Nordenham /Elsfleth Die Handballer der HSG Blexer TB/SV Nordenham haben am Sonnabend ihre zehnte Saisonniederlage kassiert. Sie verloren das Heimspiel gegen den TV Neerstedt II mit 28:34 (15:16) und schweben mit 7:21 Punkten weiter in akuter Abstiegsgefahr. Ähnlich ergeht es der Oberliga-Reserve des Elsflether TB. Sie verlor in Rastede haushoch.

HSG Blexer TB/SV Nordenham - TV Neerstedt II 28:34 (15:16). Das Spiel war geprägt von vielen einfachen Toren auf beiden Seiten. „Ich hatte zum Teil das Gefühl, dass die Abwehrreihen gar nicht auf dem Feld standen“, sagte Blexens Spielertrainer Daniel Pargmann. HSG-Kreisläufer René Stuhrmann stellte die Neerstedter vor unlösbare Probleme. „Er konnte machen, was er wollte“, sagte Pargmann. Auf der anderen Seite rissen die Neerstedter mit ebenso einfachen wie effektiven Stoßbewegungen problemlos Lücken in die Blexer Abwehr. Das Spiel war in der ersten Halbzeit ausgeglichen. Zur Pause führte Neerstedt knapp (16:15).

In der zweiten Halbzeit setzten sich die Gäste langsam ab. Das lag laut Pargmann unter anderem an der individuellen Klasse der Neerstedter. „Die sind zwar nur mit sieben Spielern angereist, aber die sind alle gut ausgebildet und sehr spielintelligent“, sagte Pargmann. Überdies verloren die Gastgeber die Konzentration auf das Wesentliche – sie haderten mit den Schiedsrichter-Entscheidungen. „Wir haben uns zu sehr mit Kleinigkeiten beschäftigt“, sagte Pargmann. Zwar äußerte er Verständnis für seine Spieler. „Neerstedt hat sechs Siebenmeter zugesprochen bekommen, wir nur einen. Wir haben fünf Zeitstrafen kassiert, Neerstedt keine. Das passt nicht.“ Doch als Neerstedts überragender Spielertrainer Philipp Hollmann (14 Tore) in der 46. Minute das Tor zur 28:19-Führung warf, war das Spiel schon entschieden. Immerhin: In der folgenden Auszeit gelang es Pargmann, sein Team neu einzustellen. Die Blexer verhinderten ein Debakel.

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„Die Neerstedter haben gewonnen, weil sie erfahrener waren“, sagte Pargmann. Im Angriff habe seine Mannschaft eigentlich „ganz gut und variabel“ gespielt, meinte er, „aber wenn man 34 Gegentore kassiert, wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen“.

HSG: Hünnekens – Böger, Uhse (3), Clari (1), Stuhrmann (10), Voskamp (6/1), Strahlmann, Palm, Pargmann, Mehrtens (4), Patzke (4).

Spielstationen: 4:2 (3.), 4:5 (5.), 6:9 (10.) 12:10 (18.), 12:14 (23.), 15:16 (Hz.), 15:15 (32.), 17:18 (34.), 17:24 (40.), 19:28 (46.), 23:32 (53.), 28:34 (60.).

VfL Rastede - Elsflether TB II 37:20 (15:10). „Bis zum 9:9 sahen wir gut aus“, sagte ETB-Trainer Axel Jung. Das war es aber auch schon fast mit den positiven Eindrücken aus diesem Auswärtsspiel beim Tabellen-Dritten. Die Ammerländer überzeugten vor allem mit ihrem Tempospiel. „Wenn bei uns einer zum Wurf hochgestiegen ist, rannte schon mindestens ein Rasteder zum Gegenstoß los“, sagte Jung. Und weil eben nicht jeder Elsflether Versuch in den gegnerischen Maschen einschlug, fing sich der ETB viele Gegentreffer nach der ersten Welle ein.

Aber selbst wenn die Elsflether mal erfolgreich waren, hatten sie keine Zeit zum Durchschnaufen. „Rastede spielt eine überragende Schnelle Mitte“, sagte Jung. Seine Spieler seien einfach nicht schnell genug zurück gelaufen.

Bis zur Pause hielt sich der Rückstand (10:15) noch in Grenzen. „Aber in der zweiten Hälfte haben wir uns abschießen lassen“, sagte Jung. Im Positionsspiel habe seine Deckung gar nicht einmal so schlecht gestanden. Aber durch die vielen Gegentreffer nach Gegenstößen sei das Ergebnis entsprechend hoch ausgefallen. „Dass die Aufgabe in Rastede schwer werden würde, wussten wir. Aber ich hatte gehofft, dass die Niederlage nicht so deutlich ausfällt“, sagte Jung nach der deprimierenden Pleite.

ETB: Bierbaum - Stindt (6/2), Rambau (4), Wiesensee (3), Klostermann (2), Schwarz (2), Zindler (1), Damm (1), Böck (1), Krause, Hinz.

Spielstationen: 6:3 (9.), 9:9 (23.), 15:10 (30.), 20:11 (37.), 24:16 (44.), 31:17 (53.), 37:20 (60.).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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