Ellwürden /Abbehausen Wenn der Disco-Beat durch die Aula der Abbehauser Schule wummert, wenn junge Frauen mal lächelnd und mal stirnrunzelnd den Kindern beim Tanzen zuschauen, wenn Bianca Knötig mit den Armen rudert und Tipps gibt, wie es noch besser aussehen könnte, dann steht Karneval bevor. Auch wenn die Wesermarsch nicht unbedingt das Mekka der Karnevalisten ist, so gibt es doch ein Dorf, in dem das Narrenfest die Menschen elektrisiert – fast so wie in den rheinischen Hochburgen. Der Bürgerverein Ellwürden bereitet sich auf die fünfte Jahreszeit vor. Seit Wochen proben die Narren für den großen Auftritt am kommenden Sonnabend in der Stadthalle Friedeburg. Und nicht nur bei gestandenen Karnevalisten kribbelt’s vor Vorfreude in der Magengegend. Auch die Kinder fiebern voller Erwartung dem Ereignis entgegen.

Fetzige Show

69 Jungen und vor allem Mädchen proben seit Anfang Januar für ihren großen Auftritt. „Wiesengetümmel“ – unter diesem Motto wollen die Ellwürder Nachwuchsnarren ihr junges Publikum in die Welt von Biene Maja und ihrer Freunde entführen. Mehr wollen Bianca Knötig und ihre Helferinnen nicht über das Bühnenprogramm verraten. Beim Ellwürder Karneval ist im Vorfeld Geheimhaltung oberstes Gebot. Die Karnevalisten setzen auf den Überraschungseffekt. Die Besucher des Kinderkarnevals können sich aber darauf verlassen, dass sie eine fetzige und stimmungsvolle Show geboten bekommen.

Dafür üben die Kinder fleißig, motiviert und konzentriert ihre Choreographien ein. Die Eltern basteln an den Kostümen. Damit die Show gelingt, müssen viele Rädchen ineinander greifen. Bianca Knötig sorgt dafür. Sie ist als Obfrau für den Kinderkarneval zuständig. Natürlich geht das nicht ohne tatkräftige Unterstützung. Bei der Organisation helfen Birgit Steinhardt und Bettina Illenda. Die Choreographien studieren Hannah Rix, Yukea Neuhaus, Aileen Logemann und Anneke Schlack mit den Kindern ein. Eine wichtige Aufgabe haben außerdem Julian Fenkohl und Dustin Böning. Sie kümmern sich um Licht- und Tontechnik.

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An diesem Donnerstag steht Generalprobe Nummer eins auf dem Programm. Am Freitag üben die Kinder dann noch einmal auf der großen Friedeburg-Bühne. „Wird auch Zeit, dass es losgeht. Die Kinder werden immer zappeliger“, sagt Bianca Knötig, die seit vier Jahren die Regie beim Kinderkarneval führt – und zwar nach dem Motto: Nach dem Kinderkarneval ist vor dem Kinderkarneval. Ideen für das Narrenfest sammelt sie das ganze Jahr über. Im September, spätestens im Oktober, steht das Konzept. Im Januar geht’s los mit den Proben.

Keine Jungengruppe

Die Mädchen für das Tanzprogramm zu begeistern, ist in der Regel kein Problem. Bei den Jungen ist das schon schwieriger. „Ab einem bestimmten Alter ist es bei den Jungs wohl nicht mehr cool, beim Karneval mitzumachen“, sagt Bianca Knötig. Jedenfalls ist es in diesem Jahr erstmals nicht gelungen, eine reine Jungengruppe auf die Beine zu stellen. Immerhin sind bei der Jugendgruppe – sie ist mit 25 Aktiven die größte – einige Jungs dabei. Und auch im Chor, der erstmals beim Ellwürder Kinderkarneval auftritt, singen Jungen mit.

Die jüngsten Mitwirkenden beim Kinderkarneval sind gerade einmal fünf Jahre alt. Allein zehn Kinder besuchen noch den Kindergarten. Die ältesten Teilnehmer sind 15 Jahre alt. Einschließlich des Chors treten sechs Gruppen beim Kinderkarneval auf.

Dabei ist die 25 -köpfige Jugendgruppe am kommenden Sonnabend gleich zweimal gefordert. Sie hat nicht nur beim Kinderkarneval am Nachmittag einen Auftritt, sondern auch abends beim Narrenfest der Erwachsenen.

Bianca Knötig freut sich auf die große Show. „Und auch die Kinder freuen sich ganz doll“, sagt die 48-Jährige. In drei Tagen ist endlich soweit. Dann heißt es Vorhang auf und Ellwürden Helau für das schwirrende, summende, närrische Wiesengetümmel in der Friedeburg.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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