Berne Viel erlebt haben sie schon in den 50 Jahren ihres Bestehens: Einen Riesenspaß macht das gemeinsame Kegeln der „Goldenen Neun Berne“, selbst wenn Kegeln nicht mehr ganz so modern ist wie zu den Gründungszeiten. Jeden zweiten Freitag im Monat wird die Kugel gerollt. Die Zeit der Meisterschaften haben die Kegelbrüder jedoch hinter sich gelassen. Stattdessen wird in sehr geselliger und frauenfreier Runde dem Hobby gefrönt.

„Wie Pilze aus dem Boden schossen in den Sechzigern die Kegelbahnen. So kam es, dass einige Junggesellen der Spielvereinigung Berne im Juni 1965 beschlossen, sich fortan neben dem runden Leder auch den harten Kugeln zu widmen“, erzählt Hans Georg Becker.

Frage der Sympathie

Er trat 1969 der Runde „Die lustigen Zwölf“ bei, die sich nach vielen sportlichen Erfolgen und wechselnden Mitgliederzahlen 1970 entschlossen, den Namen in „Die goldene Neun“ umzubenennen. Trainiert wurde zuerst in der ehemaligen Ranzenbütteler Weinschänke. Seit deren Schließung ist das Gasthaus Schütte das neue Vereinslokal.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Um bei der „goldenen Neun“ aufgenommen zu werden, gibt es immer noch ein Ritual, das sich seit einem halben Jahrhundert bewährt hat: Drei Mal darf der Aspirant zum Reinschnuppern mitmachen, dann wird entschieden, ob er in die Gruppe passt. Nicht aufgenommen zu werden, sei jedoch eine große Ausnahme, beruhigt Hans Georg Becker.

Die Geselligkeit steht bei den aktuell 13 Mitgliedern im Vordergrund. Spontan retteten die Kegelfreunde auch schon einem Pony das Leben. Becker berichtet, wie die Kegelbrüder beim Skatspielen und Knobeln vom anwesenden Notschlachter hörten, dass er am nächsten Tag ein Pony von der Weide holen wolle. Sofort war jeder Kegler bereit, 10 DM zu spenden, um ihm das Tier abzukaufen. Kegelvater Harald Braue, der dem Verein auch heute noch vorsteht, nahm das Pony in seine Obhut. Mehr als zehn Jahre habe es dort noch glücklich gelebt und war bei vielen Straßenfesten dabei, bis es in seiner Box eines natürlichen Todes starb.

Zwei bis drei Mal jährlich veranstalten die goldenen Neun auch Feiern, zu denen die Frauen der Kegler herzlich eingeladen sind. Aber bei den geselligen Fahrten, die die Kegelbrüder alle zwei Jahre unternehmen, bleiben die Männer unter sich. Nach Berlin, München oder in die neuen Bundesländer ging es schon. Die Jubiläumstour in diesem Jahr führte die „Goldene Neun“ drei Tage lang nach Hamburg.

Feier mit Frauen

Im Gasthaus Schütte fand mit einem Essen nun die Feier zum 50-jährigen Bestehen statt. Eine ganz besondere Freude war es dabei, Wilfried Schulz als einem der Gründungsmitglieder gratulieren zu können. Ohne Kegelkugel, dafür mit den Frauen, wurde das Jubiläum dann in lustiger Runde gefeiert.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.