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Blexen Mit dem Frühling kommt wieder Leben auf den Flugplatz in Blexen. Die Luftsportler sind froh, dass die lange Pause ein Ende hat. Seit Oktober musste der Betrieb ruhen, weil die Start- und Landebahn auf dem Außendeichsgelände vom vielen Regen so stark durchnässt war. „In den Vorjahren konnten wir auch in der kalten Jahreszeit fliegen“, erzählt Günter Wührmann, „in diesem Winter war das nicht möglich.“ Er ist Vorsitzender des Premium Aerotec Weser-Luftsportvereins, der in Blexen sein Stammrevier hat.

Teil der Luftfahrt

Der Luftsport ist ein Teil der Allgemeinen Luftfahrt und bezeichnet alle Arten von sportlichen Aktivitäten mit oder in Luftfahrzeugen sowie deren Erwerb, Nutzung und Unterhaltung. In Blexen wird Luftsport mit einem Motorflugzeug (Viersitzer), vier Motorseglern und vier Segelflugzeugen (beides Zweisitzer) betrieben.

Dem am Blexer Bogen beheimateten Weser Luftsportverein gehören etwa 100 Mitglieder an. Seit 2016 ist dem Verein der Motor- und Segelklub Bremerhaven angeschlossen. Die Bremerhavener wechselten die Weserseite, weil ihr Flughafen in Boomsiel geschlossen worden war. Zudem sind Modellflieger auf dem Außengroden aktiv. Die Länge der Start- und Landebahn beträgt in Blexen 900 Meter, die Breite liegt bei 40 Metern. Die grüne Piste pflegen die Vereinsmitglieder aufwendig mit Schlegelmäher und Schlepper.

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Große Aufmerksamkeit bedarf es dabei bei den Hinterlassenschaften der Maulwürfe. Die Erdhügel müssen verschwinden, damit sie den Piloten bei den Starts und Landungen nicht das Leben schwer machen. Eine Asphaltlandebahn wäre da natürlich von Vorteil.

Gastflüge und Ausbildung

Gegen ein kleines Entgelt können Gäste bei den Piloten des Weser-Luftsportvereins mitfliegen. Allerdings müssen sie sich im Vorfeld unter der Telefon  04731/37612 anmelden.

Auch der Flugschein kann in dem Blexer Verein erworben werden. Die Ausbildung dauert bis zu zwei Jahre. Für Nachtflüge ist der Blexer Flugplatz nicht zugelassen. Auch während der Sail-Windjammerparade, die 2020 wieder in Bremerhaven ansteht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Luftraum über den Weserbogen gesperrt wird.

Unterschieden wird beim Fliegen zwischen einem leichten Luftverkehr und einem schweren Luftverkehr. Alles, was leichter als Luft ist und sich am Himmel bewegt, fällt unter die erste Kategorie. Beispiele dafür sind Heißluft- und Wetterballone. Der flugtechnische Fachbegriff für deren Fortbewegung lautet Fahren. Von einem schwerem Luftverkehr ist die Rede, wenn Motorkraft am Boden (Winde) oder in der Luft einen Auftrieb über die Tragflächen erzeugt, so dass die Flugzeuge aufsteigen und fliegen.

Fliegen am Boden

Der Modellflug zählt ebenfalls zur Allgemeinen Luftfahrt und wird als „Fliegen am Boden“ bezeichnet. Dazu gehören auch Drohnen.

Die Segelflugzeuge starten in Blexen mit Hilfe einer Winde, die sie in den Himmel hebt. Die Piloten suchen dann möglichst schnell eine Thermik – am besten in der Nähe von Kumuluswolken.

Durch die warme Luft kann der Flieger weiter auf Höhe steigen. Bei Nordwestwind währt die Freude über einen Segelflug allerdings nicht lange, denn die Weser lässt die Luft erkalten.

Vor allem auf Langstreckenflügen müssen die Piloten in einer guten körperlichen Verfassung sein. Das betonen Günter Wührmann und sein Vorstandskollege Cristian Müller, der im Verein für die Kassenführung zuständig ist. Sie verweisen darauf, dass es in den kleinen Cockpits ganz schön eng werden kann. Zudem sei bereits in 1500 Metern Höhe die Temperatur etwa 15 Grad kälter als am Boden. Eine Heizung an Bord gibt es nicht.

Segelflugzeuge können eine Geschwindigkeit von 280 Stundenkilometern erreichen. Motorsportflieger schaffen bis zu 220 Kilometer pro Stunde. Für Segelflugzeuge ist ein Rettungsfallschirm vorgeschrieben. Das hängt auch damit zusammen, dass eine Thermik viele Flieger anzieht und somit die Gefahr einer Kollision besteht. In den anderen Sportflugzeugen gibt es keine Fallschirme.

Wie vielen anderen Vereinen auch bereitet der Nachwuchsmangel den Weser-Luftsportlern einige Sorgen. Daher will der Vorstand die Öffentlichkeitsarbeit verstärken. Unter anderem ist für den 26. Mai ein Freiluft-Musikabend geplant, bei dem der Sänger und Gitarrist Hartmut Becker auftritt. Zudem soll am 1. September ein Schnuppertag stattfinden.

Beliebt bei den Luftsportlern sind Rallyes, die auch der Blexer Verein ausrichtet. Die Segelflieger bekommen per Global Positioning System (GPS) drei Positionen genannt, die sie ansteuern müssen. Die Kunst dabei ist, mit den unterschiedlichen Windrichtungen klar zu kommen. Motorisierte Piloten wiederum müssen bei den Wettbewerben verschiedene Flughäfen für Sportflugzeuge ansteuern.

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