WADDENS Turbulente Szenen und überraschende Auftritte: Mit dem neuesten Stück „Denk di doch wat anners ut“ hat die Waddenser Spielschar die Zuschauer von den Stühlen gerissen.

Bevor sich der Vorhang für den plattdeutschen Vierakter öffnete, begrüßte Regisseur Hans-Georg Schröder die Besucher bei der ausverkauften Premiere im „Waddenser Butjenter“. Das nun folgende Stück solle keine Abschreckung für Junggesellen sein, sagte Schröder.

Doch was dann folgte, würde sicher jeden Junggesellen vor der Ehe bewahren. Auf der Bühne wütete, stampfte, schrie und schimpfte Schwiegermutter Wilhelmine (herrlich dargestellt von Heike Antons). Sie hatte schon ihrem Mann das Leben zur Hölle gemacht. Das einzige Grinsen in seinem Gesicht war zu sehen, als er beim Angeln im Sieltief ertrunken war, meinte Hausfreund Wolf Martens (gewohnt stark gespielt von Hans-Otto Neckritz).

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Und nun macht sie eben dem Schwiegersohn Alfred (Olaf Keiser) und ihrer Tochter Geertje (Rita Linneweber) das Leben schwer – als „lebendes Verhütungsmittel“.

Nicht nur dass sie das junge Paar ständig stört. Sie mäkelt ständig an Alfred herum und unterstellt ihm fortwährend einen unlauteren Lebenswandel mit Alkohol und anderen Frauen. Deshalb soll die Ehe nun geschieden werden. Da kommt ein Brief von Conny aus Bremen gerade recht. In dem Brief stehen tatsächlich auch einige verwirrende Tatsachen. Doch Conny ist keine Frau, kann Alfred aufklären. Er ist ein Marinekamerad und will einige Tage zu Besuch kommen.

Doch als Conny in der Tür steht, trifft alle der Schlag und Wilhelmine trifft Alfred mit dem Schürharken auf dem Kopf. Denn: Conny (herrlich gesielt von Jörg Liebig) tritt in Frauenkleidern durch die Tür. Doch es klärt sich bald auf, dass Conny ein Travestiekünstler ist.

Derweil bahnt sich schon das nächste Problem an. Alfred hat bei einem Angelausflug die Kunststudentin Britta mit dem Auto angefahren. Britta hat einen Hang zu nackten Männern und malt diese gerne. Wegen seines schlechten Gewissens willigt Alfred nun ein, sich als Modell zur Verfügung zu stellen. Sie will mit dem Gemälde von Alfred einen gut dotierten Wettbewerb gewinnen. Mit dem Geld möchte Alfred seiner Frauen den großen Wunsch eines grünen Kleides erfüllen.

Sehr schüchtern lässt er also die Hüllen fallen. Eigentlich hatte er genau den Moment abgepasst, in dem sonst niemand im Haus ist. Aber Wilhelmines Spürnase ahnt schon so etwas. Also taucht sie mit einem Fotoapparat auf und lichtet die verfängliche Szene ab. Nun ist die Ehe doch wohl am Ende. Die Frauen ziehen aus und in Alfreds Haus zieht die Männerwirtschaft ein. Auch Pastor Egbert Witt (Timo Dierks) mischt dabei ordentlich mit.

Doch die Aktmalerei zahlt sich aus. Britta gewinnt mit dem Gemälde den Wettbewerb. Künstlerin und Modell werden zu internationalen Stars. Also stellt sich auch die Unschuld von Alfred heraus.

Nach den vielen Wirrungen auf der Bühne und der sehr überzeugenden Leistung auf der Bühne aller Schauspieler stand das Publikum Kopf. Mit viel Beifall wurde den Darstellern für ihren Lerneifer für das über dreistündige Stück gedankt. Topusterin Waltraud Dierks brauchte bei der Premiere auch nicht wirklich aushelfen. Für die Maske waren Ina Bruns und Marian Hansing zuständig.

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