Bous /Rodenkirchen Zweieinhalb lange Tage liegen hinter der Völkerballmannschaft des AT Rodenkirchen, doch die Reise ins saarländische Bous hatte sich gelohnt. Die Stadlanderinnen zogen am Wochenende im DTB-Pokal, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft, unverhofft ins Finale ein und verloren dort nur hauchdünn gegen den neuen Titelträger WT Loppersum mit 1:2-Sätzen.

Das Endspiel war an Dramatik kaum zu überbieten. In allen drei Durchgängen stand am Ende jeweils nur noch eine Spielerin im Feld. Den ersten Satz entschied Loppersum mit 1:0 für sich.

Großer Kampf

Im zweiten Durchgang schienen die Titelträume schnell ausgeträumt, sah sich Dorothea Gradic als letzte Rodenkircherin doch satten vier Gegenspielerinnen gegenüber. Aber sie holte alles aus sich raus, setzte sich in ihrem Solo-Kampf durch und erzwang damit einen Entscheidungssatz.

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Auch dort gab es die knappste aller knappen Entscheidungen. Diesmal stand Alexandra Biskupek als letzte Rodenkircherin im Feld. Aber Loppersum hatte das glücklichere Ende für sich gepachtet.

„Wir waren vielleicht für eine Sekunde enttäuscht, länger aber nicht“, sagte Julia Müller, langjährige ATR-Trainerin und in Bous als Spielerin dabei. Überhaupt das Finale erreicht zu haben, sei schon ein Riesenerfolg gewesen. „Wir haben alles gegeben. Am Ende hat nur das kleine Quäntchen Glück gefehlt. Das Spiel hätte genauso gut auch andersherum ausgehen können“, sagte Müller.

Eigentlich hatte sich der ATR als Vierter der Landesmeisterschaft gar nicht für die Endrunde qualifiziert, doch die Rodenkircherinnen rückten als Ersatz ins Teilnehmerfeld nach. „Wir haben die vergangenen acht oder zehn Wochen jeweils zwei- bis drei Mal pro Woche trainiert“, erklärt Müller die gute Form. „Das war eine super Vorbereitung.“

Schon in der Qualifikationsrunde am Sonnabend hatte der ATR die Muskeln spielen lassen. Den Siegen gegen TV Aschbach (4:0, 1:0), SV Spellen (3:0, 1:0) und RW Bentfeld (7:0, 6:0) stand ein Unentschieden gegen Cosmos Getelo (1:0, 0:1) gegenüber. In der Zwischenrunde am Nachmittag wurden der TV Eppelborn (1:0, 1:0) und der SV Schöning (5:0, 5:0) souverän bezwungen.

Unverhoffter Finaleinzug

Am Sonntag ging das Turnier in die entscheidende Phase. Nach einem Erfolg gegen den SV Altenoythe (4:0, 6:0) und einem Unentschieden gegen den TV Humes (5:0, 0:1) zog der ATR direkt ins Endspiel ein. „Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet“, sagte Müller.

Trotz der späteren Finalniederlage stiegen die Rodenkircherinnen anschließend stolz in den Bus ein, um die elfstündige Rückreise anzutreten. In der Nacht zu Montag kehrten sie um 3 Uhr morgens auf dem Marktplatz ein und wurden dort von den aus verschiedenen Gründen zu Hause gebliebenen Mitspielerinnen begrüßt. „Das hat uns riesig gefreut“, sagte Müller. Und sie kündigte augenzwinkernd Großes an: „Nach dem dritten Platz im Vorjahr und dem zweiten Platz in diesem Jahr werden wir das nächste Mal den Titel holen.“

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