Fedderwardersiel Das Nationalparkhaus Museum Fedderwardersiel hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich (siehe Info-Kasten) – und ein ebensolches vor sich. Die beiden Hausleiterinnen Friederike Ehn und Dr. Anika Seyfferth planen für die kommenden Monate zwei Sonderausstellungen und etliche neue Veranstaltungsreihen. Ihre Pläne für 2016 haben sie jetzt bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Einen neuen Schwerpunkt möchte das Museum mit Angeboten für die Kleinsten setzen. Dafür haben die Hausleiterinnen drei Veranstaltungen für Kinder ab drei Jahren konzipiert, die jeweils mehrfach angeboten werden sollen. Bei einer Veranstaltung wird Seehund „Wombel“ im Mittelpunkt stehen, bei einer zweiten werden die kleinen Gäste Schatzkästchen aus Muscheln bauen können. Und bei einer dritten Veranstaltung soll in Tossens unter dem Titel „Watt für die Lütten“ geklärt werden, woher all die Spaghetti-Haufen im Wattenmeer kommen und was die Tiere des Watts bei Ebbe machen.

Wie Deichbau früher lief

„Alles Matsch oder Watt?“ heißt eine für Familien konzipierte neue Veranstaltungsreihe. In die Rolle eines Deichbauers aus dem 18. Jahrhundert wird – nach dem Vorbild der Fischersfrau Amalie – Otto Thies schlüpfen und Besuchern unter dem Titel „Mit dem Koyer unterwegs“ erklären, wie der Deichbau früher ablief und heute abläuft. Unterdessen können Interessiert von Karl-Heinz „Teddy“ Rohde alles aus dem Leben eines Seenotretters erfahren.

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„Sehr zufrieden“

Seine Besucherzahlen hat das Nationalparkhaus im vergangenen Jahr leicht steigern können. 13 981 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt – das sind gut 200 Besucher mehr als 2014. Sie seien „sehr zufrieden“, sagen die beiden Hausleiterinnen Friederike Ehn und Dr. Anika Seyfferth.

Der Langwarder Groden erfreut sich großer Beliebtheit. Das Nationalparkhaus hat 2015 regelmäßig Frührungen angeboten. Viele Besucher des Museums hätten sich nach dem Naturerlebnispfad erkundigt, um diesen zu besuchen.

Drei Sonderausstellungen fanden 2015 statt – darunter ein Fotowettbewerb, bei dem junge Leute fotografisch darstellen konnten, wie sie Butjadingen sehen. Ein sehr wichtiges Thema, das weiterverfolgt werden soll, habe das Museum mit der Ausstellung zu Müll im Meer aufgegriffen.

Unter dem Titel „Ponys helfen Fischen“ geht es auf den Hof Bunte Birke am Kleihauserweg. Bei einem Ausritt an den Deich sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Müll ein, um daraus anschließend im Nationalparkhaus Lustiges, Nützliches oder Künstlerischen herzustellen. Ebenfalls neu im Programm sind Speed-Führungen, bei denen die Hausleiterinnen Gäste innerhalb von nur 30 Minuten durch die Ausstellung führen – in der Hoffnung, die Besucher dabei so neugierig zu machen, dass sie sich anschließend noch viel Zeit nehmen, um auf eigene Faust das Museum zu erkunden.

Die erste Sonderausstellung wird am Sonntag, 13. März, um 16 Uhr eröffnet. Sie trägt den Titel „Wasserwelten“. Zu sehen sein werden bis Ende Mai Werke der Butjadinger Künstlerin Christine Pape, die im Rahmen der Ausstellung auch zwei Kurse und einen Workshop zum Pastellmalen gibt.

Die zweite Sonderausstellung, die am Sonntag, 26. Juni, eröffnet und bis Ende Oktober dauern wird, beschäftigt sich mit der Bionik. So nennt man den Forschungszweig, in dem sich Wissenschaftler für technische Fragen Lösungen aus der Natur abgucken. Friederike Ehn und Anika Seyfferth haben die Ausstellung, zu der es im August auch einen Vortrag geben wird, konzipiert, als sie noch an einem Museum in Münster tätig waren.

Mit im Boot sitzt das Nationalparkhaus auch wieder bei den Zugvögeltagen vom 8. bis zum 16. Oktober.

Hoffen auf Fördermittel

Bezüglich der geplanten Neugestaltung der Dauerausstellung hofft das Museum noch auf die entscheidende Bewilligung eines letzten Förderantrags. „Wir würden lieber heute als morgen loslegen“, sagt Anika Seyfferth. Sie und Friederike Ehn gehen zudem davon aus, dass noch in diesem Jahr der Einbau eines Fahrstuhls begonnen wird. Im Gemeindehaushalt steht dafür Geld bereit.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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