Nordenham Mehr als 80 000 Lesefreunde beteiligen sich bundesweit am 11. Vorlesetag und sorgen so für eine Einstellung des Teilnahmerekords aus dem Vorjahr. Auch in Nordenham gab es am Freitag zahlreiche Aktionen: zum Beispiel in der Stadtbücherei, im Salon am Markt, beim Ruderclub, in der Buchhandlung von Bestenbostel und bei Photo Nord.

In der Stadtbücherei fanden sich um 11.15 Uhr einige Schüler des Gymnasiums ein. „Wir haben aus dem Jugendbuch ,Stichkopf und der Scheusalfinder’ vorgelesen“, berichtete Mitarbeiterin Kristin Rohde. „Wir wollten ihnen eine schöne Abwechslung in der großen Pause bieten“, sagte die stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei, Marina Schnathmann. Ihrer Meinung nach wird heutzutage viel zu wenig vorgelesen: „Obwohl es ein so schönes Erlebnis für Kinder und Erwachsene ist.“

Waschen, schneiden, föhnen, lesen hieß es ab 14 Uhr anlässlich des Vorlesetages im Friseursalon am Markt. Mitarbeiterin Nicole Peteja stellte das Buch „Über kurz oder lang“ von Marie-Aude Murail vor. Sie hatte es zuvor privat gelesen. „Es geht um einen Jugendlichen, dem alles egal ist. Er macht auf Wunsch seiner Oma ein Praktikum in einem Friseursalon. Er findet Spaß daran, macht eine Friseurlehre und eröffnet schließlich selber eigene Filialen“, fasste sie den Inhalt des Buches zusammen.

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Die Idee, im Friseursalon zu lesen, kam von Inhaberin Birgit Heinrich. Ihre Großmutter habe ihr früher Märchen vorgelesen, vor allem in der Weihnachtszeit: „Es ist wichtig, Kindern vorzulesen. Sie konzentrieren sich dabei allein auf die Geschichte und werden nicht von Musik oder anderen Dingen abgelenkt. Vorlesen lässt sie ruhiger und konzentrierter werden.“

Im Kindergarten Atenser Butscher wurde an vielen Orten im Haus eine gemütliche Atmosphäre zum Vorlesen von Geschichten geschaffen. Väter, Mütter, Hortkinder und Paten der dritten Klasse der Grundschule lasen den kleinen Zuhörern vor. Ein Vater machte sein Auto zur Bühne, eine Mutter verkroch sich mit Taschenlampe und den Kindern in eine Tischhöhle, und eine andere Mutter wählte den Waschraum als Kulisse. Eltern und Erzieherinnen hatten diesen Vorlesetag gemeinsam organisiert.

Ziel dieses Aktionstages ist es, ein Zeichen für das Lesen zu setzen und Freude am Vorlesen zu wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden, teilt die Stiftung Lesen mit, die zu den Initiatoren zählt.


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Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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