Wesermarsch Reine Nervensache: Die Kreisliga-Fußballerinnen des TSV Abbehausen steigen als Zweiter der Aufstiegsrunde in die Bezirksliga auf. Am Wochenende spielten sie beim Kreisrivalen SV Brake 2:2. Die Brakerinnen hätten mit drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um noch an den Abbehauserinnen vorbeizuziehen. In der Kreisliga, Staffel A, verpasste der AT Rodenkirchen den Sprung auf Platz eins. Die Mannschaft von Trainer Jens Neelsen kam nicht über ein 0:0 daheim gegen Eintracht Oldenburg hinaus.

Kreisliga, Aufstiegsrunde: SV Brake - TSV Abbehausen 2:2 (1:0). Die Brakerinnen entfachten von Beginn an großen Druck. „Wir haben Angriff um Angriff gestartet“, sagte SVB-Trainer Jonny Peters. Abbehausen hatte im Mittelfeld Probleme, aber die Abwehr stand. „Uns hat man die Nervosität angemerkt“, sagte Reiner Ahlers, der den TSV zusammen mit Holger Schüler trainiert.

In der 30. Minute nahm Brakes Alina Prophet dann ihr Herz in die Hand: Sie zog aus 25 Metern ab und schoss das verdiente 1:0. „Da haben wir gemerkt, dass wir mehr tun müssen“, sagte Ahlers. Die Abbehauserinnen bekamen anschließend Zugriff im Mittelfeld und spielten mutiger. Das zahlte sich aus: In der 65. Minute verwandelte Samantha Müller einen Foulelfmeter eiskalt zum 1:1 – sie war selbst gefoult worden.

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Die Brakerinnen riskierten anschließend alles. Sie rannten mit vier Stürmerinnen an und gingen eine Viertelstunde vor Schluss nach einer Ecke durch Kira Rostalski in Führung. „Ich glaube, dass war unser zehntes Gegentor nach einer Ecke“, sagte Ahlers.

Brake griff in der Schlussphase vehement an, fing sich aber eine Minute vor Schluss ein Kontertor Ann Christin Lugas ein. Merle Emmert hatte die Vorlage gegeben. Damit war der Kampf um den Aufstieg entschieden.

Coach Ahlers war überglücklich und sprach von einem tollen Ende einer von Verletzungen und Ausfällen geprägten Saison. „Deshalb ist der Aufstieg umso höher zu bewerten“, sagte er.

Brakes Trainer Jonny Peters gratulierte den Abbehauserinnen und zog den Hut vor deren Einstellung. Außerdem war er stolz auf seine Mannschaft. „Sie hat ein sehr gutes Spiel gemacht und hat nie den Kopf hängen lassen.“

Tore: 1:0 Prophet (30.), 1:1 Müller (65., Foulelfmeter), 2:1 Rostalski (75.), 2:2 Luga (89.).

SVB: Isabel Krummacker, Lan Jie Pham, Katarina Dzambas, Lena Kemmeries, Sarina Büsing, Kira Rostalski, Alina Prophet, Irina Katzendorn, Kerryn Heise, Nabila Hamijou, Ivana Rostalski. Eingewechselt: Janine Häuser, Selina Schinkel, Angelina von Waaden, Kerstin Busse, Lina Schulze

TSV: Melanie Klockgether, Wiebke Wessels, Sarah Bruns, Sabrina Hannebohn, Lisa Bultmann, Annika Stindt, Alkje Detmers, Samantha Müller, Ann Christin Luga, Tara Lachnitt, Merle Emmert, Alexa Kasper, Carmen Schlack, Kea Sophie Klein, Louisa Heidemann, Mareike Ahlers, Sarah Joachimsthaler, Nadine Schiller, Julia Kruse, Kira Kallenbach, Annika Büsing, Gesa Rosenbohm, Kristin Schüler, Nathalie Mertens, Darleen Diekmann.

Kreisliga, Staffel A: AT Rodenkirchen - SV Eintracht Oldenburg 0:0. Der ATR dominiert 90 Minuten lang. „In der ersten Halbzeit kam Oldenburg nicht einmal vor unser Tor“, sagte Rodenkirchens Trainer Neelsen. Aber seine Mannschaft hatte Ladehemmung. „Uns fehlte leider die Genauigkeit im Abschluss“, sagte Neelsen, lobte aber die spielerische Leistung seiner Mannschaft.

In der zweiten Halbzeit lief es ähnlich. Rodenkirchen drückte, vergab seine Chancen aber fahrlässig. „Bei einem Eckenverhältnis von 15:0 und unzähligen Möglichkeiten hätten wird das Spiel für uns entscheiden müssen“, sagte Neelsen und bemängelte die fehlende Entschlossenheit seiner Mannschaft. „Vielleicht lag es daran, dass unsere Mädels bereits mit den Gedanken beim Pokalfinale am nächsten Sonntag waren“, meinte er.

ATR: Vivika Drescher, Ilka Menke, Tamara Odrian, Francesca Kranz, Jacqueline Neelsen, Dana Strauß, Leonie Bongartz, Katrin Grube, Geske Kaemena, Jaqueline Miele, Jennifer Rabe. Eingewechselt: Michaela Dürdoth, Vanessa Ossenfort, Kea Meyer, Annika Cordes.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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