BERNE BERNE/RDJ - „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ – mit dem Auftaktsong des Conferenciers aus dem Musical „Cabaret“ nahm Vokalartist Ullrich Möllmann das Berner Publikum in der Kulturmühle mit in die Clubs der 20er, 30er und 40er Jahre von Berlin, Paris oder New York. Gemeinsam mit seinen beiden „Showgirls“ Julia Buckmann und Maja Schön hauchte er Dean Martin, Zarah Leander, Trude Herr, Willi Fritsch, Marilyn Monroe oder Marika Rökk neues Leben ein. Die „Vokalartisten“ ließen die Stars der Goldenen Zwanziger zumindest für einen Moment wieder auferstehen.

Dabei imitieren oder parodieren die Vokalartisten nicht, sondern geben dem Evergreen sowohl gesanglich als auch durch die Kostümierung eine eigene Note. Begleitet wurden sie dabei in wunderbarer Weise von Hans-Jürgen Osmers am Klavier.

Charmant kündigt Möllmann die Titel an. Dass allerdings das Rotlichtmilieu in Berne Neuland sein soll, löst beim besser informierten Publikum Heiterkeit aus. Zunächst sittsam gekleidet in einem langen schwarzen Mantel, gibt Julia Buckmann ihre „Enthüllungen“ als Stripteasetänzerin preis. Für ihre „Demontage der Kledage“ bekommt sie begeisterten Szenenapplaus.

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Suchend nach dem eigenem Ich – „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ – begeistert Maja Schön, bekleidet mit einem schwarzen Mieder, knappen Höschen, Netzstrümpfen und Stiefeletten, nicht nur das männliche Publikum in der ersten Reihe, mit dem sie auf Tuchfühlung geht. Abschließend stellt sie fest, dass sie doch nur sich selbst gehört.

Für die rauchig markante Stimme Zarah Leanders schlüpft Ullrich Möllmann selbst in die Rolle der „Grand Dame“. Im so kurzen wie engen, rotem Kleidchen singt er die musikalische Durchhalteparole „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn“.

Anschließend schlüpft er in die Rolle des Mannes, der kein großes Bankkonto hat, kein Auto und kein Haus, aber dafür unwahrscheinlich viel Sexappeal. Das Publikum mag diese Selbsteinschätzung angesichts von Hochwasserhosen und Kassenbrille nicht teilen.

Mit dem Bugs-Bunny-Lied: „Das Publikum war heute wieder wundervoll und traurig klingt der Schlussakkord in Moll“ verabschieden sich die Bremer Musiker, die an diesem Abend nicht nur musikalisches Talent bewiesen, sonder auch Fitness: Schließlich mussten sie bei jedem Kostümwechsel ins Erdgeschoss der Kulturmühle flitzen, wo sich ihre Garderobe befand.

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