Seefeld /Reitland Viel zu lachen hat es für die 110 Premierengäste bei dem Stück „De verdüveldt Heilquelle“ gegeben. In der neuen Inszenierung der Reitlander Speelschar erlebte das Publikum eine gut aufgelegte Schauspielerriege, die das recht anspruchsvolle Stück gekonnt umzusetzen vermochte.

Zum Schreien komisch wurde es allerdings erst im zweiten Akt, als es turbulente und tumultartige Szenen gab. In dem Dreiakter mangelt es nicht an humorigen Dialogen. So brachen die Zuschauer im ausverkauften Saal immer wieder in ein herzhaftes Lachen aus. Alleine schon die Namen der Figuren belegten die Absicht des komödiantischen Schwankes, das Publikum auf klamaukige Art und Weise zu unterhalten. Sie heißen Geschwister Buttermilch, Frieda Schlotterbüx oder Eberhard Turtel und geben sich alle im Einkaufsladen die Klinke in die Hand.

Paddeliger Postbote

Besonders beim Anblick des etwas paddeligen und vor Neugier platzenden Postboten Otto gab es viel Gelächter. Lars Thienken zog dabei eine komische Grimasse nach der anderen, und und auch seine langsame Art zu sprechen unterstrich die Rolle, die ihm wie auf den Leib geschnitten schien. Viel Geduld musste Sascha Bunjes beweisen, als er erst zum Ende des ersten Aktes hinter dem Verkaufstresen hervorkroch – eine Sekunde bevor der Vorhang zugezogen wurde. Bis dahin hatte er in seinem Versteck als Auslieferungsfahrer Eberhard alle Gespräche im Laden verfolgen können und war nun bestens informiert.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter "Wesermarsch kompakt" der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der zweite Akt startete deshalb auch genau an diesem Punkt, an dem Eberhard den beiden Schwestern Fine (Astrid Kächele) und Trine (Inka Janßen-Wiese) gestenreich all die Schandtaten berichten konnte, die sich um die verteufelte Heilquelle zusammenbrauten.

Kittel und Lockenpracht

Schon fast eine Paraderolle für Inka Janßen-Wiese ist die ältere Dame, die mit Kittel und Lockenpracht ihr Tagwerk verrichtet. Als Trine Buttermilch agierte sie an der Seite von Astrid Kächele als deren Schwester Fine in bester Manier. Ihre Mimik ist immer wieder eine Augenweide und sorgte auch bei der Premiere am Sonnabend für Schmunzeln und Szenenapplaus.

In weiteren Rollen agierten Torben Hülstede als durchtriebener Großhändler Arthur Achtermann, Carina Wispeler als dessen glamouröse Frau Wilma, Thomas Helms als zwielichtiger Bürgermeister Herbert Schultes, Helge Thoelen als sozial engagierter Pfarrer Alonsius Braun, Annette Marschallek als pfiffige Haushälterin Frieda und Sarah Köhne als resolute Postbotenfrau Christel Neuerlich. Regie führte Heike Busch.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.