ELSFLETH Die Autorin Erika Elisa Karg braucht in ihrer plattdeutschen Komödie „Undöög to tweet“ (Unfug zu zweit) nur zwei, durch Unfälle arg lädierte Gesichter und Kopfverbände, die normalerweise unter das Vermummungsverbot fallen würden, um Verwechslungen entstehen zu lassen, die am Sonnabend in der Stadthalle das Premierenpublikum in helles Vergnügen versetzen.

Auch wenn die Autorin den Spannungsbogen ihres Stückes nicht allzu straff spannt, dem erfahrenen Ensemble gelingt es mit großer Spielfreude, einige kantige Handlungsstränge geschmeidig zurecht zu feilen. Das liegt nicht zuletzt an Wolfgang Jäkel in der Rolle des „rüstigen Rentners Oskar Schulz“ und Harald Groenenboom als „reicher Fabrikant Ottmar Schulz“. Diese Rollen sind den Beiden auf den Leib geschrieben, nicht zum ersten Mal sind sie ein „verrücktes Paar“ wie einst Jack Lemmon und Walter Matthau auf der Leinwand.

Das heißt aber noch lange nicht, dass ihre Mitstreiter nur auf Stichwortgeber reduziert werden, Regisseurin Karin Jäkel hat jede Rolle sorgfältig besetzt. Das Bühnenbild, eine nüchterne Krankenzimmer-Atmosphäre, ist perfekt.

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Und darum geht es in dem plattdeutschen Lustspiel: Oskar ist „besoopen“ gegen ein Auto gelaufen, Ottmar fiel im Park mit Herzklabastern „up de Schnuut“. Nun liegen sie ohne Papiere und zunächst an Amnäsie leidend im Krankenhaus. Nicht nur vor den „ beeden Karbolmüüs“, Oberschwester Wilma (Gertrud Nieß) und Lernschwester Heike (Ramona Schau) tauschen die Verletzten ihre Rollen, sondern auch Ottmars biestige Schwester Helene (Ursel Müller), Kaminfegerlehrling Petra (Kristin Bliefernich), Oskars Freund und Reporter Andi (Dennis Rüthmann), Sekretärin Anita (Sabine Dierks) und Polizist Heinz Hahn (Ingo Ahrens) lassen sich nichtsahnend auf das Verwechslungsspiel ein, von dem sich die beiden Verletzten eine Menge Vorteile erhoffen.

Wer am Ende wen kuriert, wer ernsthaften Schaden nimmt und wer wem in die liebenden Arme fällt, das erfahren Interessierte in den folgenden Vorführungen. Sie werden es nicht bereuen: Am Schluss gab es lang anhaltenden Applaus für die gelungene Premiere der spielfreudigen Truppe und viel Lob vom Spieker-Baas des Speelkrings Erhard Brüchert.

Brüchert überreichte zudem eine Anerkennungsurkunde für die Speelschar und eine für den wunderbaren „Wolle“ Jäkel, der in 40 Jahren auch 40 Mal auf der Premierenbühne stand.

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