Berne Im Herbst 2014 waren neun junge Voltigiererinnen mit ihrer Trainerin und ihrem Pferd noch heimatlos. Auf der Suche nach einer neuen, langfristigen Trainingsmöglichkeit gab ihnen dann Dieter Logemann, erster Vorsitzender des Berner Reitvereins, den entscheidenden Hinweis. Unter der Flagge des Stedinger RuF Berne fanden Team und Pferd im Stall von Patricia von Oesen im Berner Ortsteil Bettingbühren noch vor dem Jahreswechsel ein neues Zuhause.

Mit viel Engagement und Eigeninitiative konnten kurz darauf die ersten drei Nachwuchsgruppen mit zwei Pferden ins Training starten. Keine acht Wochen später folgte die erste Präsentation in der Öffentlichkeit. Bei der traditionellen Weihnachtsfeier bestaunten die reitenden Vereinsmitglieder, was in kurzer Zeit erlernt wurde: Fahne und Mühle auf dem Pferderücken, kunstvoll geflochtene Frisuren und rhythmisches Einlaufen zur Musik.

Dieter Logemann zeigte sich damals schon überzeugt von der neuen Sparte: „Das ist ein toller Sport, voller Teamgeist und Athletik.“ Außerdem sei es eine weitere Möglichkeit, schon kleinen Kindern einen Zugang zum Pferdesport zu bieten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Durch die fehlenden freien Hallenzeiten auf der Anlage am Marktham spielt sich der Volti-Alltag in Bettingbühren ab. „Es war von Anfang an klar, dass wir die Voltiabteilung selbstorganisiert und -finanziert führen“, beschreibt Julia Ripken, Gründungsmitglied der Berner Voltis, die Absprachen mit dem Vereinsvorstand. Heute zählen fünf Pferde und neun Gruppen zur Voltigiersparte. Die Leistungsspanne ist breit: vom Mini-Schritt bis L-Niveau zeigen sich die Teams auf lokalen Voltigierturnieren.

„Es war uns wichtig, dass die Mannschaftsnamen keine Wertigkeit haben“, erklärt Ripken die fantasievollen Titel, wie Team Coral, Team Flieder oder Team Rubin. Ein Jahr der Berner Voltis steckt voller Highlights. Im Frühjahr findet ein Voltitag statt, an dem vor Angehörigen und Interessierten die Ergebnisse des Wintertrainings präsentiert werden, bevor es in die Turniersaison geht. Der Höhepunkt ist das Heimturnier, welches am ersten Juniwochenende stattfinden wird. Im Herbst folgt eine Voltiübernachtung in der Reithalle und das Jahr schließt mit dem Auftritt bei der Weihnachtsfeier. Die Voltis aus Berne sind außerdem beliebte Gäste: Im vergangenen Jahr begeisterten sie beim Fassmer-Sommerfest, dem Tag der offenen Tür auf dem Hof Sosath oder als Showact beim Verdener Hallenreitturnier VERdinale.

Und Träume haben sie auch: Beispielsweise, dass sich das vom Verletzungspech verfolgte L-Team Smaragd im nächsten Jahr auf Turnieren zeigen kann. Oder dass sich ein Sponsor findet, der das Engagement der jungen Frauen für ihren Sport und die 85 Kinder und Jugendliche unterstützen möchte. Augenzwinkernd wird hinzugefügt, dass die Dreistelligkeit ja in greifbarer Nähe ist: „100 Berner Voltis, das wäre doch toll“!

Bei Interesse können sich Eltern von Kindern ab vier Jahren bei Beke Logemann (Telefon  0173/4188618) melden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.