Nordenham Ihre Arbeiten sind in der Farbgebung und Wirkung sehr unterschiedlich, zum Teil sogar gegensätzlich. Das gilt auch für die Techniken, mit denen sie ihre Bilder und Skulpturen gestalten. Doch gerade diese Kontraste und Vielschichtigkeiten machen die gemeinsame Ausstellung der drei Künstlerinnen zu einer spannenden Angelegenheit. Unter der Überschrift „Unterwegs“ zeigen Renate Fäth, Kerstin Kramer und Barbara Meichsner-Drobinski eine Auswahl ihrer Bilder und Objekte im Alten Rathaus. Der Kunstverein Nordenham eröffnet die Ausstellung an diesem Sonnabend, 28. November, um 17 Uhr.

Die drei Frauen haben sich kennen und schätzen gelernt, als sie 2009 in den Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Oldenburg aufgenommen wurden. „Da haben wir festgestellt, dass wir gut zusammenpassen“, sagt Renate Fäth, „auch wenn unsere künstlerischen Ansätze ganz unterschiedlich sind.“ So reifte die Idee, sich regelmäßig zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und eine gemeinsame Ausstellung zu konzipieren.

Zur Eröffnung der Ausstellung „Unterwegs“ lädt der Kunstverein Nordenham an diesem Sonnabend in das Alte Rathaus an der Poststraße 4 ein. Beginn ist um 17 Uhr.

Einen Vortrag zur Einführung in die Arbeiten hält Barbara Habermann aus Oldenburg. Die Ausstellung ist bis zum 30. Januar im Alten Rathaus zu sehen.

Der vieldeutige Titel „Unterwegs“ bietet sich an, weil die Exposition an verschiedenen Orten gezeigt wird. Bisher war sie in Dötlingen, Norden und Achim zu sehen. Eine Wanderausstellung im eigentlichen Sinne ist sie aber nicht, da die Künstlerinnen sie je nach Art der Räumlichkeiten variieren und immer wieder neue Werke einbringen. Entsprechend entwickelt sich die Ausstellung ständig weiter und verändert ihre Zusammensetzung – was auch zu dem Leitmotiv „Unterwegs“ passt.

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Nach Nordenham haben Renate Fäth, Kerstin Kramer und Barbara Meichsner-Drobinski rund 30 Exponate mitgebracht. Überwiegend sind es Malereien, aber Skulpturen sind ebenfalls dabei.

Renate Fäth befasst sich in erster Linie mit norddeutschen Landschaften. Eine Besonderheit ihrer Werke ist, dass sie die Malereien und Zeichnungen auf eine ganz spezielle Art zusammenführt. Die 61-jährige Leeranerin zeichnet nicht mit einem Stift, sondern mit Fäden, die sie in die vielschichtigen Lasuraufträge einarbeitet. Ihre Werkserien hat sie in die Bereiche Schilf, Moor, Ufer und Elemente aufgegliedert.

Die in Friesoythe lebende Malerin und Bildhauerin Kerstin Kramer arbeitet expressionistisch. Ihr wichtigstes Thema ist der Mensch – mit seinen vielfältigen Beziehungen und Befindlichkeiten. Menschen sind in allen ihrer Acrylmalereien und Collagen zu finden, jedoch nicht immer als Vordergrundmotiv. Die 48-Jährige greift Alltagsszenen und aktuelle Ereignisse auf. In einer Malerei ist zum Beispiel die Ankunft eines Flüchtlingsbootes dargestellt.

Auch in den künstlerischen Arbeiten von Barbara Meichsner-Drobinski steht der Mensch im Mittelpunkt. Dabei verfolgt die 66-jährige Oldenburgerin einen philosophischen Ansatz, bei dem sie sich von dem Dichter Rainer Maria Rilke inspirieren lässt. „Ich möchte das Verändern zeigen“, sagt Barbara Meichsner-Drobinski, „das Werden und Entwickeln des Menschen auf psychischer und physischer Ebene.“ Ihre Bilder sind gemalt, gekratzt und gespachtelt. Dazu kommen Skulpturen aus Stein, Metall oder Holz, die in einer inhaltlichen Verbindung zu den Malereien stehen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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