanderung ausgefallen, obgleich die Wetterbedingungen mit Schnee, Eis und Sturm beileibe nicht immer optimal waren. „Diese Wanderung hat so manche Ehe überlebt“, resümierte Theo Köhne am Sonntag lachend, als er morgens um kurz vor 9 Uhr die ersten Wanderbegeisterten bei verhältnismäßig milden 7 bis 8 Grad Celsius begrüßte.

Etwa die Hälfte der 44 Teilnehmer waren „Wiederholungstäter“, die sich seit langem kennen. Es sind in der Regel Nordenhamer, Butjenter und Stadländer. Aber auch von der anderen Weserseite und aus Bremen stoßen regelmäßig Interessenten dazu.

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Trotzdem gibt es auf jeder Wanderung immer wieder neue Gesichter. In diesem Dezember ist zum Beispiel erstmalig Helga Endom aus Blexen mit von der Partie gewesen, die in ihrer Freizeit und im Urlaub viel wandert und täglich spazieren geht. „Ich bin geübt“, sagte die 65-Jährige gut gelaunt. Genauso verhielt es sich mit Ursula Peschke-Maßmann, die ursprünglich aus Rosenheim kommt und erst vor dreieinhalb Jahren gemeinsam mit ihrem Mann ihren Wohnsitz von Oberbayern nach Volkers verlagert hat. Auch sie hält sich körperlich fit, ist oft mit ihren Nordic Walking-Stöcken am Deich unterwegs. „Theo Köhne ist ja quasi ein wandelndes regionales Lexikon“, ergänzte sie schmunzelnd. „Auf dieser Wanderung erfährt man bestimmt eine Menge über die Gegend hier.“

Die Künstlerin sollte nicht irren. Denn der mittlerweile 79-jährige Blexer ist in Sachen Heimatgeschichte mehr als gut bewandert. In diesem Jahr berichtete er vor allem über frühere Jahresabschluss-Wanderungen am Deich, die zum Teil aufgrund extremer Wetterlagen äußerst beschwerlich waren.

Andere Themen auf der diesjährigen Tour mit zwei Pausen in Tettens und Waddensersiel waren die Tierwelt an der Küste und die Verschmutzung der Deichlandschaft durch weggeworfenen Müll. An den beiden Zwischenstopps gab es in gewohnter Manier für alle Teilnehmer einen von Theo Köhne selbst aufgesetzten Wumken zum Aufwärmen.

Im Hotel Butjadinger Hof erwartete die mittlerweile hungrige Wandergruppe am Mittag die wohl verdiente Stärkung in Form einer heißen Erbsensuppe mit Wursteinlage. Horst Wittenberg, der seit vielen Jahren mitwandert, sorgte einmal mehr für den musikalischen Rahmen mit seiner Harmonika.

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