Engagement
Mit der DLRG auf Zeitreise

Im frisch renovierten Vereinsheim wurde das Jubiläum gefeiert. Erinnert wurde dabei unter anderem an das Fackelschwimmen, den Schwimmbus und die unterschiedlichen Dienstbekleidungen.

Bild: Gabriele Bode
Ehrung (von links): Hans-Jürgen Müller, Ute Garms, Alexandra Bruns, Horst Garms, Rainer Weegen, Dieter Grube, Klaus Kuck, Karl-Heinz Speckels und Erhard Meyer.Bild: Gabriele Bode
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Modenschau: Die DLRG-Mitglieder präsentieren die verschiedenen Bekleidungen der vergangenen Jahre.Bild:
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Auf Zeitreise: Claus Kroog und Johannes Ehlert.Bild:
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Berne Sie haben nicht nur unzähligen Kindern das Schwimmen beigebracht, Wachdienste an der Juliusplate geschoben, Menschen gerettet oder durch Engagement, Eigenleistung und ihren Zusammenhalt für das nötige Drumherum gesorgt – die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Stedinger Land haben am Samstag auch bewiesen, dass sie zu feiern verstehen.

Zum 50-jährigen Jubiläum hatten die Rettungsschwimmer in ihr frisch renoviertes Vereinsheim am Berner Bahnhof eingeladen. „Das alles kann nur funktionieren, wenn man eine gute Mannschaft hat“, lobte der Vorsitzende Rainer Weegen sein emsiges Team. Man wolle aber nicht nur Zahlen und Fakten präsentieren, sondern auch das Menschliche dahinter, ergänzte seine Stellvertreterin Alexandra Bruns.

Beim Eintauchen in die Geschichte wurde an das erste Fackelschwimmen einen Monat nach der Gründung der Ortsgruppe Berne am 28. August 1968 erinnert, an Strandfeten oder an die bereits existierenden Planungen zum Bau eines Berner Hallenbades, die nicht umgesetzt wurden. Stattdessen verwirklichte man die Idee des „Schwimmbusses“, der inzwischen aus Kostengründen ebenfalls gestrichen wurde.

Ein Unglück in Binz, wo eine Bäderbrücke mit 1000 Menschen einstürzte, war 1913 der Anlass für die Gründung der DLRG. 17 Menschen kamen dabei um, denn niemand war damals in der Lage zu helfen, erklärte der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler (CDU) die Gründung. Seitdem wurden bei der DLRG 22 Millionen Schwimmprüfungen abgelegt, fünf Millionen Rettungsschwimmer ausgebildet oder 68 000 Menschen das Leben gerettet, hieß es weiter.

Dass heute weniger Kinder schwimmen lernen, habe nichts mit der DLRG, sondern mit den Eltern zu tun, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, die sich als Mitglied des Innenausschusses mit diesem Thema befasst und genauso zu den Gästen gehörte wie ihre CDU-Bundestagskollegin Astrid Grotelüschen, Landrat Thomas Brückmann, die Bürgermeister aus Lemwerder, Berne und Elsfleth, Vertreter der Feuerwehr, des DLRG-Landesverbands, der Gemeinderäte oder des Sportbundes, dem die Ortsgruppe angehört. Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann war sogar eines der Kinder, die damals in den Privatwagen der Mitglieder zum Schwimmunterricht nach Lemwerder gefahren wurde.

Gut, wenn zwei Berner im niedersächsischen Landtag sitzen. Dank der Fürsprache von Thümler und Logemann war es gelungen, das neue Standardmehrzweckboot, das einen Wert von rund 350 000 Euro haben wird und Anfang 2020 geliefert werden soll, bei der DLRG-Stedinger Land zu stationieren.

Eine besondere Ehre war es für den niedersächsischen DLRG-Ehrenpräsidenten Hans-Jürgen Müller und Rainer Weegen, den Mitgliedern Ute und Horst Garms, Dieter Grube, Klaus Kuck, Karl-Heinz Speckels und Erhard Meyer eine Urkunde und goldene Abzeichen zu überreichen.

Nach den Grußworten und dem Abtauchen in die 50-jährige Geschichte der Berner Rettungsschwimmer wurde am Nachmittag mit einem Tag der offenen Tür weiter gefeiert. Eine „Modenschau“ mit Outfits der vergangenen Jahrzehnte gehörte genauso dazu wie lustige Spiele und Informationen.

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