Moorsee Historische Windmühlen sind bisher zwar nicht sein Spezialgebiet gewesen. Aber dafür kennt Jan Christoph Greim sich in vielen anderen Gebieten der Geschichte bestens aus. Außerdem ist er „jung, dynamisch und hat Ausstrahlung“. So beschreibt der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes, Hans-Rudolf Mengers, den 34-Jährigen. Es passte also vieles zusammen, als sich Jan-Christoph Greim beim Heimatbund um den vakanten Chefposten im Moorseer Mühlenmuseum bewarb. Unter 43 Interessenten ist der gebürtige Rheiner am Ende die erste Wahl des Entscheidungsgremiums gewesen – und zwar einstimmig.

Nach Angaben des Heimatbund-Vorsitzenden Hans-Rudolf Mengers konnte Jan Christoph Greim im Auswahlverfahren auch damit punkten, dass er eine Verbindung zur Region hat und mit einer ländlichen Umgebung vertraut ist.

10 000 Besucher im Jahr

Die Öffnungszeiten des Moorseer Mühlenmuseums sind in der Hauptsaison vom 1. April bis zum 31. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. In der Nebensaison vom 1. November bis zum 31. März kann das Museum an den Sonntagen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Im Jahresdurchschnitt besuchen etwa 10 000 Gäste das Mühlenmuseum, das besonders bei Touristen beliebt ist. Die Adresse lautet Butjadinger Straße 132.

Nach der Vorauswahl hatte Jan Christoph Greim zu den acht Bewerbern gehört, die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. „Dabei hat er einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen“, sagt Hans-Rudolf Mengers.

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Auch Dr. Timothy Saunders, der das ebenfalls vom Rüstringer Heimatbund betriebene Nordenham-Museum leitet, freut sich über die „hochqualifizierte“ Wiederbesetzung der Stelle. Sein neuer Kollege tritt am 1. Juni den Job als wissenschaftlicher Leiter des Mühlenmuseums und damit als Nachfolger von Nils Meyer an. Seit sich der Heimatbund im Oktober 2016 von Nils Meyer getrennt hatte, ist Timothy Saunders in kommissarischer Funktion für diese Aufgabe zuständig und bleibt das auch noch bis Ende Mai.

Dass der neue Museumsleiter erst im Juni die Arbeit aufnimmt, hängt mit seiner Dissertation zusammen. Der Geschichtswissenschaftler und Archäologe schreibt zurzeit seine Doktorarbeit zu dem Thema „Vom Stockfisch zum Fischstäbchen – Die Industrialisierung des Nahrungsmittels Seefisch“. Wenn er das hinter sich hat, beginnt für ihn das Kapitel Moorseer Mühle.

Jan Christoph Greim ist in seiner Geburtsstadt Rheine im Münsterland aufgewachsen und hat dort auch sein Abitur gemacht. Es folgte an der Universität in Bochum ein Studium in den Fächern Geschichte und Archäologie. In seiner Masterarbeit ging es ebenfalls um Fische. Genauer gesagt, um die Seefischerei an der Unterweser. Das lag nicht zuletzt daran, dass er private Verbindungen nach Bremerhaven hat.

Nach dem Studium begann Jan Christoph Greim ein zweijähriges Volontariat im Focke-Museum in Bremen. Anschließend wurde er dort für ein Jahr bis zum Januar 2017 übernommen und betreute als Projektleiter die Ausstellung „Oh yeah! Popmusik in Deutschland“.

Da ist der Sprung zu einem Mühlenmuseum mit Galerieholländer auf dem platten Land natürlich gewaltig. Aber Jan Christoph Greim empfindet diese Herausforderung als „sehr spannend und interessant“. Besonders faszinieren ihn die Technik der Mühle, der historische Hintergrund und die Aussicht, viele neue Dinge zu lernen. „Das Schöne an der Museumsarbeit ist ja, dass man dabei immer schlauer wird“, sagt er.

Jan Christoph Greim, der ledig ist und (noch) in Bremen wohnt, möchte in Moorsee vor allem Kindern und jungen Erwachsenen zusätzliche Attraktionen bieten. Zudem will er sich in einem ersten Projekt darum kümmern, dass die Audio-Guides besprochen werden. Mit Timothy Saunders ist er sich auch darüber einig, dass die Dauerausstellung aufgefrischt werden muss. Im Mühlenmuseum ist Jan Christoph Greim für eine Mannschaft aus rund 20 Honorar- und Teilzeitkräften sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern zuständig.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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