Karten bei NMT

Hinter den Kulissen: Rolf Wilkens und Inge Hoppe (Regie), Uschi Wilkens und Sabine Müller (Souffleusen), Rita Lüddecke (Kostüme), Vera Heinrich (Frisuren), Dorothe Klemd und Laura Nobel (Maske), Renate Repert, Marlies Strauch und Monika Taszus (Requisite), Olaf de Grave und Jenny Garrelts (Technik), Sabine Lindemann (Bühnengestaltung), Frank Repert, Susanne Kok und Jörg Elzener (Bühnenbau).

Weitere Aufführungstermine: Freitag und Sonnabend, 6. und 7. November ab 20 Uhr, Sonntag, 8. November, ab 16 Uhr, Donnerstag, Freitag und Sonnabend, 12., 13. und 14. November ab 20 Uhr, Donnerstag, Freitag und Sonnabend, 19., 20. und 21. November, ab 20 Uhr, Freitag und Sonnabend, 27. und 28. November, ab 20 Uhr, und Sonntag, 29. November, ab 16 Uhr.

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Karten gibt es im Vorverkauf in der NMT-Geschäftsstelle am Marktplatz ( 93640).

Christine Pape und Rene Marechal präsentierten sich in Hochform. Das Publikum bei Theater Fatale erlebte eine kurzweilige Komödie voller Pointen.

Von Jens Milde

Nordenham Ein hübsches Mädel ist sie, die Chantal. Ein Röckchen hat sie an, zwei Zöpfe links und rechts, das Herz am rechten Fleck. Aber ihr Dackelblick lässt vermuten, dass sie nicht mit überschäumender Klugheit gesegnet ist. Und dieser erste Eindruck bestätigt sich schnell.

„Zwei wie Bonnie und Clyde“ wollen Manni und Chantal in der gleichnamigen Komödie sein, mit der das Theater Fatale am Sonnabend im Güterschuppen Premiere feiert. 90 Besucher sind gekommen. Die Vorstellung ist nicht ganz ausverkauft.

Das Publikum erlebt zwei Darsteller, die über sich hinauswachsen: Rene Marechal in der Rolle des Bankräubers Manni, der von einem besseren Leben träumt. Und Christine Pape als seine Komplizin Chantal, deren Intelligenz-Quotient sich im unteren zweistelligen Bereich bewegt.

Köstlicher Humor

Manni und Chantal haben sich in einem alten Schuhlager eingenistet. Dort planen sie ihre Beutezüge. Und dort ziehen sie Bilanz, wenn mal wieder alles schief gegangen ist. Schon die erste Szene bietet köstlichen Humor. Im Radio wird über einen Bankraub berichtet, bei dem die Täter nicht mit der Beute, sondern mit der Einkaufstüte einer älteren Dame geflüchtet sind. Manni und Chantal, die gerade von ihrem vermeintlich großen Coup zurückgekehrt sind, halten sich vor Lachen die Bäuche. Sie feixen sich einen: „Diese Idioten“. Doch als Chantal wenig später statt der vermuteten 100 000 Euro zwei Becher Instant-Suppe, zwei Rollen Klopapier und ein Päckchen Kaffee aus der Aldi-Plastiktüte zieht, ist Manni nicht mehr nach Lachen zumute. Chantal nimmt’s gelassen: „Ich hatte sowieso vergessen, fürs Wochenende einzukaufen.“ Wie auch immer: Der Traum von „Los Vegas“, wo sich Chantal von ihrem Manni vor den Traualtar führen lassen wollte, ist erstmal geplatzt.

Natürlich gibt’s Mecker von Manni. Aber er lässt sich nicht entmutigen, schmiedet einen neuen Plan. Diesmal soll alles klappen – so wie bei Bonnie und Clyde, seinen großen Vorbildern. Und wieder ziehen sich die beiden die Strumpfhosen über die Köpfe. Und wieder kommt alles ganz anders als geplant.

Das Publikum amüsiert sich prächtig. Es erlebt eine Komödie ohne doppelten Boden mit zwei ausgezeichneten Darstellern. Christine Pape mimt das unterbelichtete Dummchen in Perfektion. Und Rene Marechal pendelt so überzeugend zwischen Enthusiasmus und purer Verzweiflung, dass es eine wahre Wonne ist, ihm zuzuschauen. Allerdings bezieht das Stück seine Pointen nahezu ausschließlich aus der Blödheit und den Missgeschicken seiner minderbemittelten Komplizin. Und dieses Schema nutzt zum Ende hin dann doch ein wenig ab.

Sprung ins kalte Wasser

Das Publikum kommt dennoch voll auf seine Kosten. Und das liegt auch an der Regie. Erstmals hatten die Fatalen diesen Posten aus den eigenen Reihen besetzt. Rolf Wilkens und Inge Hoppe inszenierten das Stück. „Ein Sprung ins kalte Wasser war das“, wie Rolf Wilkens in der Pause sagt. Aber das Experiment ist geglückt. Und das gilt auch für die öffentliche Generalprobe am Freitagabend. Erstmals hatte das Theater Fatale die Besucher des Arbeitslosenzentrums und die Kunden der Nordenhamer Tafel dazu eingeladen. Rund 40 Gäste, von denen sich viele einen Theaterbesuch gar nicht leisten können, nahmen die Einladung dankend an und hatten ebenfalls viel Spaß.

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