ATENS ATENS - Als der Tierarzt feststellt, dass dem geschlachteten Schwein der Schwanz fehlt, ist die Empörung groß. Daran hatte der mit allen Wassern gewaschene Bauer Hinnerk Kreienkamp, gespielt von Hans-Werner Biermann, wirklich nicht gedacht. Nun muss er den Swinsteert gegen einen gehörigen Schluck in festlicher Runde eintauschen. So ist es nämlich Sitte im Dorf bei einer Hausschlachtung. Es dauert eine Weile, bis die geneppte Familie das vermisste Stück wieder in Empfang nehmen kann. Bis dahin nimmt der plattdeutsche Zweiakter einen turbulenten Verlauf.

In dem lustigen Stück „De Swinsteert“, das die Phiesewarder Spielschar anlässlich der zweiten Großensieler Hafentage aufführt, werden fast alle Facetten einer dörflichen Gemeinschaft in den 50er-Jahren beleuchtet. Vor fünf Jahrzehnten von Georg Schwarting verfasst, galt das ursprüngliche Manuskript lange Zeit als verschollen, bis es der Ehrenvorsitzende des Clubs Weserstrand, Heinrich Osterloh, wiederentdeckte. Er hatte damals mitgewirkt. Im Zuge des 25. Fischmarktes hielten es die Organisatoren für eine gute Idee, zum Jubiläum den Klassiker zu präsentieren.

Seit Anfang Mai studieren die Phiesewarder Akteure den Text und proben im Saal der Gaststätte „Poseidon“ in Atens. Nach den Worten von Dierk Smit haben sie nur unwesentliche Dinge verändert und umgeschrieben, es vor allem unterlassen, die Komödie in der Gegenwart anzusiedeln. Der Charme wäre sonst sicherlich dahin gewesen. Die Zuschauer jedenfalls können sich auf eine herzerfrischende Inszenierung freuen. „Zum ersten Mal spielen auch Kinder mit“, sagt Dierk Smit. 14 Akteure und eine Souffleuse sind eingespannt.

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Ab Dienstag proben die Phiesewarder bereits in Großensiel, um sich mit den Gegebenheiten Vertraut zu machen, Im Zelt zu spielen sei halt doch etwa anderes, als in einem großen Saal vor Publikum zu sprechen, schildert Dierk Smit. Die Akustik sei eine andere. Die transportablen Kulissen werden noch aufgestellt, die Bühne mit Möbel aus jener Zeit dekoriert. Karten gibt es in der Bäckerei Schwarting an der Hansingstraße sowie in dem Imbiss „Zur alten Schmiede“ an der Pestalozzistraße. Aufführungstermine sind am Freitag, 1. Juli, ab 20 Uhr sowie am Sonnabend, 2. Juli, ab 15 Uhr im Festzelt.

• Die Hafentage in Großensiel werden am Sonnabend um 14 Uhr eröffnet. Abends tritt die Gruppe „Sonic & Smoke“ auf. Den Besuchern wird gegen 23 Uhr ein Feuerwerk geboten. Der 25. Fischmarkt beginnt am Sonntag um 7 Uhr. Mit dabei sind die Stadtkapelle Nordenham und der Shanty-Chor des Ruderclubs.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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