Blexen Das Bildmotiv vom Eröffnungswurf zum traditionellen Blexer Boßel-Wettkampf hat fast schon Kultcharakter: Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth als Vertreter der Mannschaft aus dem „Rest der Welt“, Seit an Seit mit dem Blexer Dorfgemeinschaftssprecher Rolf Bultmann – und doch mit einem Lächeln Aug in Aug als erklärte Gegner an der Kugel. Auch das diesjährige, inzwischen 36. amüsante Kräftemessen war wieder so spannend wie in den Vorjahren – und doch war es diesmal ganz anders.

Da das Vereinslokal Zur Alten Eiche nicht mehr zur Verfügung steht, hatten sich die Friesensportler für das Grünkohlessen im Anschluss die Steelwind-Kantine ausgesucht und hatten die CVJM-Küche mit dem Catering beauftragt. Für beides gab es seitens der Teilnehmer später ein dickes Lob.

Da nun nicht mehr Tettens, sondern die Monopiles-Schmiede das Wettkampfziel war, musste auch der Streckenverlauf grundlegend verändert werden: Zunächst ein paar hundert Meter unterm Deich landseitig in gewohnter Richtung, dann aber wieder zurück und noch viel weiter butendieks mit herrlichem Blick auf die Kulisse Bremerhavens. Die neue Strecke samt dem „klasse Ambiente“ kam bei den etwa 90 Spielern bestens an, zumal einerseits links des Wegs ein ein bis zwei Meter hoher Wall aus Treibsel aufgetürmt war, anderseits rechts der Deichfuß verlief, und so die Kugel eine gute Führung hatte. Rolf Bultmann sagte beeindruckt: „Die Kugeln liefen so gut wie nie. Es gab gewaltige Würfe.“

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Neu war dann auch der Zwischenstopp für Glühwein und Punsch, den zwar auch diesmal wieder die Dorfgemeinschaft Volkers vorbereitet hatte, doch diesmal fand er nicht auf dem Dorfplatz, sondern in der Halle des Weser-Luftsportvereins statt. Und natürlich durften auch die frisch in Fett gebackenen Berliner hier nicht fehlen. Diese Aufgabe hatte die Blexer Siedlergemeinschaft übernommen.

Weiter auf halbem Wege bis zur Steelwind-Kantine warteten schließlich auch noch die Aktiven der Freiwilligen Blexer Feuerwehr mit einer Verpflegungsstation.

Die größte Überraschung am traditionellen Boßel-Samstag aber ergab sich bei der Auswertung der Ergebnisse aller 18 Mannschaften: Zum ersten Mal in der Geschichte des amüsanten Wettkampfes „Blexen gegen den Rest der Welt“ gewannen sowohl die Frauen als auch die Männer aus Stadtrat, Verwaltung und Nordenhamer Industriebetrieben. Die Blexer Gastgeber hatten hier mit einem, da sogar mit guten acht Würfen das Nachsehen.

Zu verdanken, so der Dorfgemeinschaftssprecher anerkennend, sei der klare Vorsprung bei den Männern „aus dem Rest der Welt“ in erster Linie der ersten Mannschaft um Carsten Seyfarth und Ulf Riegel. Es seien allerdings nicht etwa der Bürgermeister selbst oder sein Stellvertreter dafür verantwortlich gewesen, sondern die drei Bauhofsmitarbeiter in der Riege, die alle Gegner „in Grund und Boden“ geboßelt hätten.

Ausgedurstet und ausgehungert ließen sich alle Spieler zum Abschluss Grünkohl und Pinkel so richtig schmecken. Dabei wurden Fritz Jacob und Heidrun Möllenbeck zum neuen Kohlkönigspaar gekrönt.

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