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Seefeld Die Kooperation mit der Theaterpädagogin der Zinzendorfschule in Tossens, Connie Howell, beschert dem Kulturzentrum Seefelder Mühle ein Gastspiel mit Butjadinger Musikern, Sängern und Schauspielern. Sie haben ein Musiktheaterstück über das Leben des Liedermachers Gerhard Gundermann inszeniert, das am Freitag, 17. Juni, ab 20 Uhr als Open-Air-Aufführung am Seefelder Galerieholländer dargeboten wird.

Ganz besonders freut sich das Team der Seefelder Mühle, dass einige Mitarbeiter, die sonst oft nur im Verborgenen agieren, mit diesem Stück als Akteure auf der Bühne zu sehen sein werden: Lukas Mendelsohn (sonst für Licht- und Tontechnik zuständig) sowie Bo Howell und Bernadette Wildegger, die als Theaterpädagogen für die Jugendtheatergruppe agieren.

Um diesem außerordentlichen Ereignis beiwohnen zu können, haben sich auch Besucher aus Berlin angekündigt. Langjährige Weggefährten wie der Regisseur der beiden Dokumentationsfilme über das Leben Gundermanns, Richard Engel und seine Frau, und die Ehefrau von Gerhard Gundermann werden zu Gast in der Seefelder Mühle sein.

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Gerhard Gundermann, der Liedermacher aus der Lausitz, wurde 1955 in Weimar geboren. Nach dem Abitur in Hoyerswerda, ging er an die NVA-Offiziersschule in Löbau. Das Studium endete mit seiner Exmatrikulation 1975. Zunächst arbeitete er als Hilfsarbeiter im Tagebau, später ließ sich zum Baggerführer ausbilden. Nach der Schließung der Zeche, begann er eine Tischlerlehre. Doch im Grunde seines Herzens blieb er immer Baggerführer. Er trat der SED bei, wurde jedoch wieder aus der Partei ausgeschlossen. Er war für das Ministerium für Staatssicherheit tätig, wurde aber auch selbst bespitzelt.

Er heiratete, schrieb das Kindermusical „Malvina“ und veröffentlichte mehrere Alben. Sein Leben: Von der Bühne zur Schicht und von der Schicht auf die Bühne. Er lebte von der Arbeit, aber für die Kunst. Er sang über das Leben und den Tod, Umwelt und Politik, über Arbeit und Arbeitslosigkeit. Er sang über den Alltag. Völlig unerwartet starb Gundermann am 21. Juni 1998 in Spreetal.

Mit „Projekt Gundermann“ soll „Gundis“ Geschichte erzählt werden. In einzelnen Spielszenen und mit seiner außergewöhnlichen Musik soll ein Stück deutsche Geschichte wiedergegeben werden, die so eng mit seinem Leben verknüpft ist, wie es einem Baggerführer aus der Lausitz nur möglich ist.

Unter der Regie von Connie Howell, die auch für Dramaturgie verantwortlich ist, wirken mit: Alena Hauske (Flöte, Tin Wistle, Gesang, Spiel); Beate Hermenau (Geige, Gesang, Spiel); Bo Howell (Gitarre, Gesang, Spiel); Hans Scheltwort (Gitarre, Akkordeon, Gesang, Spiel); Miriam Mendelsohn (Bass, Gesang, Spiel); Lukas Mendelsohn (Schlagzeug, Spiel); Sophie Winter (Gitarre, Gesang, Spiel); Bernadette Wildegger (Gesang, Spiel). Für die Tontechnik ist Tabea Meiners zuständig. Als Maskenbildner fungieren Tjara und Tjade Memenga sowie Lea Schneider.

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